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Sick Sad World: Commerzbank – Erst retten lassen, dann Kuchen essen

Von Daniel • 07.06.2012

Sick Sad World

Herrlich. Und da wundert man sich noch über Antikapitalismus, Blockupy & Co.?! Die Commerzbank war ja 2009 nach Übernahme der Dresdner Bank während der Finanzkrise ordentlich ins Schleudern geraten. Ein Rettungsplan musste her. Teilverstaatlichung. 18,2 Milliarden Euro ließ sich die Bundesregierung den Spaß kosten. Aber auch die Banker mussten Opfer bringen. Der damalige Bundesfinanzminister Peer Steinbrück legte fest, dass Vorstände von Banken die auf Staatshilfe angewiesen sind lediglich mickrige 500.000 Euro Jahresgehalt kassieren dürften. Zu Recht fand man das bei der Commerzbank unerträglich. Schließlich riss man sich die letzten Jahre den Arsch auf und schaffte es sogar, dass die Ratingagentur Moody’s die Benotung der Bank um eine Stufe auf „A3“ senkte. Mit Ausblick auf eine weitere Herabstufung.

Da ist es imho vollkommen berechtigt, dass Martin Blessing – Vorstandsvorsitzender der Commerzbank – sein Jahresgehalt von besagten 500.000 auf 1,3 Millionen Euro erhöhen lässt. Um satte 160 Prozent also. Dabei hat die Bank bisher nur einen Bruchteil der Zinsen der Rettungshilfe gezaht. Traurige kranke Welt.

(Danke für den Hinweis Julian!)



Ein Trackback »

    2 Kommentare »

  • Nina Weazel via Facebook schreibt am 7. Juni 2012 um 11:15

    *peanuts, die bank zahlt alles!“

  • GoaGoaZwerg schreibt am 7. Juni 2012 um 19:08

    Inflation halt. Herr Blessing hat auch ein Recht, sein Einkommen an das gestiegene Preisniveau anzupassen. Soll er verarmen oder was?

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