Psychopathen an der Börse?

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Ihr habt es bestimmt mitbekommen. Die Universität St. Gallen hat Aktienhändler und Psychopathen verglichen mit einem (gar nicht so) überraschenden Ergebnis. Aktienhändler seien absolute Fucker:

„Statt sachlich und nüchtern auf den höchsten Profit hinzuarbeiten, ‚ging es den Händlern vor allem darum, mehr zu bekommen als ihr Gegenspieler. Und sie brachten viel Energie auf, diesen zu schädigen‘.“

Genauer gesagt ist es wahrscheinlich bald eine Beleidigung jemanden als Aktienhändler zu bezeichenen. Schließlich agieren Psychopathen weniger rücksichtslos und manipulativ. Übrigens, 6% aller Menschen werden genetisch bedingt als Psychopathen geboren.

So eine Sensation ist das allerdings absolut gar nicht. Professor Robert D. Hare, der durch seine Checkliste zur Psychopathie bekannt wurde und eine der führenden Instanzen auf dem Gebiet der Psychopathie ist, betonte schon früher, dass er seine Studien lieber an der Börse hätte durchführen sollen.
So u.a. auch in seinem 2007 erschienenen Buch „Menschenschinder oder Manager: Psychopathen bei der Arbeit“

In other News: Gestern besetzten in den USA abermals mehrere Organisationen die Wall Street um auf gesellschaftliche Missstände in den USA und die Schuld der Banken an der Finanzkrise aufmerksam zu machen. Dabei kam es wie bereits zuvor zu unverhältnismäßigen Gewaltanwendungen. Mehr zu der Aktion erfährst Du bei SpOn. Und hier gibt es einige Bilder und Videos von gestern.
Neben anderen Organisationen sind auch Anonymous beteiligt.

    6 Kommentare:

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 25. September 2011 um 17:40

    Wer jetzt entfolgt ist Aktienhändler :-P

  • reiner tiroch schreibt am 25. September 2011 um 18:20

    Solche Trottel findet man auch überall in der politik.

  • Horst schreibt am 25. September 2011 um 19:42

    Jeder wird eine mehr oder weniger plausible Beschreibung seines Jobs und seiner Aufgaben machen können — sollte er danach gefragt werden. Ob das Aktienhändler auch können? Ich glaube das nicht. Können sie es, müssten sie sich selbst einweisen lassen. Und das passiert ja leider nicht – noch nicht.

  • Maiklonthenet schreibt am 26. September 2011 um 09:53

    Überrascht doch eigentlich niemanden, oder?

  • Nir schreibt am 26. September 2011 um 19:12

    Hast du eine Quelle für das mit den 6% genetisch bedingten Psychopathen? Würd mich mal interessieren…

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 26. September 2011 um 19:17

    @Nir Die Dokumentation „Ich bin ein Psychopath“ von Ian Walker. Kam mal beim Themenabend „Psychopathen“ auf arte.

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