Die Mädchenmannschaft wird 5 Jahre alt

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Die Mädchenmannschaft

Die Mädchenmannschaft wird 5 und feiert das im Haus der Kulturen mit Panels und Workshops sowie Musik. Ich könnte viel dazu erzählen, möchte aber vorwegschicken, dass für mich die Mädchenmannschaft als Informationsquelle genau so wichtig ist wie Netzpolitik. Ich kann mich den vorgetragenen Grußworten eigentlich nur anschließen und redundant werden. Ich wünsche die Zeit und Energie, dass nochmal 5 Jahre draus werden.

Auch wenn das Event gestern nicht so endete, wie es sich viele erhofften, war dies bis dahin ein wunderbarer Übertrag der Blogbubble auf die Realwelt. Aussteller von der Missy und Gazelle, über Ruby Tuesday, Inbetween Illustrations und viele mehr. Spontan baute sich im Gang auch noch eine Strickecke von Miss Rottenmeier auf.

Parallel zu den Veranstaltungen oben wurde das Publikum unten mit Musik von Calamity Jane, Ari und der enorm großartigen Phia unterhalten.

Oben gab es derweil Workshops, die meist für alle Genders geöffnet waren und vom Zine, über Streetart bis zum Programmieren gingen. Und ebenso Panels zur Mädchenmannschaft selbst und Themen wie dem gestern stattfindenden „Marsch des Lebens“ oder dem Slutwalk, der sich in Berlin einiger Kritik ausgesetzt sah.

Genau dort verließ die Veranstaltung auch das einträchtige Beisammensein. Uneinsichtig sahen sich die Veranstalter bzgl. des Blackfacings auf dem Walk und jammerten, dass man sofort mit der „Rassismus-Keule“ käme und ja auch „Terre des Femmes, die ja wohl über jeden Zweifel erhaben sein dürften“, die Aktion nicht bedenklich fanden. Die ganze Debatte sorgte dafür, dass Noah Sow ihr Konzert als Noiseaux kurzerhand absagte und ein spontanes Panel mit WOC veranstaltete. Gerade, weil in diesem Panel immer wieder betont wurde, dass man gar keinen Bock mehr habe sich erklären zu müssen ein bewundernswerter Schritt.

Und trotz aller Derailing-Vorwürfe und dem Unmut der dauernden Wiederholung braucht es genau diese Menschen, die sich eben immer wieder hinsetzen bzw. im übertragenen Sinne aufstehen. Danke dafür und meinen vollsten Respekt!

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P.S.: Wichtige Erkenntnis by the way. Sag mir ich solle zwei Minuten auf ein Kind aufpassen, es wird nach 5 Sekunden schon weinen und ich kann es kaum beruhigen :-(

P.P.S.: Vielen Dank an Helga, Michael, Fasel und Lucie für die Drinks hinterher!

    Ein Kommentar:

  • zuhayra schreibt am 24. September 2012 um 16:42

    Das ist kein blackfacing, das ist islamophobes „niqabfacing“. Schrecklich.

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