Der Busenfreund – Ein Portrait der Einsamkeit
Bei arte gibt es gerade “Den Busenfreund” zu sehen. Eine Dokumentation Ein TV-Film (siehe Kommentare) über René Rupnik, 50jähriger Mathematiker, der mit seiner Mutter zusammenlebt und eine imaginäre platonische Liebesbeziehung mit Senta Berger führt. Der Film ist unglaublich intesiv, erschreckend und lässt einen mit mehr Fragen zurück als er beantwortet. In melancholischen Bildern und ohne jeglichen Kommentar komponiert Regisseur Ulrich Seidel ein schonungsloses Portrait der Einsamkeit, das in einem selbst die unbestimmte Angst aufsteigen lässt selbst alleine zu sein und an vielen Stellen erschrickt.







3 Kommentare »
puh hart.
ob seidl den rupnik wirklich nicht bloßstellet, wie die rezension behauptet – also da bin ich mir nicht so socher.
Ja, die Frage ist berechtigt. Aber es stimmt schon, dass Rupnik ein Selbstdarsteller zu sein scheint und auch einen nicht zu unterschätzenden Narzissmus mit sich bringt.
Klugscheißerkommentar: Es ist ja eine der vielen Stärken von Seidls Filmen, dass ihre scheinbare Authentizität etwas sind “wo man oft als Zuschauer gar nicht weiß, ist das jetzt erfunden oder ist es wirklich”. Improvisierte Fiktion mit Laiendarstellern kann manchmal eben ‘Dokumentationen’ schaffen, die echter als das Leben sind. Spitzenmäßiger Film.
(Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=sULcSUZIYeo)