Ein Tag des nordkoreanishen Staatsfernsehen zu einer Stunde zusammengeschnitten

-

Nordkoreanisches Staatsfernsehen

Nordkorea fasziniert mich. Wahrscheinlich nicht nur mich. In Nordkorea gibt es lediglich einen landesweiten Fernsehsender, KCTV, das Korean Central Television (조선중앙텔레비죤). Betreiber des Senders ist das staatliche Rundfunk- und Fernsehkomitee der Demokratischen Volksrepublik Korea. KCTV ist nicht der erste Fernsehsender des Landes und begann seine Ausstrahlungen am 3. Januar 1973. Zuerst wurde lediglich Werktags gesendet.

Mittlerweile sendet KCTV montags bis samstags von 15:00 Uhr bis 22:30 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen von 9:00 Uhr bis 22:30 Uhr Ortszeit. An Silvester oder Feiertagen geht das Programm auch mal länger. Vor Beginn der Sendungen wird für 30 Minuten ein Testbild mit Musik über den Äther geschickt. Die Wikipedia über den Programmablauf:

„Im Folgenden der gewöhnliche Programmablauf an Werktagen (Korean Standard Time):

14:30 Testbild mit instrumentaler Musik (Orchester der Nationalen Volksarmee, Wangjaesan Light Music Band und Pochonbo Electronic Ensemble)
15:00 Programmstart (Nationalhymne, Kim-Il-sung-Lied, Kim-Jong-il-Lied und Programmvorschau)
15:10 Film (gezeigt werden meistens nordkoreanische Produktionen) oder Dokumentationen
17:00 Nachrichten
17:10 Schlagzeilen aus den nationalen Zeitungen
17:20 Kinderprogramm
18:00 Dokumentationen (später auch Comedy und Musik, z. B. It’s So Funny)
20:00 Nachrichten
20:20 Wetterbericht
20:30 Film (gezeigt werden meistens nordkoreanische Produktionen), Sport oder Serie
22:00 Dokumentationen
22:30 Spätnachrichten
22:45 Wetterbericht
22:55 Programmvorschau und Verabschiedung
23:00 Einblendung EBU-Farbbalken

Zwischen den Sendungen werden oft Musikvideos gezeigt. Die Dokumentationen sind meistens 50 Minuten lang und zeigen die Errungenschaften von Kim Il-sung, Kim Jong-il und Kim Jong-un.“

Und einen solchen Tag hat mal jemand mitgeschnitten und zu einer Stunde zusammengefasst:

„0:00 – Dance routine of women in uniform and combat boots, intersting in a 1940s-50s dance number movie sort of way

5:00 – Museum of something about westerners and spying equipment? The dangers of using commercial electronics, maybe using them to spy on you?

10:30 – Boy and mother being brainwashed by a (Catholic?) priest and then the priest kills the boy, obviously about how dangerous western religions are

18:30 – ode to the patriotic tractor? Ends in a reference to 1955

20:00 – Ebullient woman talking about making clothes, complete with lots of certificates of some sort commentary and scenes about making fabric and clothes.

29:30 – Rock mining. People drilling rocks, and rock being dumped as fill? I couldn’t tell if this was about the rock being used, or if it was about making a tunnel

35:00 – A bunch of images of people working, marching, doing things with a soundtrack of singing. Getting a little glazed eyed here. The Great Leader is shown directing some activities with great vigor.

37:45 – Something about the early earth and its creation, with comets raining down and life evolving, fossils. Cuts to animatronic dinosaurs in a museum. Ah, it is a museum on natural history.

48:00 – Two very young children playing a duet on the piano, they look to be 5-6.

51:00 – Child (8-10) dancing with a stick, somersaulting, spinning,

54:00 – Two very young children playing a duet on stringed instruments

56:30 – Young girl (8-10?) choir singing a song and playing harmonica, move over K-Pop, you’ve been replaced

58:30 – More very young kids, this time boys and girls, doing an outdoors dance and song routine“

Insgesamt gibt es übrigens drei nordkoreanische Sender, einer soll laut CIA lediglich für Südkoreaner gedacht sein und ein weiterer, Mansudae Television, sendet ausschließlich Sonntags. Der Empfang ausländischer Sender steht unter Strafe.

(via ronny)

Trenner
Trenner
Trenner

Zum AfD-Bundesparteitag – Kein Kölsch für Nazis

-

Kein Kölsch für Nazis

Bereits 2008 gab es wegen der rechten Stadtratsfraktion „Pro Köln“ die Aktion „Kein Kölsch für Nazis“ bei der sich ca. 450 Kneipen, vor allem aus Ehrenfeld und der Südstadt, beteiligten und 100.000 Bierdeckel mit der Botschaft unters Bier legten.

Dank der AfD kommt es dieses Jahr zu einer Neuauflage der Aktion. Dieses Mal sind es 200.000 Bierdeckel, die derzeit wegen des AfD-Bundesparteilag am 22./23. April im Kölner Maritim verteilt werden. Störungsmelder schreibt:

„Und vieles spricht dafür, dass Kein Kölsch für Nazis eine noch größere Verbreitung findet als vor neun Jahren.“

Auf einer eigens hierfür geschaffenen Website sowie der dazugehörigen Facebookseite  haben sich bis heute 130 Unterstützer zusammengetan – mit steigender Tendenz. Am 22. und 23. April wird es im Rahmen der Kampagne auch ein Musik-Festival geben. Ort der Veranstaltungen ist das studentische „Kwartier Latäng“ rund um die Zülpicher Straße, unweit der Uni. Daran werden sich die Clubs Stereo Wonderland, Veedel Club, Luxor, Little Lui und das Blue Shell beteiligen. Bisher bestätigt sind außerdem folgende Bands:

Smile And Burn
Neufundland
Moglii
Albrecht Schrader
Quichotte
anorak
Cut Off Kites
GIRL
RIOT IN THE ATTIC

Kein Kölsch für Nazis Festival

Update: Die AfD fühlt sich angesprochen und bezeichnet ihre Wähler*innen als Nazis

 
Natürlich soll sich die AfD angesprochen fühlen, das ist ja Sinn der Aktion. Sie muss es aber nicht. Schließlich steht dort „Kein Kölsch für Nazis“. Die Fraktion im Landtag Baden-Württemberg weiß aber, dass das ihre Wähler*innen sind. Tja…

Aaaaaaahahahaha! Und plötzlich outen sich die "Ich bin kein Nazi, aber…"-Rattenfänger höchstselbst per Plakat als -…

Posted by Ingo Donot on Sonntag, 26. März 2017

Trenner
Trenner
Trenner
Trenner
Trenner
Trenner

Über das Universalgenie Bob Vido

-

Bob Vido

In dem Buch Disco Extravaganza: Eine Reise ins Wunderland der sonderbaren Töne (Partnerlink) von Jens Raschke bin ich auf Bob Vido gestoßen. Im Jahr 2000 entdeckte Jonathan Ward auf einem Flohmarkt in Los Angeles eine seltsame LP mit zugehöriger 7inch. Das Cover war mit handgemalten Weltraum-Postkarten sowie Portaits geschmückt, auf der Rückseite fand sich ein handgeschriebener Infotext.

„Robert Vidoloff ist ein Künstler … Musiker … Autor … Sprecher … ersten Ranges.“

Im weiteren Verlauf wurde nicht nur auf die Fähigkeit mehrere Instrumente zu spielen verwiesen, sondern auch noch auf das eigene Buch „Rhizology“, die Malereien – die postkartengroßen Bilder auf der Vorderseite der Platte, sowie seine Weltraumvorträge.

Seitdem forschte Ward über den 1995 verstorbenen Vido, sammelte ein Dutzend seiner Bilder für die Vido bis zu 95.000 Dollar verlangte. Auch fand er heraus, dass er versuchte Baupläne für Ionen-Motoren, Zyklotronenraketen und sonstige Raumfahrzeuge an die US-Navy zu bringen, die diese jedoch ablehnte. Letzeres erinnert dann auch irgendwie an Karl Heinz Janke. Sein Buch „Rhizology“ welches Reinkarnationsglaube mit UFOlogie, Kunst und Astrologie vermengt zeigt dagegen was wohlmöglich aus Scientology geworden wäre wenn L. Ron etwas schreibfauler und weniger geschäftstüchtig gewesen wäre. Denn „Rhizology“ umfasst gerademal 50 handschriftliche Seiten.

Sein musikalisches Werk umfasst insgesamt 16 Stücke. Diese bekommst Du auch auf itunes.

Trenner