Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Guttenberg für 21.000 Euro

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Ging soeben an die Staatsanwaltschaft Hof raus.
Denn ich darf ja auch dumm und eitel sein…

„Sehr geehrte Staatsanwaltschaft Hof,
ich habe mit großem Bedauern erfahren, dass das Verfahren gegen den mutmaßlichen Urheberrechtsverletzer KT zu Guttenberg gegen eine Zahlung von 20.000 Euro an die Deutsche Kinderkrebshilfe eingestellt wurde.

Im Interesse einer möglichst schnellen Aufklärung unabhängig finanzieller Privilegien frage ich mit vollen Ernst, ob es möglich wäre das Verfahren gegen eine Zahlung von 21.000 Euro an die Deutsche Kinderkrebshilfe wieder aufzunehmen.
Sollten Sie dieser Möglichkeit zustimmen wäre es meine Aufgabe dieses Geld durch Spenden einzutreiben. Daher werde ich diesen Schriftverkehr veröffentlichen um möglichst viele Menschen zu erreichen.

Ich freue mich auf Ihre Antwort.
mit freundlichen Grüßen,
Daniel Decker“

(Tippfehler korrigiert!)

    39 Kommentare:

  • Jochen Meister via Facebook schreibt am 24. November 2011 um 16:17

    Mir gäbbet nix!

  • Benjamin Lorem-Ipsum via Facebook schreibt am 24. November 2011 um 17:20

    halt uns mal auf dem laufenden, vor allem auf die antwort bin ich gespannt.

  • Steve schreibt am 24. November 2011 um 17:55

    bin dabei, auch wenn es in wirklichkeit nur bei einem gedanken bleiben wird.

  • Okarola schreibt am 24. November 2011 um 17:57

    Ich werde ab heute abend dafür anschaffen gehen.

  • Martin Klicken schreibt am 24. November 2011 um 18:29

    Gibt hier schon einen Aufruf!
    http://de.spendenaufruf.wikia.com/wiki/Spendenaufruf_Wiki#Die_Spende
    1050 EUR sind schon drin.

    Martin Klicken
    https://twitter.com/#!/martinklicken

  • kerl schreibt am 24. November 2011 um 20:02

    lächerlich

  • Knelius Scaper via Facebook schreibt am 25. November 2011 um 00:40

    5€ von mir

  • Weltregierung schreibt am 25. November 2011 um 12:26

    MEGA!!!!!!!

  • Stefan schreibt am 25. November 2011 um 12:38

    Man müsste doch die 20k € in Relation zum Besitz/Einkommen des feinen Herrn setzen. Bei Geldstrafen wird ja auch ein Tagessatz angenommen. Sind dann überhaupt 21k € nötig?

  • Hackwar schreibt am 25. November 2011 um 12:52

    Ich würd auch 20 Euro dafür raushauen. Bei Erfolg bitte bei mir melden, Mailadresse haste ja jetzt.

  • Tim schreibt am 25. November 2011 um 13:05

    Wenn Du schon einen solchen Brief schreibst, dann bitte mit richtiger Kommasetzung. Das ist ja grauenvoll zu lesen -.-

  • Patrick schreibt am 25. November 2011 um 13:06

    Wichtig wäre im Artikel nicht auf Urheberrecht sondern auf Betrug abzuheben. Er hat sich durch Betrug einen akadem. Titel erschlichen und ist aufgeflogen. Urheberrecht steht da nur in der zweiten Reihe denke ich. Weiter hat er die gesamte Öffentlichkeit solange belogen, bis es nicht mehr haltbar war.

  • Stefan schreibt am 25. November 2011 um 13:10

    Sehr schöne Idee! Bin dabei!

  • Frank M. schreibt am 25. November 2011 um 13:19

    albern. Hier geht es doch nur um die Person und nicht mehr um die Sache.
    Wollen wir das in Zukunft mit jedem Musik-Raubkopierer so machen, der mit einem blauen Auge davon kommt?

  • milenskaya schreibt am 25. November 2011 um 13:54

    @frank m. richtig. guttenberg hat keine musik raubkopiert, sondern das werk anderer als sein eigenes ausgegeben. das sind zwei komplett verschieden strafttaten. guttenberg hat einen schwerwiegenden betrug begangen. würden solche aktionen wie die von daniel öfter statt finden, wenn sich wiedermal eine persönlichkeit freikauft, würde es die staatsanwaltschaft nicht mehr wagen diese „persönlichkeiten“ nur mit einem „blauen Auge“ davon kommen zu lassen.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 25. November 2011 um 13:58

    Kinners, wer nicht rafft, dass das nen Witz ist, dem kann ich auch nicht helfen. Natürlich ärgert mich das, natürlich mag ich Guttenberg nicht, aber das ist ganz offensichtlich doch nicht so ernst gemeint wie einige von Euch das hier nehmen.

    Sollte sich die Staatsanwaltschaft dennoch darauf einlassen, würde ich es aber weiter verfolgen :-D

  • Michael schreibt am 25. November 2011 um 14:33

    Ist Guttenberg überhaupt das Problem?

    Wieviel an Fördergeldern hat die Uni denn kassiert für solche Gefälligkeits-Dokturhüte?

    Meines Wissens sind 30% aller Doktorarbeiten genauso zu kritisieren wie die von Guttenberg (laut einer offizielle Statistik einer Uni, die Doktorarbeiten systematisch auf Plagiate überprüft).

    Wo liegt also wirklich das Problem? Meiner Ansicht nach bei den Unis, die die Doktorarbeiten nicht überprüfen.

    Angenommen Guttenberg kann wirklich aus dem politischen Betrieb entfernt werden? Reicht das? Genügt es nur Politiker zu überprüfen? Meiner Meinung nach nein. Nehmen wir mal das Gesundheitssystem, seine Fehldiagnosen und Kunstfehler.

    Meiner Ansicht nach ist das Problem ein Bestandteil des Systems(Fördergelder werden gegen Doktorhüte getauscht) und Guttenberg ist nur das Symptom.

    Wovon leben Unis? Wie finanzieren sie sich? Findet ein verdeckter Handel mit Doktorhüten statt? Das sind die Fragen, die ich wichtig finde. Nicht Guttenberg oder andere Typen, die glauben sich mit einem Doktorhut Wichtigkeit verschaffen zu können.

  • Martin Klicken schreibt am 25. November 2011 um 15:08

    Ich zitiere hier mal aus der Seite: http://de.spendenaufruf.wikia.com/wiki/Spendenaufruf_Wiki

    Ja, vielleicht hat es keinen Effekt auf die Staatsanwaltschaft. Aber es ist doch ein deutliches Signal der Bürger, was das „öffentliche Interesse“ angeht bei einem, der so dreist und wild geklaut hat, wie man es sonst kaum kennt. Der außerdem Vorbildfunktion für das ganze Land hat und viele Menschen z.B. bei der Bundeswehr unter sich hatte.

    Hier das Zitat:
    „Es ist ein Spendenaufruf. Vielleicht unmoralisch aber er soll als Zeichen funktionieren. Unmoralisch ist nämlich auch, eine gemeinnützige Organisation, die Kinderkrebshilfe, zur Reinwaschung eines Betrügers ohne Schuldeingeständnis, zur unfreiwilligen Komplizenschaft in einem narzisstischen Ablasshandel zu zwingen. Ein Konzept aus einer Parallelgesellschaft, einer entrückten Welt: jeder und alles hat einen Preis. Man kann sich über alle Werte hinwegsetzen, und es später aus der Portokasse begleichen. Das widert mich an.“

    Also – selbst wenn man nicht an den Erfolg glaubt. Jeder kann ja in sich gehen und überlegen, was er bereit wäre zu spenden, wenn die Staatsanwaltschaft Hof das Verfahren wieder aufnähme bzw. die Kinderkrebsstiftung sagen würde: „Nein, wir sind zwar auf Spenden angewiesen, aber wir möchten nicht für einen Ablasshandel instrumentalisiert werden.“
    Was nicht geht. Klar. Aber es muss ja nicht immer alles logisch sein.

    Grüße
    Martin Klicken

  • andi schreibt am 25. November 2011 um 15:23

    bekommt KTzG dann auch ne spendenquittung, die dann in seine steuererklärung einfließen lassen kann?

  • blickwerfer schreibt am 25. November 2011 um 15:29

    Wo liegt das Problem eigentlich? Guttenberg hat 20.000 Euro für einen guten Zweck gespendet. Damit ist die Sache vom Tisch. Er hätte in einem etwaigen Strafverfahren wohl kaum eine höhere Strafe bekommen. Der Eintrag im Führungszeugnis wäre nach ein paar Jahren wieder gelöscht worden. Er hätte es sich auch ganz gut leisten können, das auszusitzen.

    Außerdem besagt die Einstellung des Verfahrens gegen Geldauflage nicht, dass die Urheber der Text-Passagen nicht zivilrechtlich gegen Guttenberg vorgehen können. Das teuerste an der Sache steht ihm vermutlich noch bevor. Würde das Verfahren wieder aufgenommen werden und du bekommst die 21.000€ nicht zusammen, dann bekommt die Kinderkrebshilfe vermutlich gar nichts oder viel weniger. Dann würde sich die Frage stellen, ob du damit schlafen könntest ;)

  • stiller schreibt am 25. November 2011 um 15:30

    Ausgezeichnet! :)

  • Leens schreibt am 25. November 2011 um 16:02

    Eine 100% berechtigte Frage.

  • Sebastian schreibt am 25. November 2011 um 16:32

    Setzt duch dich mit derselben Energie auch dafür ein, daß Frau Koch-Mehrin endlich ihren Sitz im Europaparlament aufgeben muß?
    Wenn ja find ichs ne gute Sache. Wenn nein – na, dann ists lächerlich.

  • rauskucker schreibt am 25. November 2011 um 16:37

    Haste den Brief schon abgeschickt? Sonst könnteste da vielleicht noch anfragen, ob sie eigentlich gegen den Grafen auch wegen Mordes ermitteln. Bzw., warum sie das nicht tun. Schließlich gibt es seit Januar keinerlei Lebenszeichen vom Ghostwriter.

  • Frau Hippe schreibt am 25. November 2011 um 18:32

    Ich persönlich finde Geldstrafen allgemein irgendwie seltsam. Ne weiße Weste sollte man nicht erkaufen können.
    Auf die Fortsetzung hier bin ich jedenfalls enorm gespannt.

  • Thorsten schreibt am 25. November 2011 um 18:40

    ich bin auch mit 5€ dabei

  • Anonymous schreibt am 25. November 2011 um 20:39

    Ihr Spinner!!! Da kann man mal froh sein das es einen Politiker gibt der was zum positiven änder kann und möchte aber ihr hackt nur auf ihn herum. Meine güte es gibt so viele Urheberrechtsverletzungen in Arbeiten, da müsste man dann jeden dran nehmen. Aber nein man nimmt einen Politiker, den viele nicht leiden können weil er was bewegt.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 25. November 2011 um 21:06

    @Anonymous Was hat er bewegt?

  • Rumpstipumpsti schreibt am 25. November 2011 um 21:28

    Zumindest seinen Hintern vom Ministersessel, wenn auch mit leichter Verspätung.

  • Christian schreibt am 25. November 2011 um 22:26

    Aiffige Aktion hier. Bin kein Guttenberg-Verteidiger, aber seid doch mit 20.000 an eine wohltätige Organisation zufrieden.

  • Lodda schreibt am 25. November 2011 um 23:41

    IHR SEID DOCH ALLE NUR NEIDISCH AUF GUTTENBERG!

    (Feuer frei :D)

  • Alex schreibt am 26. November 2011 um 01:04

    Es gibt in meinen Augen nichts, was das Verhalten des KT rechtfertigen kann. Vor allem: wie hoch sollte denn der Betrag sein, der einen so dreisten Betrug vergessen macht? Das ist mit Geld doch nicht wieder herzustellen! Wie kann man jemanden ernst nehmen, der derart scham- und taktlos lügt, blendet und irgendwie doch auch viele Menschen verhöhnt. Dadurch, das er sich als die Integrität in Person inszeniert hat, hat er dem Ganzen doch erst noch das Sahnehäubchen aufgesetzt, schon vergessen?

    @ Sebastian: Wieso lächerlich? Und warum so persönlich? Silvia Koch-Mehrin ist zwar auch nicht gerade so wirklich ehrlich, aber den Zusammenhang mit dieser grandiosen Guttenzweck-Initiative hier kann ich nicht nachvollziehen…wenn man nichts gegen die Eine sagt, darf man auch nichts gegen den Anderen sagen?… Bei Dir war beim letzten Mal popeln wohl auch Gehirn dabei, bruda…

  • humpty schreibt am 26. November 2011 um 23:37

    Ich persönlcih finde die Aktion gut.
    Nicht bloß weil Guttenberg ein Betrüger ist und ich ihn nicht leiden kann.

    Viel schlimmer finde ich die Tatsache, dass hier einfach ziemlich unverholen die Rechtstaatlichkeit untergraben wird.
    Ich könnte es mir nciht leisten 20.000 Euro zu spenden um mein Verfahren einstellen zu lassen. Für Guttenberg sind das Peanuts.
    Das bedeutet im Endeffekt, dass man nichts zu befürchten hat, wenn man genug Geld hat. Die Gleichheit aller vor dem Gesetz ist damit meiner Meinung nach schlicht und ergreifend unterhöhlt worden.
    Allein deswegen fände ich es gut, wenn die Anklage wieder aufgenommen wird.

  • Emilia Bound schreibt am 27. November 2011 um 04:52

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe nun eine zeitlang stumm mitgelesen und bin echt erstaunt über die hier entstandene Diskussion. Ich habe den Beitrag durch Zufall gelesen und fand ihn einfach super! Und zwar im Sinne einer gelungenen Satire. – Natürlich ist das Anliegen an sich, aus juristischer Sicht, Unsinn. Aber ich gehe davon aus, das das Kotzende Einhorn diese Form gewählt hat, um das Nachdenken über die Sache und ihre Auswirkung anzuregen.

    Soweit mein kleiner Brocken für die Gemeinde….

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 27. November 2011 um 09:54

    @Emilia Bound Danke! Ja, so ist es gemeint. Wäre das eine „Aktion“ oder ein wirkliches Anliegen, gäbe es ein Kickstarter-Projekt oder einen Spenden Button, oder oder… Das Briefchen ist polemisch, dumm und eitel. Also ehhh guttenbergesk. Mehr nicht.

  • aurora schreibt am 28. November 2011 um 00:30

    @daniel: Du dich nicht kleiner machen muss. Viele Politiker seien korrupt oder falsch. Aber offensichtlich einige Deutschen (z.B. Herr Anonymus) mögten solche Menschen.

  • aurora schreibt am 28. November 2011 um 00:51

    @christian: Sie seien aber für eine kleine Summe zu kaufen! Was Sie sich selbst Wert sind? :vendetta:

  • SuperStrubbs schreibt am 29. November 2011 um 22:57

    Heute in der SZ zitiert, wobei ich das Gefühl hatte die werten Redakteure habe es in den falschen Hals bekommen. Auf jeden Fall gelungene Satire. Ich mags ;)

  • Frank Wolff schreibt am 1. Dezember 2011 um 11:39

    http://www.krebshilfe.de/krebshilfe-spenden.html

    Hier kann jeder direkt Spenden, wozu warten?

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