Free Pussy Riot: Putin fordert milde Strafe

Pussy Riot

Vielleicht könnte dies eine Wende im Fall Pussy Riot bedeueten. Bei seinem Aufenthalt anlässlich der olymischen Spiele in London kritisierte Wladimir Putin die Aktion der Band und sprach sich dennoch für eine milde Strafe aus: “Ich denke, das Urteil sollte nicht zu hart ausfallen.”

Der Anwalt der Künstlerinnen bezeichntete Putins erstmaliges Einschalten als möglichen “Wendepunkt” in dem Verfahren, der die Position der Staatsanwaltschaft ändern könnte. Außerdem wertete er die Äußerungen Putins als Konzession an den Westen. Pünktlich zu Putins London-Aufenthalt erschien ein offener Brief von Pete Townshend, Jarvis Cocker und Neil Tennant in der “Times”:

“Eine andere Meinung zu haben, ist in jeder Demokratie ein Grundrecht.”

Einen ausführlicheren Bericht zu Putins Kommentar zu dem Fall findest Du bei SpOn. Er bashte nämlich auch ein wenig drauf los, dass man ja in Israel oder muslimischen Ländern viel schärfere Strafen bekäme.

Tja, das stelle man sich vor. Es gibt ja auch Länder wo mit Diktaturen gänzlich anders umgesprungen wird. Hab ich mal gehört.

Bombendrohung beim Prozess

Gestern musste der Prozess wegen einer Bombendrohung unterbrochen werden. Ein anonymer Anrufer sprach die Drohung aus. Damals sprach einer der Anwälte von Pussy Riot mit der Presse und ging noch davon aus, dass sich am Verlauf des Prozesses nichts mehr ändern würde.

Mehr zu Pussy Riot beim Einhorn

- Prozessbeginn – Interview mit Pussy Riot
- Free Pussy Riot – Für Meinungs- und Kunstfreiheit in Russland

Von: Daniel • Tags:

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