11 Kommentare

Was Scientology wirklich ist…

Von Daniel • 11.08.2012

Scientology Game

Also ganz ehrlich, das ist so lustig wie brilliant. Scientology als großes Multiplayer-Real-Life Rollenspiel. Um Level aufzusteigen musst Du zahlen. Endlose Level und Abenteuer. Und natürlich die Story über den Xenu-Mythos, den die Organisation ja gerne als negative PR darstellen mag. Das mit den “Unterdrückerischen Personen” mit denen Du dann ein “Fair Game” spielen darfst. Es gibt Organisationen wie die Sea Org, mit Uniformen und Rängen, etc.

Ron L. Hubbard hat “Pay To Play” noch vor den MMORPGs erfunden.

Dennoch fühle ich mich verpflichtet diesen Disclaimer hier dazu zu schreiben, die Auslegung sei Dir überlassen und hängt wohl davon ab, ob Du Scientologe bist oder nicht: Scientology ist KEIN Spiel! Gibt es eigentlich weitere Religionen bei denen Geld eine solche Rolle spielt? Weiterer Disclaimer: Scientology ist KEINE Religion. Sorry dafür…

(via reddit)



    11 Kommentare »

  • Hanna Ähmpunkt via Facebook schreibt am 11. August 2012 um 10:52

    Jetzt krieg ich Lust auf eine Runde Scientology

  • Boundary schreibt am 11. August 2012 um 11:58

    Eigentlich würde es ja eher in die Sparte ‘Play to Win’ fallen, wie so ziemlich jedes MMO, dass sich Free-to-Play schimpft.

  • Besserwisser schreibt am 11. August 2012 um 12:25

    Scientology ist keine Religion

  • Ann Teegen via Facebook schreibt am 11. August 2012 um 14:15

    Genial.

  • Jessica Ey via Facebook schreibt am 11. August 2012 um 16:55

    Mal abgesehen davon, dass ich $cientology nicht für eine Religion halte … es gibt da einen Sektenguru “Braco”, der is gelernter Ökonom und der steht immer nur still rum, “heilt” die Leute und sagt nichts. Der muss sich noch nicht mal wie die $cientologen mit Presse und Kritik rumschlagen weil er einfach nichts sagt und sein Geld verdient er u.a. mit einem kostenpflichtigen “Heilstream”. Und Hubbtard hat so viele Bücher schreiben müssen um mit seiner Sekte Geld zu verdienen. Aber als Computerspiel wäre $cientology bestimmt toll. Wird man dann auch von den “Squirrel-Busters” angegriffen? :D

  • X schreibt am 12. August 2012 um 00:19

    wieso ist scientology keine religion?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 12. August 2012 um 10:25

    @X Die Organisation hat zwar Religionsstatus in einigen Ländern, aber in Deutschland wird sie eher als Sekte betrachtet. Und dementsprechend beobachtet. Das ist ebenfalls in Frankreich der Fall. Auch der europäische Gerichtshof beschäftigte sich bereits mit dieser Frage.

    In den USA wurde der Religionsstatus in den 90ern durch ein geheimes Abkommen (sic!) mit der IRS (Bundessteuerbehörde) erlangt. Aber dort gibt es auch Kritiker, die meinen, dass es sich nicht um eine Anerkennung als Religion handle, sondern die Steuervorteile wegen des wohltätigen Aspektes der Organisation zugesprochen wurden.

  • X schreibt am 12. August 2012 um 23:34

    um etwas als “sekte” bezeichnen zu können, muss es etwas geben, wovon eine “sekte” abweicht, sprich einen mainstream. in deutschland sind das meistens die großkirchen, weshalb “sektenexperten” nahezu ausschließlich evangelische oder katholische theologen sind, womit klar sein dürfte, dass diese eine bestimmte linie vertreten.
    eigentlich wird “scientology” in deutschland immer als wirtschaftsunternehmen klassfiziert, womit sie nämlich die religionsfreiheit nicht mehr für sich in anspruch nehmen und außerdem nicht in den genuss staatliche leistungen kommen können. es wird so auch unmöglich für sie zu einer körperschaft des öffentlichen rechts zu werden, woran viele rechte und privilegien gekoppelt wären.

    in einem dokument des bundestags (http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2007/Rechtliche_Fragen_zu_Religions-_und_Weltanschauungsgemeinschaften.pdf) heißt es, dass eine gruppe nicht allein dadurch, dass sie sich selbst als religionsgeminschaft versteht, auch eine ist, sondern sie durch ihr “äußeres bild, geistigen inhalt und ihre religiösen handlungen” als solche erkennbar sein muss. da stellt sich die frage, wie genau das aussehen soll. so genau definiert der gesetzgeber das, meines wissens nach, nie.
    zu sagen es gäbe quasi eine innendarstellung (profit) und eine nach außen (religion) hält ich für höchstproblematisch, da es ein, auch aus anderen religionen, bekanntes diffamierungsargument ist.

    von dem abkommen habe ich noch nie gehört. es würde mich aber sehr interessieren da mal reinzulesen. hast du eine quelle dazu?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 13. August 2012 um 00:05

    Bisschen schwer, da rein zu lesen, wenn es “geheim” ist, oder?!
    Aber einige Quellen kann ich Dir nennen:

    New York Times
    Scientology vs. the IRS (Das hier soll angeblich das/ein Abkommen sein)
    Dies im direkten Zusammenhang damit!
    Und Wikipedia US

    Ich glaube nicht, dass (christliche) Theologie dabei eine Rolle spielt. So ist z.B. auch Ursula Caberta – dürftest Du bestimmt kennen – Diplom-Volkswirtin.

    In Italien, Spanien oder Portugal ist Scientology so weit ich mich entsinne als Religionsgemeinschaft anerkannt.

  • Qwert schreibt am 14. August 2012 um 10:21

    In Deutschland allein gibt es ungefähr 50 Gerichtsurteile, die sagen, dass Scientology und die Scientologen den Schutz von Art. 4 GG – Religionsfreiheit – haben.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 14. August 2012 um 11:25

    @Qwert Und dennoch gilt für Deutschland, dass der Status einer Religionsgemeinschaft im rechtlichen Sinne nicht abschließend geklärt ist.

    Auch der Bundestag sah Scientology 2007 nicht als Religions- bzw. Weltanschauungsgemeinschaft an. (Offizielles PDF)

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