4 Kommentare

Re:publica 2012 – Revolution Action

Von Daniel • 03.05.2012

Von den vielen Panels, die ich mir bisher tatsächlich auf der diesjährigen Re:publica ansah blieben bisher vor allem zwei im Gedächtnis hängen. Zum einen “Wie man die Welt verändert” mit Jonas Westphal Alvar Freude vom AK Zensur und Sonja Schünemann vom ZDF-Hauptstadtstudio.
Der andere Beitrag war “Digitale Gesellschaft e.V. – Was war. Was werden wird.” von Markus Beckedahl und Lavina Steiner. Gemein war beiden Vorträgen dei Frage wie man politischen Widerstand im Web überträgt.

Während bei Westphal, der auch zur Digitalen Gesellschaft gehört, über mögliche Lösungen (s.u.) diskutiert wurde, war der Hauptvortrag der Digitalen Gesellschaft mit ihren Kampagnen natürlich bereits weiter. Doch eines wird klar. Um Ziele zu erreichen muss man das Web selbstverständlich verlassen. From Clicktivsm zu Activism ist da natürlich ein klassischer Slogan. Proteste wie die gegen ACTA haben gezeigt, dass ein Übertrag auf die Straße durchaus möglich ist. Doch es geht auch im Kleineren. Ein schönes Projekt, welches Lavina vorstellte, war “Adoptier Deinen Abgeordneten”.

Personen werden Pate und werden von der Digitalen Gesellschaft sozusagen einem Abgeordneten vermittelt, den sie dann in netzpolitischen Themen betreuen. D.h. in direkten Kontakt mit ihm treten und das Gespräch suchen. Natürlich mit dem Ziel die eigene Position ihnen näher zu bringen zu Themen wie ACTA oder der Vorratsdatenspeicherung.

Auch der AK Zensur berichtete gestern, dass man die Effektivität eines direkten Gespräches mit einem Abgeordneten nicht unterschützen sollte und vor allem die Kontaktaufnahme einfacher ist als man sich das vorstellen mag.
Wie man mit einem Abgeordneten ins Gespräch tritt hat die Digitale Gesellschaft hier beispielhaft skizziert. Und besonders das Patenprojekt gefällt mir ausgesprochen gut.

Ich persönlich finde auch, dass man das Prinzip nicht nur auf netzpolitische Themen übertragen sollte. Es gibt ja genug anderes, wo sich Politiker eigentlich einschalten müssten. Mein letzter Kontaktversuch war zum Thema der “Homosexuellen Propaganda” in Russland. Okay, Formbrief hingeschickt. Formbrief zurück bekommen. Wohlmöglich lag aber genau darin der Fehler.

Und so wünsch ich mir manchmal einen übergreifenden Verein nach dem Vorbild der digitalen Gesellschaft. Einfach weil man selbst so oft ja gar nicht weiß was man tun kann und in seiner Ohnmacht dann eben ein Blog macht und rumkotzt.

Apropos rumkotzen. Ich hab ja jetzt länger nichts mehr über ACTA und Co. hier geschrieben. Aber das Thema ist, wie viele von Euch bestimmt wissen, noch nicht vom Tisch und deswegen geht es am 9. Juni wieder auf die Straße. Beckedahl zeigte in seinem Beitrag folgendes Video, was ich echt schön fand. Gleich in die Kinderfalle getappt, aber das ist halt auch echt moving.

Wir sehen uns dann da und derweil mach ich mir mal gedanke ob und wie man das Rumgerante sinnvoll nutzen kann. Wobei – und das sagte ich auch bei Westphal – ich Populismus, Polemik und eine gewisse Aggressivität durchaus angebracht finde. Weitere Ansätze findest Du in dem Foto da unten. Denn es ist schon so, dass man ab und an mit lautem Geschrei eben doch die Leute erreicht und vielleicht einen ersten Anreiz generiert sich mit einem Thema zu beschäftigen und aktiv zu werden.

Lösungsvorschläge

Aber seien wir ehrlich, das überschätze ich dann wohl doch ein wenig. Whatever. Geht weiter.



2 Trackbacks »

    2 Kommentare »

  • daMax schreibt am 5. Mai 2012 um 09:13

    Ich glaube, die Dame heißt Lavinia und nicht Lanina ;)

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 5. Mai 2012 um 10:28

    Oh Sorry, das kommt davon wenn man sich nicht die Zeit nimmt und meint alles von der Messe aus zu bloggen ;)

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