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Sick Sad World: Videoüberwachung, aber so richtig!

Von Daniel • 15.01.2011

sick sad world

Seit dem Gesetzespaket Loppsi2 heißt Videoüberwachung in Frankreich Videoschutz („vidéoprotection“). Um ein gutes Beispiel zu sein, will Paris bis 2012 die Zahl der Kameras im öffentlichen Raum von 293 auf insgesamt 1302 erhöhen, ihre Einwohner also wirklich richtig schützen.
Laut Figaro sollen zudem 13.000 öffentliche und private Kameras vernetzt werden. Big Brother wäre stolz. Nachdem dann eine Liste der zukünftigen Kamerastandorte veröffentlicht wurde, hat die Nachrichtenplattform Owni eine Karte der Überwachungskameras erstellt.

Du solltest aber nicht annehmen, dass das ein amüsanter Spleen der Franzosen ist, die ja auch so einen Quark wie die Three-Strikes-Regel toll finden. Eine ähnliche Karte gibt es z.B. auch von Hannover, wo sich 500 Überwachungskameras auf 300 Metern wiederfinden. Einige davon sind von Geschäften oder Banken, andere wiederum von der Polizei und gerade die sind besonders bedenklich. Viele Polizei-Kameras auf öffentlichen Plätzen sollen über starke Zooms verfügen und seien rundum schwenkbar, so dass damit theoretisch auch Privatwohnungen ausgespäht werden könnten.

Ironisch dabei ist, dass Videoüberwachung eher ineffektiv ist, was bereits 2008 eine Studie von Scotland Yard und ein französischer Bericht von 2009 aufzeigten.

Any Vandals? Nope.
Foto via Diese Stadt

[via vasistas]



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