Das Fest des Huhnes – Völkerschau mal umgekehrt

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Wie würde das aussehen, wenn die uns doch (eher) vertrauten Gebräuche und Sitten in Oberösterreich im Stile einer exotischen Völkerschau präsentiert werden?

„Das Fest des Huhnes ist ein 1992 von Walter Wippersberg inszenierter, dem Genre des Mockumentary zuzurechnender österreichischer Film. Es handelt sich hierbei um eine Produktion des ORF-Landesstudio Oberösterreich für die Sendung Kunst-Stücke.
Die Sitten und Gebräuche der in Oberösterreich ansässigen ‚Ureinwohner‘ werden von schwarzafrikanischen Forschungsreisenden im Stil europäischer Forschungsreisender beschrieben. Sie stoßen dabei auf völlig neue Kulturphänomene. Wippersberg dreht dabei im Sinne von ‚Weißsein‘ das von europäischen Forschern angewandte Forschungsprinzip, zuerst ethnologische Studien zu betreiben und das dann in Form eines Dokumentarfilmes der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, um.

Der Name des Films rührt daher, dass die schwarzafrikanischen Forscher die Entdeckung machen müssen, dass die Kirchen leer sind, die Menschen sich jedoch in Zelten zusammenfinden und gelbliche Flüssigkeit literweise in sich aufnehmen, dazu hauptsächlich Hühner essen und anschließend dann kollektiv den Vogerltanz aufführen. Sie ziehen daraus den Schluss, dass das Lamm als Opfersymbol vom Huhn abgelöst wurde.“

(via hgn)

    2 Kommentare:

  • daMax schreibt am 13. November 2011 um 18:52

    Das ist sooo witzig. Wir haben uns gestern abend köstlich amüsiert. Naja… ziemlich viel Ernstes steckt da ja schon auch drin. I love it.

  • Vorlaut Boy schreibt am 17. November 2011 um 00:55

    Wird im Kurs „Quantitave und Qualitative Methoden der Datenerhebung“ an der Uni Potsdam in jedem (!) Semester gezeigt, um zu zeigen wie Vorurteile entstehen (wie auch der Film/Experiment „Blue Eyes“)

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