Das Ende von Twin Peaks kam abrupt aber berechtigt. Zu Spät haben die Macher erkannt, dass sie den Faden verloren. Als sie ihn mit der Story um Agent Coopers Nemesis Windom Earle wieder aufnahmen war es schon zu spät. Statt sich auf die starken Charaktere zu konzentrieren kamen neue hinzu und eben so viele Nebenschauplätze. Was sollte zum Beispiel der ganze Shit um James Hurley bei Evelyn Marsh?! Total Boring. Auch John Justice Wheeler als Audreys Love Interest war unbrauchbar.
Einzig Annie Blackburn war eine Bereicherung. Und das Finale war dann tatsächlich eine der Folgen die an die alte Größe heranreichen konnten. Doch wie wäre es weiter gegangen? David Lynch plante u.a. ein Spin Off um Audrey Horne, die Twin Peaks verlässt um in Hollywood Schauspielerin zu werden. Aus der Idee wurde später der Pilotfilm Mullholland Drive, der wiederum später zum Kinofilm mutierte.
Der Twitter-Account Twin Peaks Season 3 spinnt die Story weiter und schließt da an wo die Serie beendet wurde. Das ist natürlich schrecklich albern. Macht aber genau deswegen Spaß. Hier die Highlights:
Großartigst schlecht recherchiert: Frost/Lynch haben nicht etwa den Faden verloren, sondern wurden vom Sender gezwungen, den Mörder bekannt zu geben. Ab dem Moment war die Serie dahin, was Frost/Lynch wussten, und darauf mit absurden dramaturgischen Maßnahmen reagierten.
Nach Bekanntmachung des Mörders haben die Autoren den Faden verloren. Außerdem ist das keine Recherche, sondern eine Meinung. Und ja, klar wollten weder Frost noch Lynch den Mörder bekannt geben, aber die Orientierungslosigkeit der Folgen danach war ja nicht nur dem geschuldet…
Und die Serie wollten sowhl Frost als auch Lynch die beide zwischendrinn mit anderen Projekten (Wild at Heart z.B.) beschäftigt waren weiterführen. Deshalb das Cliffhanger-Ende und später der Kinofilm.
Die Bekanntgabe des Mörders hat das komplette Konzept der Serie zerstört. Natürlich kann man noch ein paar adrette Figuren machen, nachdem man beim Sprung den Fallschirm verloren hat, aber es kann nur im Bauchklatscher enden.
Kotzendes Einhorn ist ein Blog für Liebe (Öpve), Kultur und Revolution in Zeiten der Lethargie. Es wurde im Dezember 2009 von Daniel Decker gestartet und sieht sich als offizieller Blog des Einhornismus (aka Einhornism) an. Oder so...
7 Kommentare »
Großartigst schlecht recherchiert: Frost/Lynch haben nicht etwa den Faden verloren, sondern wurden vom Sender gezwungen, den Mörder bekannt zu geben. Ab dem Moment war die Serie dahin, was Frost/Lynch wussten, und darauf mit absurden dramaturgischen Maßnahmen reagierten.
“Charaktere” übrigens mit “ö” wie in “Tomate”.
Nach Bekanntmachung des Mörders haben die Autoren den Faden verloren. Außerdem ist das keine Recherche, sondern eine Meinung. Und ja, klar wollten weder Frost noch Lynch den Mörder bekannt geben, aber die Orientierungslosigkeit der Folgen danach war ja nicht nur dem geschuldet…
Und die Serie wollten sowhl Frost als auch Lynch die beide zwischendrinn mit anderen Projekten (Wild at Heart z.B.) beschäftigt waren weiterführen. Deshalb das Cliffhanger-Ende und später der Kinofilm.
Die Bekanntgabe des Mörders hat das komplette Konzept der Serie zerstört. Natürlich kann man noch ein paar adrette Figuren machen, nachdem man beim Sprung den Fallschirm verloren hat, aber es kann nur im Bauchklatscher enden.
Der Vorwurf, die Macher hätten “den Faden verloren”, fruchtet also nicht, sondern ist vielmehr dem Sender zuzuschreiben.
(Sorry – bin eigentlich nicht so haarspalterisch, aber es geht hier immerhin um meine Lieblingsserie. ;-) )
Na dann zählen wir einfach ABC auch zu den Machern. Zufrieden? ;)
Nein! ABC sind die Kaputt-Macher! ;-)