Gibt es denn nichts Wichtigeres?

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Ich hab mich hier die Tage zum Thema eher wieder bedeckt gehalten. Insbesondere weil ich eigentlich die Prüfung der Uni Bayreuth abwarten will. Doch aufgrund einiger Diskussionen in den letzten Tagen möchte ich doch diesen Artikel bei der FAZ hervorheben:

„Das führt zur Frage, ob es denn nichts Wichtigeres gibt als Fußnotenschwindel und akademische Unehrlichkeit. Selbstverständlich gibt es Wichtigeres. Es gibt auch Wichtigeres als Steuerhinterziehung, Fahren im angetrunkenen Zustand, das Heraustelefonieren von Lustmädchen aus Untersuchungsgefängnissen durch Ministerpräsidenten, Vulgarität und was nicht noch alles. Soll man darum nicht mehr sagen dürfen, worum es sich handelt? Hier um Täuschung großen Stils, um Unehrlichkeit also.“

Und so werden aus „abstrusen“ Vorwürfen „gravierende handwerkliche Fehler“, die sogar zur Bitte führen den Doktortitel zurückzunehmen. Das alles ist natürlich kein Schuldeingeständnis. Und es stellt sich lediglich die Frage wie die Uni Bayreuth und Doktorvater Peter Häberle mit dem Schaden umgehen wollen den ihnen ihr prominenter „Absolvent“ zugefügt hat.

„In der mir abgesprochenen Demut entschuldige ich mich bei allen, die ich verletzt habe“, sagte Guttenberg gestern und meinte damit bestimmt die, die seinem akademischen Werk vertrauten. Die Uni ist zur Prüfung auf jeden Fall verpflichtet.

    2 Kommentare:

  • Lu schreibt am 22. Februar 2011 um 09:19

    Zum Betrügen gehören ja immer zwei. Ich frage mich also, was mit dem Herrn Doktorvater der Uni Buy-Reuth passiert, der Guttenberg ein summa cum laude unter sein Diss geschrieben hat. Ist doch unfassbar, dass über sowas überhaupt nicht geredet wird.

    Abgesehen davon soll Guttenberg endlich gehen, dieses aalartige Winden und sich Festklammern ist fast schon so peinlich, wie das Gutenberggespann selbst.

    Ansonsten – gute Seite! :)

  • Münchner schreibt am 24. Februar 2011 um 09:29

    Es gibt viel wichtigere Themen als der Plagiat-Vorwurf zu Guttenbergs. Man kann ja keine Zeitung lesen, kein Radio hören, kein TV sehen, ohne mit der so genannten „Schandtat“ zu Guttenbergs konfrontiert zu werden. Das geht einem schon ganz schön auf den Keks.

    Immer feste druff auf den Mann und weiter so. Vielleicht findet man ja noch einiges … . Typisch deutsch. Manchmal schäme ich mich schon, deutscher zu sein.

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