3 Kommentare

Der Busenfreund – Ein Portrait der Einsamkeit

Von Daniel • 21.05.2011

Bei arte gibt es gerade “Den Busenfreund” zu sehen. Eine Dokumentation Ein TV-Film (siehe Kommentare) über René Rupnik, 50jähriger Mathematiker, der mit seiner Mutter zusammenlebt und eine imaginäre platonische Liebesbeziehung mit Senta Berger führt. Der Film ist unglaublich intesiv, erschreckend und lässt einen mit mehr Fragen zurück als er beantwortet. In melancholischen Bildern und ohne jeglichen Kommentar komponiert Regisseur Ulrich Seidel ein schonungsloses Portrait der Einsamkeit, das in einem selbst die unbestimmte Angst aufsteigen lässt selbst alleine zu sein und an vielen Stellen erschrickt.

Empfohlen dazu sei diese Rezension, die es ganz gut trifft.



    3 Kommentare »

  • TheGurkenkaiser schreibt am 21. Mai 2011 um 21:31

    puh hart.
    ob seidl den rupnik wirklich nicht bloßstellet, wie die rezension behauptet – also da bin ich mir nicht so socher.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 21. Mai 2011 um 21:36

    Ja, die Frage ist berechtigt. Aber es stimmt schon, dass Rupnik ein Selbstdarsteller zu sein scheint und auch einen nicht zu unterschätzenden Narzissmus mit sich bringt.

  • WEALLSCREAMFORICECREAM schreibt am 23. Mai 2011 um 00:49

    Klugscheißerkommentar: Es ist ja eine der vielen Stärken von Seidls Filmen, dass ihre scheinbare Authentizität etwas sind “wo man oft als Zuschauer gar nicht weiß, ist das jetzt erfunden oder ist es wirklich”. Improvisierte Fiktion mit Laiendarstellern kann manchmal eben ‘Dokumentationen’ schaffen, die echter als das Leben sind. Spitzenmäßiger Film.
    (Siehe: http://www.youtube.com/watch?v=sULcSUZIYeo)

Dein Kommentar:

Kommentarfeed zu diesem Artikel via RSS abonnieren.

Aktuelle Posts

Spenden statt wegwerfen – Wie französische Supermärkte mit Lebensmitteln umgehen sollen

Die französische Nationalversammlung will mit einer neuen gesetzlichen Regelung die Verschwendung von Lebensmitteln reduzieren. Große Supermärkte werden dann verpflichtet nicht verkaufte...

Du bist viel mehr wert!

(via antiprodukt)

Kaput – Thomas Venker & Linus Volkmann im Interview

Kaput ist ein Magazin für Insolvenz & Pop. Dahinter stecken Thomas Venker und Linus Volkmann, die lange Zeit das Intro-Magazin prägten. Direkt zum Start legte kaput famose Interviews vor. So...

Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle – Barbara hat jetzt ein Buch

Durch die Blogpause bin ich spät dran. Ihr kennt bestimmt Barbara, sie macht durch clevere Street Art und Sprüche im Netz auf sich aufmerksam. Ich hab mich immer gescheut die Sachen zu posten, aber...