Fight #ACTA: So war’s in Berlin

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Óccupy in Berlin

Heute war also der große StoppACTA-Aktionstag in ganz Europa. Obwohl Deutschland das Handelsabkommen vorerst nicht unterschreiben will begaben sich Tausende auf die Straße. Mit gutem Grund, eine Aussetzung heißt ja noch lange nicht, dass das Abkommen gekippt wird. Also ein Singal setzen und zeigen, dass man sich nicht alles gefallen lässt.

Ich war in Berlin dabei. Um 13 Uhr ging es wie schon damals bei der Occupy-Demo im letzten Jahr vom Neptunbrunnen am Alexanderplatz los. Allerdings war die Route eine andere. Und auch das Publikum. Im Gegensatz zu Occupy waren die Demonstranten deutlich weniger und vor allem jünger. Schade, denn das ACTA-Abkommen betrifft nicht nur das Internet. Aber gerade dort wurden die Meisten mobilisiert, was man auch sehen konnte: Sprüche und Schilder, die sich auf Memes bezogen, Guy Fawkes-Masken zu Hauf und gar Pacman samt Geister waren im Zug zu sehen.

Laut Polizei waren es dann aber doch ca. 2000 Menschen die sich friedlich gegen ACTA zusammentaten, andere Zahlen sprachen von 4400 was mir realistischer erscheint. Die Veranstalter sprachen gar von 10000 Menschen. Und genau da muss man der Netzgemeinde ein Kompliment machen. Den Kampf schon verloren? Die heutigen Demonstrationen haben gezeigt, dass sich eine Protestkultur, die ihren Ursprung nicht nur im Netz, sondern auch bei Netzthemen sieht, auf die Straße zu übertragen ist. Challenge accepted!

Da Milena wieder mit an Bord war gibt es auch feines Fotomaterial unter CC-Lizenz, hier eine Auswahl. Mehr bei ihrem Flickr. Die letzten beiden stammen von mir.

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