Verändern Bronies das gängige Bild von Maskulinität?

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„You might assume that the animated TV series ‚My Little Pony: Friendship Is Magic‘ is for little girls, but Bronies would beg to differ. Bronies are adult men who sincerely LOVE the show, and aren’t afraid to admit it. Many people are baffled, even angered, by Brony culture. With their unabashed appreciation for ‚My Little Pony‘, Bronies are challenging our perception of gender roles, which may be more fluid than previously thought!“

My little Pony glänzt durch Anspielungen auf Geek-Culture von Star Wars bis hin zu Discordianismus, so bleibt es eben nicht nur eine Sendung „for little girls“. Grundsätzlich glaube ich aber, dass Bronies – also Jungs die auf My Little Pony stehen – sowieso nicht gängige Geschlechterrollenklischees bevorzugen. Also eigentlich Preaching to the Converted. Oder wie seht ihr das?

(via i heart chaos)

    8 Kommentare:

  • Peter Spector via Facebook schreibt am 11. Juni 2012 um 14:27

    männer, die sich kinderserien ansehen gibts doch ohne ende. entweder weltkrieg oder infantiler quatsch, so sind wir drauf.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 11. Juni 2012 um 14:32

    Notiert: „Kinderserie im Weltkrieg“ – könnte großer Erfolg werden. Potentieller Sender: N24 – Klaauer wie Bombenidee vermeiden!

  • Boundary schreibt am 11. Juni 2012 um 16:05

    und nicht nur die ganzen Kinderserien, auch Kinderhörspiele etc. sind immer noch bei vielen Männern beliebt. Auch wenn die über-Machos sowas ungern zugeben wollen.

  • huulululu schreibt am 12. Juni 2012 um 00:04

    Also ich find diesen Bronitrend beknackt, allerdings nicht weil ich mich in meiner Maskulinität angegriffen fühle, sondern aus anderen Gründen. Es zwar sein, dass die Existenz von Bronies Geschlechterstereotypen in Frage stellt, aber das nur nebenbei und völlig unbeabsichtigt. Für mich ist „friendship is magic“ vor allem Basis für eskapistische Fantasien und Ersatzrealitäten. Wow, man hilft also Hasbro oder welcher Konzern auch immer dieses geschmacklose Spielzeug vertreibt, eine weitere Zielgruppe zu erschließen und das ist ja soooo ein wichtiger Schritt für die Gleichheit der Geschlechter…

    Und abgesehen davon ist diese Serie gnadenlos hirnverbrannt! Wie kann man sich nur diesen Scheiß geben? Da nimmt der Begriff Zeitverschwendung eine ganz neue Dimension an! Wenn wir tatsächlich nichts besseres mit unserer Zeit anzufangen wissen dann sehe ich schwarz für die Zukunft der Jugendkultur…

  • Boundary schreibt am 12. Juni 2012 um 11:00

    @huulululu: ich finde ja lustig wie unvermittelt und doch als vermeintliches Kampfwort hier Ersatzrealität verwendet wird. Sonst findet man das ja nur bei vorherrschenden Machtstrukturen, die sich durch eine neue mediale Bewegung in Gefahr sehen.
    Angefangen kurz als der Buchdruck und damit unflätige Zoten und Pornographie massenweise unters Volk kamen über die Leiden des jungen Werther bis hin zu WoW. Immer kam dieser Vorwurf.
    Sei es nun der Tatort/mlp, das ‚gute Buch’™ vorm Schlafengehen oder Theateraufführungen, das sind alles Ersatzrealitäten. Waren es schon immer und werden es auch immer bleiben – wo ist da also das Verwerfliche? Nirgends.
    Und oh Ironie, du nutzt das Internet. DIE fleischgewordene Ersatzrealität.
    Im übrigen beherbergt auch jede Jugendkultur ihren eigenen Anteil an Ersatzrealitäten. Um diese zu trauern sowie dann gleichzeitig diesen innewohnenden und essentiellen Aspekt zu verteufeln ist doch schon etwas ignorant.

    Ansonsten: Haters gonna hate. Nur weil ich Feuchtgebiete/Twielight/Harry Potter/StarWars/X-Men/etc. nicht mag laufe ich ja auch nicht dagegen Sturm und bezeichne es als hirnverbrannt, *pls insert Fäkalausdruck* oder neue Dimension der Zeitverschwendung.
    Bronies gotta love and tolerate the shit out of you. Was soll an so einer Botschaft denn so schlimm sein? ^^

    btw. lege ich mal hier die im Clip erwähnte „Brony-Study“ (http://www.bronystudy.com/) wirklich ans Herz. Die erklärt nämlich so ganz nebenbei auch welche Zielgruppe Bronies wirklich repräsentieren.

  • huulululu schreibt am 14. Juni 2012 um 00:59

    Hab nie was gegen Ersatzrealitäten gesagt, jeder braucht mal ne Pause. Mir geht es hier um Stil… diese bunte, fluffige Perversion einer kleine-Mädchen-Fantasie ist nichts als kommerzielle Scheiße mit der man gezielt heile Welt Fantasien einsetzt um den Zuschauer einzulullen. Und dieser Fankult ist moderne Götzenverehrung, wie das Otakutum. Hier drin steckt keine Botschaft, und wenn dann ist es eine leere Hülle mit der man nach Geld fischt. Schmeiß lieber mal ne Pille und geh tanzen, dann weißt du was echte Liebe ist. Das einzige was uns das Bronitum zeigt, ist was für ein Haufen Waschlappen wir geworden sind, die Angst haben sich festzulegen, Risiken einzugehen, Fehler zu machen, Konfrontationen bestehen oder kurz: Sich dem Leben stellen. Malboro hat letztens eine großartige Werbung gemacht: „Don’t be a maybe.“
    Und damit haben sie meiner Meinung nach genau die Essenz unserer Generation getroffen.

    Ponys verdammt noch mal… wie alt seid ihr? 7? Wenn das eure Vorstellung von einer guten Welt ist, wieso gebt ihr euch nicht gleich ne Lobotomie und verbringt den Rest eures Lebens sabbernd in einem Schaukelstuhl während ihr euch von euren Müttern mit Kartofelbrei füttern lasst und dabei Kinderfernsehen guckt?

    Man kann natürlich auch einfach Scheiße produzieren und dann sagen „Durr, die Welt ist nur noch nicht bereit dafür, guck dir an wie rückwärtsgekehrt sie alle sind, in 50 Jahren wird man darüber lachen.“
    Oder man guckt sich einfach mal all die anderen großen Hirnfürze der Geschichte an, über die man nur deswegen nicht in den Geschichtsbüchern schreibt weil sie rückblickend einfach so gottverdammt dämlich wirken dass man sich kaum vorstellen kann dass jemand ernsthaft von ihrem Wert überzeugt war.

    Echte Lehren fürs Leben lernt man nur aus eben diesem und nicht aus einer Zeichntrickserie in der >>>sprechende Ponys<<< die Hauptrolle spielen.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 14. Juni 2012 um 02:48

    huulululu schrieb diesen Kommentar auf einer Seite namens „Kotzendes Einhorn“ *kch kch*

    „Echte Lehren fürs Leben lernt man nur aus eben diesem…“ und aus Malboro-Werbung und Parties auf den man Pillen schmeißt. Richtig?

  • Boundary schreibt am 14. Juni 2012 um 03:32

    Ahja, Pillen einwerfen ist also ‚echte Liebe‘ *hüstel*

    Der Kontext in dem du es verwendest sagt allerdings schon aus, dass es dir gegen Ersatzrealitäten geht. Denn diese wäre MLP vor allem. Jetzt soll es plötzlich vor allem um Stil gehen. Also entscheide dich bitte einfach was denn nun wirklich dein Hauptkritikpunkt sein soll.

    Hachja, die ‚Götzenverehrung’…da fällt mir so vieles ein was elendig vermarktet wird und einen Rattenschwanz an Fanboytum hinter sich her zieht (von Band über Filme bis zum Duracelhasen). Insofern ein ziemlich schwaches Argument, da es dir ja nur darum zu gehen scheint, warum ausgerechnet ‚SO ETWAS!!!11elf‘ gemocht wird. Zumal sich das wenigste bei Bronies im Merchandise, als mehr in Fanart, Fanfics, Videos und Community darlegt (StarTrek anyone?).
    Oder um mal wieder die Leiden des jungen Werther aufzugreifen: du würdest als Archetyp genau so gut in die damalige Zeit passen zu all den biederen Personen, die eine Verderbung der Jugend wegen diesem Buch angeprangert haben.

    Ansonsten wird so praktisch alles, was du der Serie an ‚Charakterschwächen‘ ankreidest (keine Konfliktfähigkeit, keine Risiken, etc.) schon durch den Inhalt der Serie selbst widerlegt. Nur dazu müsste man es sich einfach mal anschauen. Von daher wirst du diese Widerlegung auch nie erfahren.

    Es sind Ponys, na und? Anthropomorphische Trickfiguren fanden seit den ersten Disneyfilmen bei Jung und Alt anklang. Einfach aus der simplen Tradition der Fabeln heraus.
    Wieso wetterst du also nicht im gleichen Zuge gegen diese Ente mit ihrer Hosenaversion? Oder gegen die Fabel vom Löwen und der Maus?
    Ich sehe da keinerlei Unterschied, da es ihn faktisch nicht gibt – denn nur das Gewand ist ein anderes.

    Was das alles mit einer Lobotomie zu tun haben soll will sich mir nicht erschließen. Genau so wenig wo die inhaltliche Aussagekraft dessen sein soll. Allerdings befinde ich mich auch nicht durch kleine bunte Pillchen auf halbem Weg zum Zustand „sabbernd in einem Schaukelstuhl“, wie du es ja als Mittel für ‚wahre Liebe‘ propagierst.

    Also gibt es; außer dass es dir nicht gefällt, für ‚wahre Liebe‘ Pillen bevorzugst und eine Aversion gegen Ponys hast; keinen wirklich stichhaltigen Grund. Außer dass du vielleicht einfach etwas (pls insert Fäkalausdruck) scheiße finden musst um dich nicht mit etwas auseinander zu setzen, das womöglich an deinem Selbstbild kratzen könnte. Der Großteil besteht schließlich aus inhaltslosen Rants, mehr nicht.

    Wenn man es nur aus dem Leben lernt und nicht aus anderen Quellen dann heißt das ja auch, dass Kinder erst dann lernen nicht zu Fremden ins Auto zu steigen, wenn sie schon entführt wurden und tot sind. Nicht weil ihre Eltern es ihnen erzählt haben oder es sonst wie vermittelt bekommen. Denn das ist schließlich die letzte logische Konsequenz deiner Aussage.
    Interessanter Ansatz ;)

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