The Best Song Ever, Seriously: This Mortal Coil – Song To The Siren

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Ich hab eben Renés Beitrag zu Velvet Undergrounds Coyote bei Nerdcore gelesen und dachte mir, dass das eine Schöne Idee für ein Stöckchen ist. Das schöne an dem besten Song der jemals geschrieben wurde ist ja, dass oft nur Du weißt, warum er so großartig ist.

Und nun komme ich ohne Umwege zu dem wirklich best Song ever: „Song To The Siren“ in der Version von This Mortail Coil. Der Song begleitet mich ziemlich genau seit 1996 als ihn zum ersten Mal in Lost Highway hörte. Ärgerlicherweise war es das einzige Stück was nicht auf der Soundtrack-CD enthalten war und es kostete mich ein wenig Mühe rauszufinden von wem es überhaupt war – okay, ich starrte auf den Abspann als der Film endlich auf VHS erschien.

Erst im März 2002 kaufte ich mir in London für neun Pfund die 12inch des Songs. Es waren die besten neun Pfund, die ich je anlegte.

Die Originalversion erschien 1970 auf Tim Buckleys Album Starsailor. Geschrieben wurde der Text allerdings zusammen mit Larry Beckett. Die erste Veröffentlichung von Pat Boone, war jedoch bereits ein Jahr zuvor.

Und scheiße, jeder Songwriter sollte sich überlegen ob er jemals sowas Großartiges erreichen kann und ob es wert ist in dem Bewusstsein dies niemals zu schaffen weiter Lieder zu schreiben. Ja, natürlich ist das hier nur ein trauriges Liebeslied. Aber irgendwie ist es auch mehr. Der Text pure Poesie und ich mag immer wieder erzittern, wenn die Zeile „Let Me Enfold You“ gesungen wird. Enfold, Umhüllen, Umschließen, Umfassen eben keine simple Umarmung. Etwas was viel intensiver und größer ist. Und dann die Bilder, die Sirene, das Meer, die Klippen. Es ist die absolute Sehnsucht und die absolute Hoffnung. Ich erkläre mich und genau das wollte ich eigentlich nicht. Wenn Poesie und Musik in purer Liebe miteinander schlafen, dann gebären sie einen solchen Song.

On the floating, shapeless oceans
I did all my best to smile
til your singing eyes and fingers
drew me loving into your eyes.

And you sang „Sail to me, sail to me;
Let me enfold you.“

Here I am, here I am waiting to hold you.
Did I dream you dreamed about me?
Were you here when I was full sail?

Now my foolish boat is leaning, broken love lost on your rocks.
For you sang, „Touch me not, touch me not, come back tomorrow.“
Oh my heart, oh my heart shies from the sorrow.
I’m as puzzled as a newborn child.
I’m as riddled as the tide.
Should I stand amid the breakers?
Or shall I lie with death my bride?

Hear me sing: „Swim to me, swim to me, let me enfold you.“
„Here I am. Here I am, waiting to hold you.“

    3 Kommentare:

  • SohnDerSternenstadt schreibt am 20. September 2010 um 22:40

    Absolut ein unglaublich schöner Song…die guten alten Cocteau Twins…ich kenne sie schon seit den Achzigern, sie haben unter anderen auch bei der Compilation-Reihe von This Mortal Coil mitgewirkt…absolut empfehlenswert, wer auf ungewöhnliche aber unglaublich schöne, melancholische Musik steht…es gab insgesamt vier Projekte, allesamt über das leider nicht mehr existierende 4AD Label, mit Cindy Talk, Dead Can Dance, Clan Of Xymox und Cocteau Twins mit Elisabeth Frazers unverkennbaren Stimme…ich hoffe, Du bist nun nicht mehr allein mit Deiner Schmach..;-) Ich teile sie gern mit Dir…:-)Viele Grüße an den Daniel

  • SohnDerSternenstadt schreibt am 21. September 2010 um 00:01

    …Sorry, ich meinte eigentlich „Stöckchen“…;-)

  • Sunlight schreibt am 21. Januar 2011 um 18:10

    Hallo,

    zweifelsfrei ist das der beste Song ever – für dich. Den meisten anderen gefallen andere Songs besser. Nach denen gehen solche Bewertungen. Dieser Song ist nicht unter den Top 500. Mein Favorit ist „Stairway to heaven“ von Led Zeppelin.

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