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Deutsche Bank gegen das Zentrum für politische Schönheit und die Schuld

Von Daniel • 16.12.2011

Das Zentrum für politische Schönheit wurde mir von meinem Mitbewohner nahe gelegt. Ich kam noch nicht wirklich dazu mich damit auseinanderzusetzen. Seit kurzem geistert der Film „Schuld“ durch einige Blogs und die Deutsche Bank fühlt sich diffarmiert. Jetzt will sie das Filmchen zensieren:

„Die Deutsche Bank hat angekündigt, Strafantrag wegen Verletzung des § 201 StGB zu stellen und den Film per 19.12.2011 zu verbieten. Der Leiter der Rechtsabteilung der Deutschen Bank fordert mit Schreiben vom 14. Dezember 2011, ‚die weitere Verbreitung und Vorführung des Interviews von Herrn Hartmann in dem Film zu unterlassen.‘ Die Deutsche Bank behauptet, der Pressesprecher habe ein ‚vertrauliches Hintergrundgespräch zu Ihrer persönlichen Information‘ geführt, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei. Der Kameramann des Films, Firas Sabbagh, erklärt: ‚Der Deutschen Bank ist peinlich, was ihr Pressesprecher gegenüber dem Zentrum für Politische Schönheit öffentlich erklärt hat. Frank Hartmann wurde darüber aufgeklärt, dass das Gespräch aufgezeichnet wird.‘ – Auch die CSR-Abteilung der Deutschen Bank, aufgescheucht von der Passage, die nicht so recht ins Bild sozialer Verantwortung passen will, bot Gespräche an. Jetzt droht die Bank, sich an der Freiheit der Kunst zu schaffen zu machen.“

Die betreffende Stelle beginnt ab Minute 6:20:

Die Ironie ist doch dabei, dass Medienprofis noch nicht gelernt haben wie man in solchen Fällen damit umgehen kann. Das Vorgehen sorgt lediglich für den berühmten Streisand-Effekt. Aber wie wäre ein korrekter Umgang mit ungeliebten Aussagen im Netz?
Und wie pfiffig ist das denn bitte Kunst und Politik miteinander zu verknüpfen und sich dann auf die Freiheit der Kunst zu berufen? Ziemlich, oder?

(via metronaut)



3 Trackbacks »

    2 Kommentare »

  • hamsterrad schreibt am 18. Dezember 2011 um 08:10

    shitstorm auf deutsche bank facebook und schon rudern sie zurück. es wird wohl nun doch nichts unternommen. abgesehen davon ist schon lustig anzusehen, wie dort reagiert wird.

  • Juliane schreibt am 18. Dezember 2011 um 19:53

    Ja, das haben die Künstler gut angestellt.
    Danke.

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