Verschollenes Ted Hughes Gedicht wird veröffentlicht

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Ted Hughes und Sylvia Plath

Ich bin riesiger Sylvia Plath Fan und habe mir erst letztens eine wunderbare Ausgabe von Ariel gekauft. In dem Buch wird die Urfassung von Ariel rekonstruiert, denn Plath plante den Gedichtband anders als ihr Mann Ted Hughes ihn dann tatsächlich nach ihrem Selbstmord veröffentlichte.
So gibt es also erstmals Übersetzungen von Gedichten, die den meisten deutschsprachigen Lesern unbekannt gewesen sein dürften. Besonders empfehlenswert ist die Ausgabe aber auch wegen des Vorworts von Plaths Tochter Frieda Hughes. Dort wird vor allem ihr Vater in Schutz genommen, der im Mythos Sylvia Plath ja immer das Arschloch war. Ich denke auch, dass da einiges überdramatisiert wurde.

Nun fand man in Hughes Aufzeichnungen, die dem British Museum vorlagen, ein lange verschollen geglaubtes Gedicht über den Tod seiner Frau. New Statesman haben das Gedicht „Last Letters“ in ihrer aktuellen Printausgabe diese Woche veröffentlicht.

Hier ein schöner Beitrag über die Entdeckung:

Und hier die ersten Zeilen des Gedichts:

What happened that night, inside your hours
Is as unknown as if it never happened.
What accumulation of your whole life,
Like effort unconscious, like birth
Pushing through the membrane of each slow second
Into the next, happened
Only as if it could not happen
As if it was not happening.

Und am Ende noch ein Faksimile des ersten bekannten Entwurfs von „Last Letter“.

Last Letter by Ted Hughes

[via dangerous minds]

Update 10.10.10.:
Ich habe eine Seite gefunden auf der man das ganze Gedicht lesen kann.

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