22 Kommentare

Wir machen eine Imagekampagne für die GEMA

Von Daniel • 28.06.2012

GEMA Kampagne Musik ist uns was wert

Wie so viele Blogger bilde ich mir ja ein von allem Ahnung zu haben. So auch über die GEMA, weil ich mal ein Label betrieb und weil ich Musik mache und überhaupt. Das offensichtlichste Problem der GEMA ist allerdings, dass sie mit ihrem Image zu kämpfen haben. Oder wie es Twitterer Jörg Heidrich vor zwei Tagen schrieb:

Keine Ahnung was der Anlass für Heidrich für den Tweet war. Die Klage der GEMA gegen die Musikpiraten e.V.?! Oder doch die Feststellung der großen Medien, dass es sich bei der GEMA um eine Timokratie handle?! Whatever – die Verwertungsgesellschaft hat ein Problem. Ihre Außenwahrnehmung versuchte sie zu retten indem sie eine groß angelegte Kampagne dieses Jahr an den Start brachte. Am 17. April startete “Musik ist uns was wert” und schlitterte sofort in die Bedeutungslosigkeit. Gema-Mitglieder sagen wie toll sie den Verein finden. Top Idee, nicht! Und auch manches Plakat der Aktion wirkt eher wie eine Drohung. “Ohne Textdichter gäbe es keinen 12. Mann” steht da auf einem Plakat mit Fußballfans. Der gemeine Bürger mag sich da jetzt fragen, ob der Verein nun auch Fangesänge berechnen will. Tarifreform und Negativpublicity machten Bettina Müller, Leiterin der Direktion Marketing & Kommunikation bei der GEMA, einen Strich durch die Rechnung.

Doch es geht auch anders. Es geht auch besser. Ich will der GEMA helfen und ihnen zeigen wie gute Kampagnen aussehen könnten. Ihnen aufzeigen wie das funktionieren könnte und wie man nicht zielischer ins nächste Fettnäpfchen tritt. Dafür brauche ich Eure Hilfe. Wir machen eine Imagekampagne für die GEMA. Nicht weil wir sie so super duper finden und Reformierungsbedarf sehen, sondern einfach nur um zu zeigen, dass man sich nicht zwangsweise so dämlich anstellen muss. Das es anders ginge, besser, kreativer… All das unter dem Motto “Und wieder eine Idee, die die GEMA nicht hatte”.

Und wenn die GEMA dann eine der hier vorgestellten Kampagnen mag, nunja, dann kommt natürlich der Urheberrechstanspruch zu gelten. Schade, denn sie hätten es bitter nötig.

Ich stelle hier in Zukunft also Eure Einsendungen vor. Bitte spart Euch die Häme, hier sollen ernstgemeinte Kampagnen und Cases vorgestellt werden die das Image der Verwertungsgesellschaft wirklich verbessern können. Einfach an einhorn@kotzendes-einhorn.de schicken! Profis sind natürlich gerne dazu eingeladen!



2 Trackbacks »

    20 Kommentare »

  • Matze Schmidt via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:37

    vor ungefähr 20 Minuten hatte ich genau diesen Gedanken, dass jemand, der sich damit auskennt, mal die PR für die Gema übernehmen sollte

  • Mandy Raasch via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:38

    Warum??

  • elmarto schreibt am 28. Juni 2012 um 17:39

    Kein handbreit Boden den Fasch… ääääh ich mein der GEMA!

    Solln die sich ihre werbung doch selber machen, sind ja eh alle Künstler und Kreativen bei denen dabei, oder?

    Kackverein.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:40

    Mandy Raasch Wie warum?

  • Kay Jay via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:41

    Wie wärs mit dem Slogan: Dinosaurs must die! ?

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:41

    Kay Jay Mach ein Plakat uns reich es ein ;)

  • Mandy Raasch via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:44

    Ich mein ja nur… Werbung kann auch nicht zaubern. ;)

  • Manuel Sambs via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:53

    Warum zum Teufel sollten wir diesem völlig veralteten und überflüssigen Dinosaurier helfen wollen?

  • Ti_Leo schreibt am 28. Juni 2012 um 17:54

    Ähm, nein. Es gibt Grenzen. Für die GEMA gibt’s kein Marketing. Abwarten, aber ich sage vorher, dass die Resonanz eher niedrig sein wird. Was sicherlich daran liegt, dass alle furchtbar unkreativ sind, die nicht GEMA-Mitglied sind.

    LG Ti

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 17:55

    Manuel Sambs Weil Du den satrischen Unterton der Aktion erkannnt… ohhhh ehhh nein.

  • Kay Jay via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 18:54

    Naja bin kein Grafiker, aber die Idee war eh geklaut: http://www.youtube.com/watch?v=1G3dzddZ6WE

  • Maik schreibt am 28. Juni 2012 um 19:12

    Ich habe gerade lange hin- und herüberlegt. Mir fällt einfach nichts ein.

    Aber hey, das “Nichts” veröffentliche ich gern auch unter CC. Dafür gibt’s das doch oder? Wenn etwas nicht gut genug für den Mainstream ist, kloppt der Künstler es umsonst raus?! Dann darf natürlich leider die GEMA nicht mehr ran, weil sie ja strikt gegen die Creative-Commons-Ideologie sind. Nur klagen werden sie wohl doch. Ist ja nicht nur ein mal vorgekommen, dass sie unrechtmäßig Geld wollen.

    Aber gut, Peter beiseite, Ernst kann sprechen.. Ich glaube nicht, dass die GEMA zu unseren Lebzeiten noch etwas vernünftiges auf die Beine stellt, wofür man dann auch Werbung machen könnte, ohne zu Lügen. Da wird sie wohl eher von der Bald-Nicht-Mehr-Monopolstellung wegen des C3S und dem daraus (theoretisch) resultierenden Verlust des Generalverdachts eingeholt. Oderso.

  • Elias schreibt am 28. Juni 2012 um 19:19

    Endlich mal eine Aktion nach meinem Herzen, mit der ich mich erfolgreich von Wichtigerem abhalten konnte. Mail ist unterwegs. (Meine beiden Entwürfe sind aber “schnell hingerotzt” und können deutlich verbessert werden. Aber ich bin ja auch kein Werber…)

  • Zapfenfred schreibt am 28. Juni 2012 um 20:48

    “Zukunft – nur ohne uns!”

    oder

    “Zukunft – nicht mit uns!”

  • Butterflythoughts schreibt am 28. Juni 2012 um 20:50

    Ich hab schon an anderer Stelle gesagt, die sollten ihre Pressestelle personalmäßig ausmisten. Oder der Pressesprecherin nochmal beibringen, wie das mit dem Beschwichtigen funktioniert. Die aktuelle Tarifreform ist ja nicht nur schlecht. Es gibt ja durchaus Unternehmen, die davon profitieren (ein Bekannter von mir hat ein Café, für ihn wird es günstiger. Auch, wenn man nur ab und zu Veranstaltungen abhält, wird es günstiger. Meine Werbekampagne für die GEMA würde genau das hervorheben.

    Oder ich würde Textdichter und Komponisten zeigen, die erst verzweifelt aussehen, weil sie überall ihre Werke geklaut und verwurschtelt sehen und dann kommt der GEMA-Mitarbeiter auf seinem weißen Einhorn geritten und rettet die Prinzessin. Ehm, oder so ähnlich!

  • Zapfenfred schreibt am 28. Juni 2012 um 21:01

    “Die Nacht ist ganz allein zum schlafen da – weniger Discolärm am Wochenende.”

    “Straßenfeste ohne Musik endlich mal entspannt genießen – dank der GEMA!”

    “GEMA. Wir tun was (gegen laute Musik)”

    “Endlich Ruhe! – Die GEMA”

  • Manuel Sambs via Facebook schreibt am 28. Juni 2012 um 21:43

    Denen will ich nichtmal satirisch “helfen”. Das drehen die sich nur wieder auch noch zurecht und halten sich dann für hipp.

  • Erich Zimmermann via Facebook schreibt am 29. Juni 2012 um 10:52

    Verkleidet euch als Love -Parade. Legt Peter Alexander und Co in den Kasettenrecorder und tragt Demo-Plakate “Ist diese Musik schützenswert ?

  • baniel schreibt am 4. Juli 2012 um 10:59

    Gemarianne Rosenberg

  • Simon schreibt am 9. August 2012 um 17:07

    Dein Ziel scheint klar. Aber wie wäre es denn dann mit einer CC Imagekampagne ??!? Wer, von denen die die GEMA verstanden hat wird der GEMA helfen um ihnen zu zeigen, wie schlecht sie ihre Arbeit machen…wie bescheuert muss man sein ?!?

    Ich reg mich schon wieder dermaßen auf. Wenn ich nur “GEMA” lese bin ich schon auf 180. Das hat physiologische Folgen…ich verklage die GEMA bald auf Schmerzensgeld!

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