22 Kommentare

Sonntagsschule mal anders

Von Daniel • 21.11.2010

All die netten Dinge aus der Bibel, die man nicht im Religionsunterricht oder ähnlichem hört. Zum Beispiel – Wie man seinen Sklaven zu schlagen hat:

Mehr nach dem Klick.

Es gäbe bestimmt weniger Atheisten, wenn man auch die spannenden Dinge, also Mord und Totschlag und all das, unterrichten würde. Und natürlich hätte man die Einhörner NIEMALS aus der Bibel entfernen dürfen!

[via joe my god]



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    21 Kommentare »

  • susealiaspaul schreibt am 21. November 2010 um 15:13

    könnte ja jetzt hier grundsatzdiskussionen heraufbeschwören, indem ich erkläre, dass solche sachen in der bibel stehen, weil sie DAMALS eine sehr fortschrittliche (quasi menschenfreundliche) Ansicht/Regelung darstellten, da sie verhinderten, dass eben nicht total willkürlich und blutrünstig gerichtet wurde usw.
    aber wen interessiert schon sowas, wenn man solch tolle videos hat.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 21. November 2010 um 15:19

    @susealiaspaul Ich sehe es übrigens ähnlich. Das NT ist ein Update des AT. Fragt sich ob ein NT Update kommt.

  • susealiaspaul schreibt am 21. November 2010 um 15:39

    ich (als christ) sag dir folgendes:
    wären die leute im stande, das NT mit Hintergrundinteresse und ein bisschen Verstand zu lesen, bräuchte es ein Update dazu eigtl nicht (denn dass Regelungen wie “die frau soll schweigen” und “züchtige deine kinder!” und so weiter dann heute aufrund der stark veränderten gesellschaft eben auch etwas anders zu betrachten sind, sollte sich dann von selbst erklären).
    Für das AT war das NT hingegen vorallem der fortsetzung wegen als update wichtig (quasi nebenbei konnte jesus ein paar regeln des ATs halt nochmal erklären, richtigstellen, aufstocken usw., aber das ist nicht der grund, warum es das NT gibt).

  • Timo schreibt am 21. November 2010 um 20:41

    Das Problem ist ja auch nicht die Bibel – sondern die Menschen die ihr Leben nach diesem Buch richten. Man kann nicht ändern was damals geschrieben wurde, man kann aber sehr wohl heutzutage erkennen, dass die Bibel keine Grundlage für ein zivilisiertes Leben ist.

  • susealiaspaul schreibt am 21. November 2010 um 22:53

    geil, ein problem hat mich schon bestimmt anderthalb jahre keiner mehr genannt :D

    (ja, das musste sein.)

  • PETerchen schreibt am 22. November 2010 um 00:04

    @ Timo: Amen ;)

    @ susealiaspaul:
    Kommentar zu folgenden Satz von dir: “wären die leute im stande, das NT mit Hintergrundinteresse und ein bisschen Verstand zu lesen, bräuchte es ein Update dazu eigtl nicht (denn dass Regelungen wie “die frau soll schweigen” und “züchtige deine kinder!” und so weiter dann heute aufrund der stark veränderten gesellschaft eben auch etwas anders zu betrachten sind, sollte sich dann von selbst erklären).”

    Die Leute sind aber NICHT im Stande die Bibel mit Verstand und Hintergrundinteresse zu lesen, weil niemand der Verstand hat so einen Schwachsinn freiweillig liest (und auch noch daran glaubt) und derjenige der die Bibel liest, hat folglich keinen Verstand und deswegen BRAUCHT es ein Update des NTs.
    Wenn jemand der sich Christ nennt von Verstand spricht, muss ich schon echt lachen :D

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 22. November 2010 um 01:19

    @PETerchen “Die Leute”, da muss ich schon echt lachen :D

    Ich habe die Bibel übrigens gelesen. Freiwillig. Und Jesus hat definitiv mehr Toleranz und Liebe als Du in Dir, vielleicht würde da der Schwachsinn hilfreich sein. Und das sage ich als unreligiöser Mensch, den keine 20 Einhörner in einen Gottesdienst kriegen.

    Ich kenne einige Leute die Vernunft und Glauben gleichermaßen in sich tragen und das gläubigen Menschen abzusprechen ist verfickter Bullshit!

    Darauf ein Amen!

  • susealiaspaul schreibt am 22. November 2010 um 01:33

    @PETerchen
    du bist ja cool :D
    roflkartoffl.

  • PETerchen schreibt am 22. November 2010 um 10:39

    @ Daniel: Jesus hat auch gesagt man solle verdorren und verbrennen wie eine Rebe, wenn man nicht an ihn glaubt bt. Also ob das so tolerant ist? Ich sag ja auch nicht das die Bibel scheiße ist wegen Jesus. Aber ein Buch als religiösen Grundpfeiler zu nehmen, welches die wichtigsten Punkte aus viel älteren (polytheistischen) Religionen übernommen hat und viele Punkte nur reingeschrieben wurden um Menschen zu manipulieren, finde ich einfach nur total dämlich. Außerdem sind ein haufen übersetzungsfehler drin, die einfach ignoriert werden. Für mich ist ein Mensch nicht vernünftig der von einem Menschengemachten Buch als Gottes Wort spricht. Schaut euch Religilous an, besser kann man meinen Standpunkt nicht zusammenfassen. Aber leider schaffen es gläubige immer, reale Fakten als Schwachsinn abzustempeln obwohl sie ein “Herr der Ringe”-artiges Buch, als absolut wahr und göttlich ansehen.
    P.s. Ich bin ein sehr toleranter Mensch, bei den drei großen Religionen hört diese aber auf.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 22. November 2010 um 11:15

    @PETerchen, das soll Dir auch gegönnt sein. Dass ich mein Problem mit Religionen und vor allem Fundamentalisten habe zeigt ja der Inhalt den ich hier oft poste. Aber ich bitte doch darum, dass sich Glaube und Vernunft nicht zwingend ausschließen. Auch, wenn es oftmals so scheint.

    Und was man bitte beachten sollte. Jesus ist im Gegensatz zu Frodo eine Person die zumindest in Grundzügen (vermutlich) real existierte.

    Oder ganz konkret: Meine Mutter ist Christin, sie glaubt an Jesus, sie glaubt an Gott. Sie geht in die Kirche. Sie ist tolerant, sie ist liberal und sie ist schlau, sie missioniert nicht, sie verurteilt keine Atheisten oder Andersgläubige. Sie ist keinesweges unvernünftig UND sie ist gläubig.

    Oder noch was. Ich habe Musikwissenschaften studiert und ein Prof. sagte: wer die europäische Musik verstehen will, der muss bei der sakralen Musik anfangen. Das gilt für viele Bereiche der Kunst in der westlichen Gesellschaft. Die Ursprünge (ob Architektur, Musik oder Malerei) und vor allem einschneidende Fortschritte in diesen Bereichen sind meist Ursprung einer gewissen Gläubigkeit.

    Was nichts an meiner Einstellung ändert, dass im Namen der Religionen (und nicht nur im Namen des Christentums) viel Scheiße passiert (ist) und ich das Konzept der Religion für überholt halte. Doch ich kann nicht nur den Willen nach Spiritualität nachvollziehen, sondern vor allem tolerieren und wenn anderen Menschen das Glück und Ruhe bereitet, dann kann das nicht so scheiße sein (Fundamentalisten ausgenommen).

    Und man macht es sich zu einfach das alles als schlecht abzutun und “Die Leute” als verstandslos zu bezeichnen. Das kotzt mich einfach tierisch an.

  • PETerchen schreibt am 22. November 2010 um 11:53

    @ Daniel:

    Zugegeben, mein erster Kommentar war sehr provokant.
    Naja, dass Jesus vermutlich in Grundzügen existiert hat ist die eine Sache, was aber wirklich von ihm gesagt und getan wurde die andere. Schließlich bezieht sich sein Geburtstag auf ein astronomisches Phänomen und die ganzen wichtigen Ereignisse aus der Bibel kommen nahezu alle aus viel älteren Religionen.
    Hier einige Fakten: 1280 v. Ch. beschreibt das Ägyptische Buch der Toten/des Todes, den Gott Horus. Horus ist der Sohn vom Gott Osiris. Horus wurde von einer jungfräulichen Mutter geboren. Er wurde in einem Fluss, von Anup den Täufer getauft, der später geköpft wurde. Horus hat die Kranken und Blinden geheilt und ist über Wasser gelaufen. Er hatte 12 Jünger. Er wurde gekreuzigt und nach 3 Tagen ist er wieder auferstanden.
    Und von der Genesis und der Sintflut will ich mal gar nicht anfangen…
    Ich gehe auch in Kirchen und schaue mir die Architektur an, ich sehe mir auch gerne alte religiöse Kunst an. Natürlich sind diese Sachen wichtig um was über Geschichte zu lernen und ich bin mir auch sicher, dass die Menschen damals diese unglaublichen Sachen nicht geschafft hätten, wenn sie nicht geglaubt hätten (oder von Gläubigen dazu gezwungen worden wären ;) )
    Meine Mutter ist auch religiös. Sie glaubt an Gott usw. und sie ist eine intelligente Person, als vernünftig würde ich sie aber, was das Thema Religion betrifft auf keinen Fall bezeichnen. Aber das ist das was ich meine: Vernunft und religiösität widersprechen sich total, wenn es um Religionen und Glauben geht. Es gibt auch katholische Astronomen im Vatikan! Trotzdem sind diese Menschen nicht wirklich realistisch und vernünftig. Wie kann man auf einer Seite der Wissenschaft glauben, aber auf der anderen Seite an diesen SCHWACHSINN in der Bibel glauben. Ich habe NICHTS gegen Religionen an sich, aber sich auf DIESES Buch und auf DIESE Geschichte zu stützen ist lächerlich. Da gibt es echt bessere und beeindruckendere Geschichten, die genauso viel wahren Kern wie die Bibel haben. Und der Islam und das Judentum drehen sich ja um den gleichen Schwachsinn, die selbe Geschichte, nur anders. Und sie glauben an den gleichen Gott, aber sie bringen sich trotzdem um. Der Papst wettert immernoch gegen Verhütungsmittel. Wie viele Kriege gibt und gab es wegen Religionen? Wie viele Homosexuelle wurden umgebracht, haben sich selbst umgebracht, oder bringen sich grad um, weil es keinerlei Toleranz in den Religionen für Homosexualität gibt.
    Und ich weiß nicht, ob ich die Leute als Christen bezeichnen würde, die sich die nettesten Stellen aus der Bibel picken und nur an diese Stellen glauben und sagen der Rest sei überholt und das sei heute nicht mehr so.
    ES IST DOCH GOTTES WORT!!! Sagt mir wo ist bei diesem ganzen Hick-Hack die Vernunft?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 22. November 2010 um 12:39

    @PETerchen, ich glaube damit komme ich klar. Mir war es zu provokant. Und wie gesagt, wer den Willen nach Spiritualität nicht nachvollziehen kann, der darf das auch ruhig für unvernünftig halten. Das ist dann eine Ansicht, die ich nicht teilen kann, aber mit der ich besser Leben kann als eine Generalverurteilung.

  • PETerchen schreibt am 22. November 2010 um 12:51

    Hmm…nee gegen Spiritualität habe ich auch nichts. Ich sage nicht, dass da nichts ist außer der Welt die wir verstehen und wenn man sich mal ein wenig mit Astrophysik und Quantenmechanik auseinander gesetzt hat, denn wäre es dumm zu glauben, dass es nichts außer der gegenwärtigen materiellen Welt gibt. Meine Spiritualität bezieht sich aber eher auf Energien in mir, der Welt und dem Universum, als auf irgendwelche ausgedachten Geschichten.
    Früher war ich strikt gegen jede Form von Spiritualität, aber je älter man wird, desto mehr komische Sachen erlebt man, die man sich nicht erklären kann und für die es bislang auch noch keine Erklärungen gibt. Ich schließe eigentlich kaum etwas völlig aus, ich weiß das ich nichts weiß. Mit Religionen kann ich aber einfach nichts anfangen und habe auch keine toleranz gegenüber Gläubigen, die so tun als wäre IHRE Religion die einzig wahre, oder solche die mich damit ernsthaft belabern wollen, oder meinen ICH sei dumm und wüsste nichts von der Welt. Und meistens ist eine Diskussion mit gläubigen Menschen nicht möglich, weil sie durch Ihren Glauben einen so eingeschränkten Blick auf die Welt haben, wie ein Goldfisch im Goldfischglas.

  • susealiaspaul schreibt am 22. November 2010 um 15:53

    auch, wenn sich hier die wogen gerade glätten, will ich mich nochmal kurz zu wort melden. nicht, um streit zu provozieren oder so, aber ihr redet hier schließlich in gewisser form auch über mich, also.

    der erste und vielleicht wichtigste punkt ist, dass NICHT die bibel für mich (und alle christen, die ich kenne -und das snd ziemlich viele mit ziemlich unterschiedlihen ansichten) die grundlage des Glaubens bietet, sondern die erfahrungen, die ich mit jesus und den menschen um mich herum mache. Die Bibel ist mehr eine Art sehr umfassende “Bedienungsanleitung” und “Produktinformation” fürs Leben, in der du nachlesen kannst, wie sich der “Hersteller” die ganze Sache gedacht hat und warum, wie du am geeignetsten damit umgehst, wie das ist, wenn was kaputt geht usw. usf.
    Inwiefern du dich daran hälst, bzw ob du einige Sachen heute anders siehst als vor 3000 Jahren, ist im Endeffekt nicht gerade entscheidend, solange du die Grundfunktionen deines Lebens kapiert hast. Dass es trotzdem wegen solcher “Kleinigkeiten” wie Verhütungsmitteln, die Rolle der Frau und Homosexualität (bitte, ich WEIß, dass es für die “Betroffenen” keine Kleinigeit ist, aber in der Bibel sind es Dinge, die nur am Rande erwähnt werden und für das große Ganze völlig unerheblich sind)immer wieder zu so massiven Streitigkeiten (auch unter Christen) kommt, ist aus meiner Sicht schon ziemlich lächerlich.
    Zu den Übersetzungfehlern: Es stimmt, dass in der Übersetzung von Martin Luther viele Fehler sind, was wohl eher seinem mangelnden Wissen und der Intension, eine Bibel fürs gemeine Volk (und eben nicht für irgendwelche Menschen, die die Bibel genau studieren wollen)zu schaffen, geschuldet ist, als irgendeinem Manipilautionswillen. Was aber absolut nicht stimmt, ist, dass die Übersetzungsfehler völlig ignoriert werden. Inzwischen gibt es viele sehr genauere Übersetzungen und die meisten Christen ziehen solche der Lutherbibel (die im Übrigen heutzutage meist mit Hinweisen bei den Übersetzungsfehlern versehen sind), vor. Und wer doch gerne drin liest, der tut dies meist schlichtweg aus Liebe zu der alten Sprache. Außerdem kenne ich sehr viele Menschen, die extra griechisch und hebräisch lern(t)en, um sich den Urtext selbst genau ansehen zu können.
    Weiterhin hat Jesus übrigens nicht gesagt, ohne ihn SOLL man verbrennen und verdorren wie eine Rebe, sondern dass man es WIRD. Das ist ein wichtiger Unterschied, denn dieser Punkt ist nichts, was Jesus Genugtuung verschaffte, im Gegenteil!
    Zu der Sache mit Horus: Ich weiß nicht, wo du das her hast, ich hoffe, nicht ernsthaft aus diesem Zeitgeist-Movie, der wiederum seine Aussagen auf esoterische Bücher und nicht auf geschichtliche stützt. Da ist Galileo Mystery ja seriöser. Denn abgesehen davon, dass auch Horus Wunder bewirkte (was nunmal typisch für Götter ist!), gubt es keine tatsächlichen Parallelen zwischen Horus und Jesus. Isis war KEINE Jungfrau (ich glaube, die Geburt von Horus stand maximal i Zeichen der Jugfrau), meinen “Forschungen” nach (und ich gebe zu, ich habe damals, nachdem ich den Film sah, nicht ALLZU tief geforscht, weil mir das, was ich herausfand, gereicht hat) wurde Horus auch weder gekreuzigt, lief übers Wasser, hatte 12 Jünger noch stand er nach 3 Tagen wieder vom Tod auf. Solche Sachen sind lediglich in esoterischen Schriften, jedoch meines Wissens nach in KEINER archäolohischen belegt. Solltest du hierzu glaubwürdige Quellen haben, die etwas anderes zeigen, gerne her damit! (ansonsten empfehle ich dir folgendes Blog: http://ungenannter.wordpress.com/tag/horus/ )

    Ich könnte hier noch eine Weile weiter argumentieren, auch zu anderen Punkten, will aber mal nur noch etwa zwei Fragen in den Raum stellen, müssen nicht beantwortet werden (dürfen aber):
    1. Wenn nur absolute Idioten die Bibel freiwillig lesen, peterchen, dann kann man wohl davon ausgehen, dass du dich nicht so eigenständig damit auseinander gesetzt hast!? woher dann dein sehr hartes Urteil? (Und warum hat du, der sich ja schon irgendwie rausnimmt, seine Ansicht als einzig richtige gelten zu lassen, so ein enormes Problem damit, wenn das andere Religionen tun??? ehm… warte, beantwortet sich ja selbst. sorry.)
    2. Dir ist doch hoffentlich bewusst, dass dein Atheismus auch lediglich ein Glaube und KEIN Wissen ist? Dass es KEINE Beweise gegen die Existenz vn Gott gibt und das ziemlich vieles in der Wissenschaft (wobei bitte die Wissenschaft absolut nicht der Feind meines Glaubens ist, ich kann das meiste -nicht alles,aber das meiste eben – problemlos miteinander vereinen!!), gerade, was so Enstehung der Welt usw angeht, lediglich Theorien und Indizien sind??!

    Sorry für die Tippfehler, bin zu faul, das jetzt alles zu berichtigen.

    Liebe und Frieden!

  • PETerchen schreibt am 22. November 2010 um 19:18

    Also zu deiner Auffassung von deinem Glauben kann ich nicht viel sagen. Das ist eben das gläubige Verhalten, dass ich am wenigsten aktzeptieren kann.
    An eine Religion zu glauben und sich danach Verhalten kann ich nachvollziehen, aber als Christ zu sagen “[...]dass NICHT die bibel für mich [...] die grundlage des Glaubens bietet, sondern die erfahrungen, die ich mit jesus und den menschen um mich herum mache. Die Bibel ist mehr eine Art sehr umfassende “Bedienungsanleitung” und “Produktinformation” fürs Leben, in der du nachlesen kannst, wie sich der “Hersteller” die ganze Sache gedacht hat und warum, wie du am geeignetsten damit umgehst, wie das ist, wenn was kaputt geht usw. usf.” finde ich seeehr kurios. Das sind moderne Interpretationen von “Gottes Wort” also ist es blasphemisch, oder spinne ich? Jeder sucht sich “seinen Gott” aus und macht sich seine eigene Religion aus einer bestehenden. Pickt sich also die Rosinen aus der Bibel bzw. dem Glauben. Warum erfindet man sich nicht dann komplett ne eigene Religion?
    Ich bin wirklich beeindruckt wieviele gebildete Gläubige du kennst, die sich intensiv mit der Bibel auseinander setzen. Da bewegst du dich scheinbar in anderen Kreisen als ich. Denn ich habe bislang hauptsächlich mehr Christen kennengelernt, die weniger Ahnung von ihrem eigenen Glauben hatten als ich.
    Mit dieser Horus Geschichte bin ich auch verwirrt. Ich habe es nicht von Zeitgeist (den ich aber kenne), sondern von Religulous (einen sehr guten Film von und mit Bill Maher). Ich hab jetzt aber auch ein wenig im Internet geschaut und habe auch nicht diese Paralelen zwischen Horus und Jesus finden können. Trotzdem wurde viel in der Bibel kopiert, wie z.B. die Sintflut aus dem Gilgamesh Epos, die Genesis uvm.

    Zu deinen Fragen-
    1: Ich habe VERSUCHT die Bibel zu lesen, bin aber nicht sehr weit gekommen, weil es mir zu schwachsinnig war (und das ist nett ausgedrückt), also habe ich die Bibel nie durchgelesen, aber ich kenne einige Stellen aus meiner Zeit als Konfirmant und ich habe auch so einige Stellen aus Interesse gelesen (z.B. was die Übersetzungsfehler angeht usw) Ich habe aber auch Herr der Ringe nicht geschafft zu lesen, weil es mich zu sehr gelangweilt hat und so ging es mir bei der Bibel auch und diese beiden Bücher haben bei mir auch den gleichen Inhaltlichen Wert, was die Wahrheit und Wichtigkeit der Texte anbelangt.(Nur wurde aus HDR wenigstens ne gute Filmreihe gemacht und es wird nicht behauptet, dass es die wahrste Wahrheit der Welt ist). Ich habe auch nie gesagt, dass meine Meinung die einzig richtige ist, ich sage nur woran ich “glaube” bzw. nicht glaube und was ich aus welchen Gründen schwachsinnig finde und ich bin immer wieder unfassbar verängstigt, wenn ich auf Leute treffe, die diesen Bullshit glauben. Ich sage NICHT, dass ich WEIß dass es keinen Gott gibt. Ich halte es aber für sehr, sehr, sehr…unwahrscheinlich und denke dass wir es NIEMALS wissen können. Ich denke eher wissenschaftlich, was nicht bedeutet, dass ich nicht auch über Sachen wie Tod, Wiedergeburt, “Götter”, andere Welten, Zeitreise etc. nachdenke. Die Wissenschaft hat mir sehr häufig bewiesen dass sie richtig liegt, das konnte bislang noch keine Religion im Ansatz. Und mein wichtigster Punkt, bei diesem ganzen Thema: Ich brauche Religion nicht! Ich kann verstehen, dass einige Leute in der Religion ihren Halt und Trost finden bzw. suchen und will das niemanden kaputt machen. Aber ich bin glücklich und mir fehlt nichts, also warum an ein Märchen glauben, wenn das Leben mir alle Antworten gibt?
    2: Ja, Atheismus ist der Glaube nicht zu glauben. Wie ich schon sagte, “ich weiß, dass wir nichts wissen”. Ich sage nicht ICH spreche die Wahrheit also erwarte ich das auch von meinem Gegenüber. So wie es keine Beweise gegen Gott gibt, gibt es auch keine dafür. Aber sein ganzes Leben einer Vermutung, oder einer Eventualität hinterherzulaufen, finde ich doch etwas…merkwürdig. Und über die Wahrheit der Wissenschaftlichen Erkenntnisse, diskutiere ich nicht mit jemandem der einer Religion angehört, die schon so oft gegen die Wissenschaft gewettert und sie verteufelt hat. Die Erde ist der Mittelpunkt des Universums und sie ist 6000 Jahre alt. :D

  • vangel schreibt am 22. November 2010 um 20:02

    Ich glaube ihr verkennt alle folgendes: Die Bibel ist angeblich als Anweisungen eines unfehlbaren, allwissenden Gottes zu verstehen. Wenn wir es jetzt 2000 Jahre später lesen und bemerken daß wir uns schon deutlich weiterentwickelt haben (keine Sklaven, kein Handabschlagen usw.) und Gott das in seinen Gesetzen überhaupt nicht vorhergesehen hat, dann fällt doch das unfehlbare, allwissende doch komplett flach und damit wird deutlich, daß es Menschen vor 2000 Jahren ausgedacht und geschrieben haben.
    Jeder der sich an 2000 Jahre alten Anweisungen wortwörtlich hält kann ebenso an Waldelfen und Hobbits glauben, oder das Aderlass gegen alles hilft, oder daß die Erde eine Scheibe ist. Wie dämlich kann man eigentlich sein ?!?!?! Die Bibel hebelt sich doch selber aus, indem sie nicht unfehlbare, gottgegebene Gesetze/Anweisungen enthält sonder ganz offensichtlich vor 2000 Jahren von Menschen mit dem Wissen von vor 2000 Jahren erdacht wurde. Einen besseren Beweis daß die Bibel von Menschen erfunden/geschrieben wurde gibts doch gar nicht. Und dazu braucht man überhaupt keinen Gottesbeweis / -gegenbeweis. Nur genug zeitlichen Abstand. Bibel von Menschen ausgedacht => Inhalt von Menschen ausgedacht => Gott von Menschen ausgedacht, ganz einfach.
    Die Bibel ist doch Gottes Wort also warum befolgt sie heute kaum jemand wortwörtlich? Weil selbst die verbittersten Fundis sich eingestehen müssen, daß vieles daraus heute einfach nur Schwachsinn ist. Da die Bibel aber angeblich Anweisungen eines allwissenden, allmächtigen Gottes enthält müssen sie doch für alle Zeiten wahr sein, bis er uns ein Update gibt. Die Menschheit hat sich in Punkto Menschlichkeit und Nächstenliebe nicht wegen der Bibel so weiterentwickelt sondern TROTZ der Bibel.
    Lasst dieses 2000 Jahre alte Märchenbuch hinter euch und fangt endlich selber an zu denken.

  • susealiaspaul schreibt am 22. November 2010 um 22:29

    also zu beginn einmal: ich will hier absolut keinen überzeugen, wenn ihr mit eurem atheismus glücklich seid -bitte. ich hab nur kein bock, mich ständig als trottel darstellen zu lassen, nur, weil ihr andere Theorien für wahrscheinlicher haltet, als ich es tue. und ich, die hier nicht gerade die übliche “mainstreameinstellung” vertritt, muss mir auch nicht vorwerfen lassen, ich könne nicht selbstständig denken!

    und vermutlich habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. ich sage nicht, dass die bibel nicht wahr wäre bzw. dass ich nicht an das glaube, was darin steht. was ich sagen wollte, ist, dass ich (und die christen in meinem umfeld eben) nicht glaube, WEIL ES DA STEHT, sondern weil ich selbst merken konnte, dass es wahr ist. Ich weiß nicht wovon ihr ausgeht, aber KEIN Christ glaubt, dass die Bibel irendwie durch göttliche Magie entstand -ZACK!, war sie da, mit Gottes Hand geschrieben. das glaubt niemand!(Abgesehen vielleicht von den Mormonen, die sich ja auch als Christen sehen. Bei denen ist das Buch Mormon vom Himmel gefallen, aber ansonsten steht oft ja bei den einzelnen Büchern in der Bibel sogar dabei, wer das jetzt aufgeschrieben hat!) Ich glaube aber zum Beispiel, dass die Menschen, die das aufschrieben, eine enge Beziehung zu Gott hatten und Gott so quasi durch sie wirkte. Weiterhin ist mir auch bewusst, dass sher viele Texte ursprünglich nicht dafür gedacht waren, mal in ein religiöses Lehrbuch geschrieben zu werden oder als geschichtlicher Bericht gelten wollten. Das macht sie für mich aber dennoch nicht weniger wahr, wenn ich (weil ich mich mit den Hintergründen usw des Textes befasst habe) weiß, wie ich den Text zu lesen habe. Profanes Beispiel: Schöpfungsbericht (ich weiß, dass es hier auch Christen mit anderen Ansichten gibt, das liegt vor allem daran, dass wir eben doch auch fähig sind, selbstständig zu denken. ich lege hier jetzt meine ansicht dar, das hat nicht wirklich etwas damit zu tun, dass ich mir die Rosinen aus meiner “Religion” rauspicke, wie ihr hoffentlich verstehen werdet.) Ganz offensichtlich (!) wurde das Teil als Gedicht geschrieben, in dem sich jemand Gedanken machte, wie wohl die Welt entstanden sei. Mit ziemlicher Sicherheit war demjenigen klar, dass die Welt nicht in 7 Tagen gemacht wurde, man kann diese also eher als eine Art Metapher sehen. Tu ich auch. Wirklich sehr erstaunlich ist, dass sich die Abläufe eigentlich ziemlich bis ins Detail mit den wissenschaftlichen Theorien(!) decken, nur, dass sie im Schöpfungsbericht eben recht anders begründet und etwas blumiger umschrieben sind, aber der Ablauf an sich ist erstaunlich gleich. (Na sowas, hoffentlich hat die Wissenschaft jetzt nicht einfach aus der Bibel kopiert!!!). Einstein hat mal errechnet, wie die hoch die Wahrscheinlchkeit ist, dass die Erde/das Leben durch eine Reihe von Zufällen entstand und das in den Vergleich zur der Schöpfungsgeschichte, also eine gezielte Entwickung ds Lebens, gesetzt. Leider hab ich das genaue Ergebnis nicht im Kopf und ich bin auch nicht gerade ein Mathegenie, aber die Wahrscheinlichkeit, dass Gott die Welt erschaffen hat lag UNGEMEIN höher als die, dass alles durch Zufall selbst entstand (1:irgendwaseinstelliges vs 1:irgendwasvierstelliges, glaub ich). Rein logisch betrachtet macht es also deutlich mehr sinn, daran zu glauben, dass es einen Gott gibt, der die Welt gemacht hat. Dass ihr euch das nicht vorstellen könnt, ist ja eine ganz andere sache. Weiter: Wenn nun derjenige, der die schöpfungsgeschichte vor zigtausend Jahren aufschrieb, solche Erkenntnisse zur Entstehung der Erde (die wie bereits erklärt nicht WIRKLICH von der wissenschaft widerlegt sind, im gegenteil) von selbst (und ganz ohne die vielen vorkenntnisse, die die wissenschaft zum aufstellen der Theorie gebraucht hat) errungen hätte, wäre das in der tat höchst seltsam. Das wäre dann etwas, an das ICH nicht glauben könnte, also gehe ich davon aus, dass auf die Gedanken des Autors der einzige eingewirkt hat, der dabei war (bei dem es rein wissenschaftlich eine chance von 50% gibt, dass er existiert.) also zusammengefasst: glaube ich, dass gott die welt erchuf? ja. glaube ich, dass er sie in 7 tagen erschuf? nein. halte ich den “bericht” trotzdem für wahr und für “von Gott”? ja.
    so kannst du das mit so ziemlich jedem Text aus der Bibel fortsetzen. WOfür stehen die Gesetze wie die zum Schlagen eines Sklaven in der Bibel?? DAs ist altes Testament, also die Tora der Juden, das steht da, weil das Teil damals die Gesetzesgrundlage für sie bot, quasi das BGB und wie bereits in meinem ersten kommentar hierzu erklärt, waren solche regelungen damals durchaus fortschrittlich. also glaube ich durchaus, dass es gut und richtig ist, dass sie da stehen, denn wer weiß, wie sich die menschen damals gegenseitig abgeschlachtet haätten (bzw ja auch haben), wenn es nicht in ihrem gesetzbuch gestanden hätte. als jesus ein paar tausend jahre später gelebt hat, hat er ja auch gesat “hey leute – euer gesetz, ganz cool soweit, aber geiler wär noch wenn ihr von selbst drauf verzichtet, euch gegeseitig zu steinigen, euch die hände abzuschlagen usw” ir ist bewusst, dass es auch im NT noch einige heikle regeln git, aber mit denen verhält es sich genauso, wie mit de sachen im AT. es ist gut und wahr und richtig, dass sie den leuten damals gesagt wurden, aber das wichtigste bei all diesen regeln ist, dass sie dem menschen dienen und wenn sie das nicht (mehr) tun, dann sollte man das überdenken (steht auch genau so in der bibel). wieso beweist also bitte, dass in ein gesetz, dass dmals galt, die nichtexistenz von gott? warum um alles in der welt sollte denn in einem gesetz , dass für menschen vor zitausend jahren wichtig und richtig war, ein gesetz für heute stehen? das ist doch total bescheuert!! andererseits, ein gesetz, dss auch heute noch gut wäre, wäre damals wohl kaum durchsetzbar gewesen, also enfach gar keins schreiben und sich die menschen gegenseitig abschlachten lassen??abgesehen davon sind solche regelungen, egal wie gern und intensiv auf ihnen herumgeritten wird, ein ziemlich unwesentlicher Bestandteil der Bibel. und wenn in der geschichte des Christentums solche fehler begangen werden, wie (wie erklärt meiner meinung nach recht grundlos) zu behaupten, die welt sei eine scheiben und wasweißichwiewenige jahrealt, dann liegt das für mich nicht gerade in einer fehlbarkeit meines gottes begründet, sondern in der fehlbarkeit der menschen (nicht mal die atheisten sind sich doch in den meisten naturwissenschaftlichen fragen einig, wir christen sind etliche mehr, du kriegst eben nicht alle meinungen unter einen hut).

    reicht erstmal.

  • PETerchen schreibt am 22. November 2010 um 23:27

    Dem kann und will ich thematisch nichts mehr hinzufügen…
    Ich besinne mich in momenten wie diesen, immer gerne auf die Tatsache, dass sich die Sonne eines Tages ausdehnt und die Erde verbrennt und es diesen ganzen menschlichen Schwachsinn definitiv und endgültig nicht mehr gibt.
    Und jetzt spreche ich GEGEN die Wissenschaft: Ich hoffe wir kommen bis dahin nicht soweit, dass wir in andere Sonnensysteme vordringen können um uns zu retten. Aber um ehrlich zu sein, glaube ich eh nicht, dass es die Menschen in 4 Milliarden Jahren noch gibt.
    Und es tut mir leid, wenn du dich so fühlst, als würden wir dich als Trottel darstellen, aber entschuldige mal, dass schaffst du ganz allein. Jetzt darfst du wütend auf uns sein, Mitleid mit meiner Einfältigkeit haben, oder die andere Wange hinhalten; ganz wie es dir beliebt. Peace!
    (P.s. ich möchte mich trotzdem für diese äußerst anregende Unterhaltung bedanken und ich freue mich immer auf friedliche und kommunikationsfreudige Gläubige zu treffen, die sich ernsthaft mit “Ungläubigen- der Hölle geweihten” unterhalten)

  • susealiaspaul schreibt am 22. November 2010 um 23:49

    tja, da sind wir uns am ende ja verflixt einig.
    Den Dank geb ich gerne zurück!
    Liebe und Frieden.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 22. November 2010 um 23:50

    Hehe, ich lege einen drauf, könnte man das jetzt ein “vernünftiges” Gespräch nennen? :-)

  • PETerchen schreibt am 23. November 2010 um 00:36

    Da es sehr zivilisiert verlaufen ist und für scheinbar alle Seiten in irgendeiner Form bereichernd war, würde ich sagen, Ja.
    Allerdings ist es wohl nie wirklich vernünftig, solche Diskussionen anzuzetteln, da es immer zu Auseinandersetzungen führt, aber diese müssen ja nicht immer schlecht sein, von daher…
    Ich würde zu gerne mal meine ganzen Diskussionen sammeln und vielleicht irgendwann veröffentlichen. Hätte jemand was dagegen, falls ich das irgendwann mal tun sollte?

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