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Liebe sollte keine Grenzen kennen – Der Berliner Polizei ist das allerdings egal

Von Daniel • 29.10.2012

Liebe kennt keine Grenzen

Obigen Spruch schoss ich vor ein paar Tagen in Berlin. Ich wollte das einfach so online stellen. Nun hat das Bild aber eine neue Bedeutung bekommen. Seit dem 24.10. demonstrieren Flüchtlinge vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Der Spiegel dazu:

“Flüchtlinge und Asylbewerber sind aus Würzburg zu Fuß in die Hauptstadt gezogen, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Sie fordern legalen Aufenthalt, Zugang zum Arbeitsmarkt, die Abschaffung von Sammelunterkünften und der Residenzpflicht für Asylbewerber. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, sind einige der Flüchtlinge nach eigenen Angaben vor vier Tagen in Hungerstreik getreten.”

Auch eine offizielle Mitteilung gibt es:

“Wir, die hungerstreikenden Asylsuchenden am Brandenburger Tor sind auf der Strasse, obwohl die Polizei uns rassistisch behandelt. Wir haben unseren Hungerstreik am 24.10.2012 begonnen um unsere vier Ziele durchzusetzten. Aber nachdem wir einen Nacht im Regen ohne Zelt, Schlafsack und Isomatte geschlafen haben, sind wir heute am zweiten Tage unseres Hungerstreiks in einer schlechten Situation. Die Regierung in Form der Polizei setzt uns unter enormen Druck und versucht es unmöglich zu machen auf der Strasse zu bleiben. Wir, die Hungerstreikenden Asylsuchenden in Berlin, geben bekannt:
Es hat nicht heute oder gestern angefangen, wir sind seit 7 Monaten auf der Strasse und kämpfen mit all unserer Kraft für unsere Rechte. Unser Widerstand auf der Strasse wird weitergehen egal was passiert. Heute, am 25.10.2012, werden wir die zweite Nacht auf der Strasse verbringen und wir rufen all jende die unseren Kampf für die Rechte der Asylsuchenden und Einwanderer unterstützten wollen dazu auf mit einem Schlafsack zum Brandenburger Tor zu kommen und die ganze Nacht mit uns solidarisch auf der Strasse zu verbringen Ein Bewegung auf der Strasse braucht Solidarität auf der Strasse.”

In der Nacht vom 28.10. wurde um ca. 02:15 von der Polizei alles Wärmespendende beschlagnahmt. Decken, Kissen, Schirme, Isomatten… Ein Video der Aktion gibt es hier:



Video streaming by Ustream

Niema Movassat, MdB für Die Linke, dazu:

“Die Berliner Polizei verletzt mit ihrem Verhalten internationale Menschenrechtsstandards. Seit Tagen versucht sie den legitimen Protest von Flüchtlingen mit Gewalt und Repression zu unterdrücken. Grundrechte wie Versammlungs- und Meinungsfreiheit tritt sie mit Füßen.”

Ich möchte dazu aufrufen, dass Ihr Euch solidarisch zeigt. Denn das Vorgehen der Ordnungskräfte ist nicht akzeptierbar. Was könnt Ihr tun? Ihr könnt als Berliner natürlich vor Ort sein und helfen. Ihr könnte aber auch wie Udo Vetter einen Brief verschicken in dem Ihr um Stellungnahme bittet. Riot Mango hat englischsprachige Flyer in ihrem Blog zur Verfügung gestellt, die Du ausdrucken und verteilen kannst. Gerne auch in ganz Berlin.

Aktuelle Informationen zu dem Protest findest Du u.a. hier auf Facebook.

(via nadia)



4 Trackbacks »

    5 Kommentare »

  • Christine Kamp via Facebook schreibt am 29. Oktober 2012 um 13:36

    echt zum kotzen!

  • Jimmy Gagarin via Facebook schreibt am 29. Oktober 2012 um 13:44

    Das Video Ist Mies, Das Stehen Ja Nur Polizisten Und Studenten Rum. Hab Nicht Einen Asylbewerber Ausmachen Können. Sonst Finde Ich Die Idee Aber Super. Zusammenrotten Und Ab In Die Hauptstadt Marschieren… (y)

  • Anna-Sarah Hennig via Facebook schreibt am 29. Oktober 2012 um 20:13

    :D woran erkennt man denn studenten und asylbewerber?

  • Alreech schreibt am 30. Oktober 2012 um 21:13

    woran man die Asylbewerber erkennt ? die wollen arbeiten ;-)

    Leider sind solche Aktionen nur einen Tropfen auf den heissen Stein. Sinnvoller ist es sicherlich einen Ayslbewerber Zuhause einen Platz anzubieten, für seinen Lebensunterhalt mit aufkommen und ihm helfen einen Arbeitsplatz zu finden – notfalls in den man seinen teilt.

  • Armin schreibt am 9. Juni 2014 um 17:09

    Finde ich echt bescheuert, dass die Polizei hier einschreiten musste. War selbst mit dabei damals in Berlin… eine Wahl hatten die Beamten ja nicht wirklich, darum darf man ihnen nichts vorwerfen. Aber trotzdem… in Ordnung fand und finde ich das nicht.

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