I’m in love with my wall

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berlinermauer

Eija-Riitta Wallis Winther Arja Nikki Lee Eklöf kommt aus Schweden und hat am 17. Juni 1979 geheiratet. Gut, das ist nichts ungewöhnliches. Ungewöhnlich dabei ist, wen sie geheiratet hat. Oder vielmehr was. Eija-Riitta heiratete die Berliner Mauer.

Die aus Liden stammende Modellbauerin prägte den Begriff der „Objectum Sexuality“, die Objektophilie. Eine Sache wird zum Ziel der Gefühle. Herzklopfen und sexuelles Verlangen inbegriffen. Im Gegensatz zum Fetisch ist hierbei wichtig, dass man davon überzeugt ist, dass das Objekt ebenfalls Gefühle hat und lieben kann. Es ist ein personeller gleichberechtigter Partner. Gleichzeitig sagt Eija-Riitta Eklöf-Berliner Mauer, wie sie sich seit der Hochzeit nennt, dass man in solch einer Beziehung eigensinnig sein muss und ein Nein nicht für ein Nein halten darf.

Den Fall der Mauer 1989 sieht sie als große Tragödie und sogar als Fehler an. Dennoch hat ihre Liebe zur Mauer nichts mit Politik zu tun. Für sie ist der Fall ein Angriff auf ihren Ehemann, den sie stets personifiziert. Wenn sie über die Mauer schreibt, dann nennt sie sie „ihn“ oder „er“.

Zu einiger Bekannheit gelangte ihre Geschichte durch den Dokumentarfilm „Berlinmuren“ von Lars Laumann, der 2008 auf der 5. Berlin Bienalle gezeigt wurde.  Ein, Berichten zufolge, sehr bewegender und einfühlsamer Film.

Entgegen anderer Quellen sieht sich Eija-Riitta nicht als Witwe und schreibt auf Ihrer offiziellen Seite: „Aber wir lieben uns wie am ersten Tag. Wir führen keine gewöhnliche Ehe, aber keiner von uns schert sich um Konventionen. Unsere Geschichte ist die zweier Liebenden, unsere Seelen werden ewig miteinander verbunden sein.“

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