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Das Problem heißt Rassismus – Auch 20 Jahre nach dem Pogrom von Rostock-Lichtenhagen

Von Daniel • 26.08.2012

Rostock-LichtenhagenGestern wurde dem Progrom von Rostock-Lichtenhagen gedacht. Vor 20 Jahren belagerten ein Mob aus Nazis und Rassisten fünf Tage lang die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber_innen und setzten diese mit Molotowcocktails in Brand. Neben einer offiziellen Gedenkfeier mit Joachim Gauck gab es auch eine weitere Demonstration unter dem Motto “Das Problem heißt Rassismus”. 5000-6500 Menschen zogen bereits gestern durch Rostock. Eine Demonstration, die Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) versuchte zu kriminalisieren. Aus Angst vor “linksextremistischen Übergriffen” war ein Großaufgebot der Polizei vor Ort. Caffier dazu:

“Es wird nicht passieren, dass wir zu wenige Einsatzkräfte haben. Da bin ich ein gebranntes Kind.”

Zwischenfälle gab es dennoch nicht. Bei den Rostocker Bürgern selbst wurde der antifaschistische Demonstrationszug angeblich beiläufig wahrgenommen. So berichtete zumindest die Zeit. Man wolle lieber den Opfern stiller gedenken. Wie auf der Veranstaltung mit Gauck. Eine deutsche Eiche pflanzen und so. So still wie eben auch der Faschismus geworden zu sein scheint. Der steht nicht mehr mit Brandsätzen vor den Häusern, ein beiläufiger Kommentar reicht.

“Heute immerhin bleiben die Nazis ziemlich unsichtbar. Bis auf einen jungen Glatzkopf, der beim Anblick des riesigen Polizeiaufgebots sagt: ‘Ach stimmt, heute kommen ja die Zecken.’”

Auch ein Video der Filmpiraten zeigt, dass die Xenophobie in Deutschland tief verwurzelt ist (Ab 00:45!):

Doch Du musst gar nicht die Leute auf der Straße befragen um diese Strukturen aufzudecken. Jasper von Altenbockum feiert das Progrom in der FAZ als Weckruf. In seinem Artikel jongliert er mit Extremismusbegriff und Leitkultur, dass es nur so scheppert und begräbt nachträglich den Multikulturalismus im Jahre 1992. Oder eben heute bei der Rede von Gauck. Der soll die Antifa mit Nazis gleichgesetzt haben während Bürger die Protestierenden angeblich mit Regenschirmen attackierten, ihre Schilder zerrissen und ihnen den Mund zuhielten.
Applaus Herr Präsident, solide Antwort auf die Kritik. Sie können sich zu Recht über das Stören der Veranstaltung aufregen, doch ob ein solcher Vergleich nötig gewesen wäre?! Wohl kaum!

Schließlich waren es Antifaschisten, die sich in Lichtenhagen gegen die Nazis stellten. Als Dank wurden 60 von ihnen festgenommen. Gerade in diesem Zusammenhang ist die Gleichsetzung ein absoluter Fail. Dies anschließende Video um ihnen vor Augen zu führen wo die Staatsmacht damals blieb, schließlich wusste Sie diese Frage nicht zu beantworten.

Dabei sollte sich Gauck seiner Verantwortung als Politiker durchaus bewusst sein. So sagt er selbst in seiner Rede, dass die Situation von Menschen geschaffen wurde. Die Politik trug Anfang der 90er nicht unerheblich zur Stimmung bei. So schreibt Patrick Gensing im Tagesschau-Blog:

“Veteranen der Neonazi-Szene berichten noch heute mit leuchtenden Augen über die Nachwendezeit, als sich die braunen Schlägerbanden zum Vollstrecker des ‘Volkswillens’ aufschwangen. Sie fühlten sich legitimiert von Politikern, die in aggressiver Wortwahl gegen Flüchtlinge zu Felde zogen. Bekanntestes Beispiel für diese politische Verantwortungslosigkeit dürfte Edmund Stoiber gewesen sein, der vor einer ‘durchrassten Gesellschaft’ sprach. Dem damaligen Bundesinnenminister Rudolf Seiters fiel bei einer Pressekonferenz während der Ausschreitungen in Lichtenhagen, bei denen der Mob Menschen verbrennen wollte, nichts Besseres ein, als über den angeblichen Missbrauch des Asylrechts zu klagen.”

Offensichtlich heißt das Problem nicht nur Rassismus, es heißt auch Faschismus. Und damit verbunden sich deutlich gegen diesen zu positionieren.

Setzte Gauck Antifa mit Nazis gleich?

Hat er oder hat er nicht? Die Kritik bezieht sich auf einen Teil seiner Rede, den er als direkte Reaktion auf die “Heuchler”-Rufe und das Ausrollen des “Rassimus tötet”-Transparent äußerte. Hier einige Stimmen zum Vorfall und zur Rede selbst:


Gauck vs. Antifa

Verglich der Bundespräsident Kritiker wirklich mit Nazis weil diese "Heuchler" riefen?! Hier einige Stimmen zum Vorfall und der Rede selbst.

Storified by Kotzendes Einhorn · Sun, Aug 26 2012 08:51:35

#Gauck setzt kritische Begleiter_innen seiner Rede,die Transpi mit "Rassismus tötet" trugen mit #Nazis gleich. #notmypresident #LichtenhagenKatharina König
Sinngemäßes Zitat #Gauck,mit dem er #Antifas,die "Rassismus tötet" Transpi trugen mit #Nazis gleichsetzt: #lichtenhagen http://pic.twitter.com/v6iAzIXaKatharina König
Was für ein Gedenken war das bitte? Bürger zerreißen "Rassismus tötet" Transpi, #Gauck setzt #Antifa mit #Nazis gleich #Lichtenhagen #fbKatharina König
#Gauck setzt in Rostock-#Lichtenhagen #Antifa mit #Nazis gleich. Mit Verlaub, Herr Präsident, … http://youtu.be/2RSsTMIyXAg #fail #pogromDIE LINKE. Berlin
Ein Freund, der mit ihm sprach sagt mir, #Gauck habe gedacht, es seien Nazis gewesen, die gestört haben. #LichtenhagenSteffen Bockhahn
allerdings wäre es auch ein Armutszeugnis, wenn #Gauck Antifas und Faschos nicht unterscheiden konnteDutschi✩Dutschino
Gauck setzt Nazis mit der Antifa gleich, spricht von den "Ostdeutschen" und pflanzt ne deutsche Eiche. Mhmm… ist das feinsinniger Zynismus?Michael Rudolph
Die linke Szene enthüllt: Gauck habe eine "deutsche Eiche" gepflanzt. Der Mann muss wahnsinnig geworden seinAndreas Kynast
Gauck nennt Antifas in seiner Rede "verwirrte Menschen" und setzt sie in der Tat mit Nazis gleich. Wurde gerade auf Phoenix gesendet.Frank
Die Ausfälle von Gauck gegen das Publlikum fehlen im SPON-Redemanuskript natürlich ganz! :DFrank
"wer sich den nazis in den weg stellt ist selber ein nazi" – hat das gauck tatsächlich so gesagt? oder nur so gemeint?siemers
Gute Rede von Gauck heute auf der Gedenkfeier in Rostock-Lichtenhagen. Endlich wieder ein BP mit klaren Statements gegen Rechts! #phoenixArndt_Klocke
Kann es sein, dass #Gauck’s spontan formulierte Beiträge in der in den Printmedien veröffentlichten Rede nicht enthalten sind?#RostockAnke Julie Martin
"Wir Ostdeutsche" – Herzlichen Glückwunsch, so schafft man natürlich 20 Jahre nach dem Mauerfall ein Einheitsgefühl. #gauck #lichtenhagenMarcus
Es muss mal wieder betont werden: Antifas haben vor 20 Jahren in #Lichtenhagen versucht, Leben zu retten. Polizei, Bürger und Gauck nicht.7h3linguist

In den Transkripten ist die entscheidende Stelle nicht zu finden, da es sich höchstwahrscheinlich um eine vorab an die Presse geschickte Abschrift handeln dürfte.

Unerwünschte Gäste

Zwei Mitgliedern des deutsch-afrikanischen Freundeskreises Daraja e. V., darunter Vorstandsmitglied Marouf Ali Yarou Issah, wurde der Einlass zur Gedenkveranstaltung der rassistischen Pogromen von vor 20 Jahren verwehrt – trotz offizieller Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt. Eine Begründung gab es nicht. Ob der Vorfall rassistisch motiviert war, ist diskutabel. Bei einer solchen Veranstaltung jedoch in jedem Fall eine Blamage.

AntiFa fällt die Deutsche Friedenseiche in Rostock-Lichtenhagen

Was für ne doofe Aktion. In der Nacht vom 28. auf den 29. August hat die AG antifaschistischer Fuchsschwanz die Sonntags gepflanzte Friedenseiche gefällt. In ihrem Bekennerschreiben heißt es:

“Denn dieses Symbol für Deutschtümelei und Militarismus ist für die Menschen, die 1992 dem Mob in Rostock-Lichtenhagen ausgesetzt waren, ein Schlag ins Gesicht.

Auch dass dieser Baum in der Zeit des Nationalsozialismus als sogenannte Hitlereiche gepflanzt wurde, macht ihn unvertretbar. Dass ausgerechnet Joachim Gauck, der Sarrazin einen mutigen Man nennt und der Meinung ist, dass das Wort Überfremdung legitim sei, auf einer der Veranstaltungen reden durfte, zeigt für uns wie fehlerhaft und falsch der momentane Ansatz einer offiziellen Aufarbeitung in Rostock ist.”

Auch wenn ich in dem Schreiben mit nahezu allen Punkten übereinstimme kann der Baum nichts dafür und ich glaube nicht, dass das Zeichen so ankommt wie es sollte.

Weiterlesen:
- Rassistischer Normalzustand bei der FAZ
- Unsere Heimat kommt nicht in braune Hände
- Der Fall der Eiche
- Demonstranten gedenken der Opfer rassistischer Gewalt



6 Trackbacks »

    21 Kommentare »

  • Marc Jäger via Facebook schreibt am 26. August 2012 um 17:04

    Ich finde es auch ätzend, dass Gauck das staatliche Versagen so sehr hervorhebt. Das staatliche Versagen hätte selbstverständlich Schlimmeres und eine Eskalation verhindern können. Der Staat hatte aber schon viel früher versagt: bei der Prävention. Wer noch stärker versagt hat, waren die Nazis und die “ganz normale Bevölkerung” von Rostock-Lichtenhagen. Es scheint wohl immer noch “Ost-Mentalität” zu sein, die Verantwortung immer bei “denen da oben” zu suchen, anstatt selbst einzusehen, dass die Hauptverantwortung für die Pogrome bei denen liegt, welche die Brandsätze warfen und denen, die diesen versuchten Mord auch noch beklatschten. Das Schlimme daran ist, dass die Pogrome im Sinne der Brandstifter “erfolgreich” waren und dass es tatsächlich keine Migranten in in Rostock-Lichtenhagen mehr gibt (heutiger Ausländeranteil: weniger als 1%). Und ganz offensichtlich sind die Pogrome auch ein Grund dafür, dass viele Westdeutsche diese Region meiden. Warum wirft man dort keine Brandsätze mehr auf Ausländer und Asylbewerber? Weil keine mehr dort sind. Dass Gauck die Antifa-Leute angreift, die die Opfer schützen wollten und sie mit den Tätern gleichstellt, macht mich darüber hinaus unglaublich wütend.

  • Emanon schreibt am 27. August 2012 um 09:58

    Und Gauck behauptet, dass der Hass, die Ablehnung und das Überschreiten der Schwelle zur Gewalt ihren kausalen Ursprung in der “Angst vor der Freiheit” hatten/haben.

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. In seinem Kopf glaubt er tatsächlich, dass die Rostocker durch die DDR derart in Unfreiheit gepresst wurden, dass die Freiheit nach der Wende ein derartiges Angstgefühl bei ihnen auslöste, für welches sie als Ventil dringend Brandanschläge auf Asylheime brauchten.

    Dieser Mensch ist nicht zum Aushalten. Er und sein undefinierter Freiheitsbegriff lassen mich wirklich meine Beherrschung verlieren. Sein Freiheitsbegriff geht über ein schlecht konturiertes “Ich kann machen was ich will” nicht hinaus. Dass Freiheit ohne Gerechtigkeit nicht möglich ist und kein anständiger Philosoph oder halbwegs logisch denkender Mensch wirklich behaupten würde, dass die Ostdeutschen geschlossen nach 1990 plötzlich Freiheit hatten, stört Gauck natürlich nicht. Und dass Übergriffe auf Migranten in der ganzen Welt und besonders in den an die angebliche Freiheit nun generationsübergreifend gewöhnten USA keine Seltenheit sind und man vermuten könnte, dass nicht Freiheit sondern Armut und Perspektivlosigkeit die Auslöser dafür sind, ficht ihn auch nicht an.

    Das Einzige, das er macht, ist Allgemeinplätzchen mit heißer Luft aufzubacken, die dann auch noch schwer zu schlucken sind.

  • Mario Hipster via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 18:47

    du meinst bestimmt ”Eine Gruppe von Antifaschisten und Antifaschistinnen” :D

  • Galumpine Yonder via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 18:56

    Denke auch, dass das jetzt von der falschen Seite ausgeschlachtet wird. Trotzdem besser als das Ding stehen zu lassen. Der Baum war von Beginn an als eine Provokation gegenüber allen Antifaschist_innen und Betroffenen von Rassismus gemeint. Das hat Herr Gauck deutlich gemacht. Und als solche musste das Ding weg. Danke an die Leute, die es gemacht haben.

  • Christopher Sprelzner via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 18:58

    fällt dir echt keine bessere kritik ein als den tod des baumes zu beklagen? machst du das auch wenn du dir auf dem klo den hintern abwischst?

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:07

    Christopher Sprelzner Jemine, so gereizt gleich? Wie im Blog steht, ich weiß redundant, aber ich denke, dass die Aktion nicht das erreicht was sie sollte. Ist das für Dich besser?

    Kann auch gerne ins Detail gehen. Diese Aktion wirkt aggressiv und bietet somit das Potential mal wieder das Klischee der gewaltbereiten linken Chaoten auf dem Silbertablett durch die Presse zu schwenken.

    P.S.: Wische mir meinen Hintern nie ab. Kommt alles in meine Kommentarantworten.

  • Christopher Sprelzner via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:24

    nochmal zur erinnerung: es wurde ein baum abgesägt. wenn das für dich gewalt ist, dann muss die forstwirtschaft ein hartes geschäft sein. dein beitrag zeigt eigentlich auch ganz gut die beschissenheit der berichterstattung auf: während sich bis auf ein paar leute im internet niemand dafür interessiert, dass die veranstaltung eine rassistische einlasspolitik betrieben hat, steht die sache mit dem baum morgen in jeder zeitung.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:26

    “Sachgewalt” und ja, hab ich total vergessen, dass ein Baum abgesägt wurde. Danke!

  • Christopher Sprelzner via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:32

    komm, gerade die beiden ereignisse nebeneinander verdeutlichen doch die ganze problematik. einen baum fällen ist für dich “sachgewalt”, rassistische einlasspolitik nicht mehr als eine “blamage” und der rassistische gehalt in jedem fall “diskutabel.”

  • Nilz Bokelberg via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:42

    Wenn das mit dem Baum so egal ist, warum wurde er denn dann überhaupt gefällt? Wem geht es denn da wieder auf biegen und brechen um Definitionsmacht, darum zu bestimmen, welcher Baum genehm ist? Den Opfern wohl kaum. Sondern ein paar Flöten die auf dem Rücken der Opfer bestimmen wollen, was gut ist und was nicht. Die Einlassgeschichte ist was ganz Anderes und ein himmelschreiender Skandal, zu dem ich aber leider noch keine andere Quelle gesehen und gehört habe, als das verlinkte Video. Da hätt ich gerne mehr. Wenn sich das verifiziert, dann kann der Hohn nicht größer sein. Das hat aber immernoch nix mit dem Baum zu tun. Den zu fällen war das denkbar dümmste und dämlichste Signal possible. Isso. Wenn sie einen anderen Baum dafür gepflanzt hätten, wär es 1000 Prozent anders angekommen. Aber dafür müsste man natürlich reflektieren können. Die Fähigkeit zweifel ich eher an. Die haben Nazis aber auch nicht.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:45

    Christopher Sprelzner Warum die Beiden von Daraja e. V. nicht eingelassen wurden kriegst Du erzählt. Und ich schließe ja nicht aus, dass das eine rassistische Einlasspolitik sein könnte. Aber ich mag den Spruch “In dubio pro reo” irgendwie ganz gerne. Eine Vorverurteilung wäre mir da zuwider, ich weiß das ist in manchen Fällen, gerade wenn es um so ne Kacke geht, schwer. Denn es ist wohl sehr wahrscheinlich, dass der Vorgang rassistisch motiviert war.

    Ich finde interessant, dass Du da eine vergleichende Wertung interpretierst. Bäume Fällen ganz schlimm und rassistische Einlasspolitik kann ja mal passieren. Wenn Du denkst, dass ich das wirklich so werte, dann weiß ich leider auch nichts mehr zu sagen…

    P.S.: da steht nicht, dass der rassistische gehalt “in jedem fall ‘diskutabel’” sei. Blamage ist wohl deutlich zu schwach als Wort, da gebe ich Dir recht.

  • Christopher Sprelzner via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:46

    und schon sind wir wieder bei rechts-links-gleichsetzung. super!

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:48

    Christopher Sprelzner Wundert mich nicht, wo Du Baumfällen und Einlasspolitik so wunderbar miteinander mischtest. Glückwunsch, hast Du gut gemacht!

  • Nilz Bokelberg via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:56

    Nö, ich setze gar nichts gleich. Ich zeige nur parallelen auf. Gewalt gegen Sachen wird mir immer deutlicher willkommen sein als Gewalt gegen Menschen. Schon alleine deswegen bin ich links. Aber Dummheit ist halt immer dummheit, egal von welcher Seite.

  • Nilz Bokelberg via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 19:59

    Ich finde das dämliche Aktionen den viel zu wichtigen Kampf gegen Rechts diskreditieren. Und das werde ich auch immer so artikulieren. Ganz einfach. Was meinst du wieviele Leute nach der Baumaktion und ihrer lächerlichen Begründung bereit sind zuzuhören? Hier ging es nur um den Fame im eigenen Lager. Schulterklopfen abholen. Saudämlich das die Sache darunter leiden muss.

  • Christopher Sprelzner via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 20:11

    @ einhorn: wer ist jetzt gereizt? : D ich will das garnicht vermischen, vll. hast du auch den beitrag nicht verstanden. ich wundere mich nur, dass baumfällen für dich gewalt, während rassistische einlasspolitik nur diskutabel, bzw. ne blamage ist. wenn du dir das video nämlich anschaust, dann wird ganz deutlich, dass die beiden menschen das als fremdenfeindlich und rassistisch aufgefasst haben. das ist erstmal ein wichtiger ansatzpunkt. und beim baumfällen bist du eben ganz schnell dabei das gewalt zu nennen. das ist paradigmatisch: während bei rassismus erstmal geprüft werden muss, ob es wirklich rassistisch ist, ist protest erstmal sofort gewalt. die aktion ist auch für mich keine sternstunde antirassistischer politik. aber sie zeigt halt auf merkwürdige weise rassistische diskurse auf. während sich nämlich in den nächsten tagen kein mensch für die rassistische einlasspolitik interessieren wird, schreibt morgen jede zeitung über die baumaktion.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 20:13

    Christopher Sprelzner Ich bin nicht gereizt. Und doch, ich habe Dich verstanden. Ich sag nur nicht, dass Du recht hast.

  • Christopher Sprelzner via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 20:17

    dito

  • Neo Realistin via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 20:35

    so ein unsinn! lasst den scheiss baum stehen,scheiss aktionismus,eine umbenennung haettmd gereicht.

  • MarKo Petersohn via Facebook schreibt am 29. August 2012 um 23:36

    fühle mich grad enorm an die volksfront von judäa erinnert. denn was haben uns die nazis gebracht? – eine friedenseiche – PAH frieden!

    wenn man bedenkt, dass der wald bei den nazis enorm hip war, müssen wir wohl langsam erkennen, dass nich der saure regen sein natürlicher feind ist, sondern die selbstgerechte antifa.

    trägt man als astreiner grüner jetzt buttons mit dem schriftzug “der baum mein freund – antifa nein danke”?

    danke liebe extremisten, egal ob links oder rechts ich fühl mich immer wieder wunderbar von euch und euren taten unterhalten. weiter so!

  • Juliane Zöllner via Facebook schreibt am 30. August 2012 um 09:07

    Wo ist denn der Nabu, wenn man ihn mal braucht?

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