56 Kommentare

Ohne Worte

Von Daniel • 15.11.2012

Ich bin da sprachlos. Ernsthaft sprachlos! Aus der WDR Dokumentation “Menschen, keine Nummern mehr”:

“Jugendliche einer Duisburger Gesamtschule besichtigen zwei Tage lang das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz.”

Update:
Die ganze Dokumentation gibt es in der WDR-Mediathek. Der Ausschnitt war vor seinem Besuch. Wie er sich nach dem Besuch äußert lässt dann wieder hoffen. Das ändert nichts an meiner Fassungslosigkeit ob des Ausschnitts oben. Die berechtigte Frage bleibt: Wie kommt ein 16jähriger zu so einem Schluss?
Und es widerlegt das was viele in den Kommentaren sagten. NEIN, das ist KEINE Satire und NEIN, es liegt nicht daran, dass er eigentlich was ganz anderes sagen wollte und sich nur nicht ausdrücken kann.

(via torsun)



2 Trackbacks »

    54 Kommentare »

  • Raphael Bibale via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:52

    Klingt nach Satire ..:D

  • Anja Mehlhase via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:53

    ach gottchen… :s

  • Anna Israel via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:54

    Bitte setzt mich mit einer Flasche Rotwein auf einer Eisscholle aus, bevor so ein erstklassiger Zukunftsgestalter mich eines Tages pflegen muss.

  • Marko Pfingsttag via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:54

    Stimmt schon: Er war ein erstklassiger Diktator.

  • Friederike HaPunkt via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:56

    Wenn man in der 13.Klasse in einem Geschichtskurs Fragen hört wie ” “Arbeit macht frei” , steht das nicht im Grundgesetz?!” wundert einen sowas leider nicht mehr…

  • Marco Gu via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:56

    der ist einfach nur extrem naiv. vielleicht hat er ja bei seinem besuch etwas dazugelernt ;)

  • Eva Fey via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:57

    Ich habe nächste Woche Geburtstag und wünsche mir, dass das ein sehr geschmackloser, aber überzeugender Troll ist. Bitte. Ansonsten: http://i.imgur.com/Am0Ol.jpg

  • Tobi Wnz via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:57

    <–

  • Maik schreibt am 15. November 2012 um 21:57

    Ist klar, dass die Twitter-Kiddies von heute Leute toll finden, denen “sehr viele Menschen folgten”… *kopfschüttel*

  • Manu Hyde via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:58

    Was denn? Dieser Hitler war ein guter Homie!

  • Hardy Dinse via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:58

    Wo er recht, hat er recht. Auf der nach unten offenen Menschenverachtungsskala hat Herr H. aus Ö. definitiv Höchst-/Tiefstwerte erreicht.

  • Anne Theke via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 21:58

    Kann es nicht vielleicht auch sein, dass er meine “strategisch geschickt” usw. und es einfach nicht ausdrücken kann?

  • bibale_ schreibt am 15. November 2012 um 21:59

    Das klingt mir doch stark, nach schlechter Satire ..

  • Nicole Laupp via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 22:00

    *0_o* WTH?!

  • Erbse schreibt am 15. November 2012 um 22:00

    Da dreht sich mir der Magen um.

  • Her Roseness via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 22:02

    *mitkoppauftischknall* ist das unsere Zukunft tschulligung Rente? Auweia.;)

  • Rose Jakobs via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 22:04

    Das macht einem irgendwie Angst. Ach du grüne neune ….

  • Lennart schreibt am 15. November 2012 um 22:06

    Moooooment, ich bin ein erstklassiger Diktator!

    Ansonsten: so etwas da oben darf nicht wahr sein. Nein. Krieg das nicht in meinen Kopf, und nein, ich möchte auch nicht sagen müssen, dass mich so etwas nicht weiter wundert, auch, wenn’s erschreckend ist. furchtbar.

  • Mai Fair-Lady via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 22:13

    oh man… :/

  • Pia Hotzenplotz via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 22:20

    what the…

  • Lillifred schreibt am 15. November 2012 um 22:32

    Ich hoffe, er meint irgendwas und kann das so nicht ausdrücken. So wie er es sagt, klingt es jedenfalls nicht gut.

  • Philipp Kronus via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 22:58

    da kennt er aber nicht dr. evil , oder dr. kolossus, oder lex luthor

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 23:01

    Steffen Reil Danke für den Link, checke ich und ergänze ich ggf. Es ist aber doch eher dir Frage woher solche Einstellungen kommen.

  • Daniel schreibt am 15. November 2012 um 23:02

    Bitte lieber Gott, lass das Satire sein

  • Lillifred schreibt am 15. November 2012 um 23:03

    Ich sehe mir gerade doch den ganzen Film an und ich befürchte, er meint genau das, was er sagt, wenn er uns nicht alle verarscht.

  • Moon schreibt am 15. November 2012 um 23:20

    Das ist doch nur ein dummer Junge. Leute wie den spuckt unser heruntergekommenes Bildungssystem ständig aus.

  • Elektro-Punk schreibt am 15. November 2012 um 23:27

    Irgendwie passt das gesprochene nicht zu seinen Lippenbewegungen. Sieht nachsynchronisiert aus…

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 23:34

    Steffen Reil Hab es ergänzt. Freuen kann ich mich da nur bedingt. Weil die Frage bleibt: Woher hat er vorher so ein Bild vermittelt bekommen? Er macht ja noch einige ähnliche Aussagen.

  • Daniel schreibt am 15. November 2012 um 23:37

    Sehe auch grad den Film. Anscheinend ist der junge Mann tatsächlich so…… dumm

  • Sophia Marlen via Facebook schreibt am 15. November 2012 um 23:44

    Na und? Die ganze Welt lässt sich von Medienpropaganda manipulieren, in China läuft es gerade eben nicht viel besser ab als bei uns zu Hitlers Zeiten… Warum über einen schlecht gebildeten Jungen aufregen?
    Sich mit Geschichte befassen ist wichtig, aber ohne Reflektion auf die Gegenwart und SICH SELBST (wo werde ich manipuliert? Was läuft hier eigentlich? Warum stehe ich eher auf dünne als auf dicke Frauen?) wird das herzlich wenig ändern.

  • Emanon schreibt am 15. November 2012 um 23:54

    Ob er schon das neue Frei.Wild Album hat?

  • Daisy Ray via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 00:06

    If that is what postmodernism has led to…

  • Arndt Beatlejuice via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 00:18

    Einfach nur würg! Mal hinterfragen, wo und von wem er diese Ansichten hat!

  • B00N schreibt am 16. November 2012 um 00:32

    Nur diesen Ausschnitt prominent zu präsentieren, ohne die letzten zwei Minuten der Dokumentation zumindest gleichwertig zu zeigen finde ich ziemlich billig von dir. Dass dieser junge Mensch noch einiges lernen muss, liegt auf der Hand. Eine Lektion hat er aber schon erfolgreich mit seinem Besuch in Ausschwitz abgeschlossen. Ich möchte mir auch nicht ausmalen, was ihm wiederfährt, wenn er in nächster Zeit nur auf diese 50 Sekunden reduziert wird.

  • Viviana Descubriendo via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 01:04

    nun ja, da sieht man nun ja, wie gut unser deutsches Schulsystem funktioniert, und dass das so ist, daran ist wohl er am wenigsten Schuld … wir dagegen …tja … so lange wir ein solches Schulsystem dulden, haben wir wohl auch nix aus der Geschichte gelernt …http://sirkenrobinson.com/skr/rsa-animate-changing-education-paradigms

  • Mad McFly via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 01:07

    Da stellt sich doch direkt die Frage:” Was hat der Herr Geschichtslehrer nur alles falsch gemacht. Der Junge ist nicht dumm… und das ist auch das Problem an der Sache.. dumme braune Menschen sind ja noch.. Aber Schlaue Braune Menschen..#

  • Alreech schreibt am 16. November 2012 um 01:15

    Na Ja, auf der internationalen Diktatorenbestenliste liegt Hitler schon ganz weit vorne.
    Stalin ist da der einzige, der einigermaßen an ihn rankommt.
    Die Kims sind zur Witzfigur verkommen, Saddam und Gaddafi wegen den Amis weg vom Fenster (es war ja nicht alles schlecht im Irak, der Chef des Biowaffenprojekts war z.B. eine Frau, ein echter Fortschritt für die Gleichberechtigung im nahen Osten, und Autobahnen hat er auch gebaut ) und Castro macht es auch nicht mehr lange…

  • Christian Spließ schreibt am 16. November 2012 um 01:15

    Besonders bitter: Es gab in Duisburg eine Außenstelle eines KZs… Aber offenbar wird das in den Schulen irgendwie nicht mehr rübergebracht.
    Ad Astra

  • Fin Rasiel Belialsama via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 07:04

    Ach Du Scheiße…aber wenn ich hier lese, welche Kommentare hier bei Transexuellen unter die Seite gepostet werden, wundert mich der Mist auch nicht mehr…*grummel* “Hitler war ein erstklassiker Diktator” ?????? Hääääääääää??????????? Vielleicht hätte man nie aufhören sollen, den Kindern den Schulstoff ins Gehirn zu KLOPPEN….arghhhhh

  • Marcus schreibt am 16. November 2012 um 08:41

    Ich find es nicht gut, dass der WDR jetzt schon mit RTL2-Methoden arbeitet und nur für die Quote geistig Behinderte vorführt.

  • Eugen schreibt am 16. November 2012 um 09:08

    “Für begutherzigt heiße”? O_O

  • Sassan Niasseri via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 09:38

    Um wen geht es da in dem Beitrag? Um Dich, Daniel, oder?

  • Lars Chefrocker Voss via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 10:00

    Ohne Worte… Perfekte Überschrift

  • morle schreibt am 16. November 2012 um 11:55

    der ist doch noch jung, der bengel.
    ich finde auch, das jugendliche in diesem alter nichts in einem kz zu suchen haben. dazu bedarf es einer ausgereiften persönlichkeit und moral. das ist in diesem alter nicht zu erwarten.
    selbst erwachsene sind wort- und fassungslos beim anblick der überbleibsel dieser tötungsfabriken. er dachte nun, er müße unbedingt was sagen. was er aber gesagt hat, ist bezeichnend für unser bildungssystem und die qualität seiner lehrer.
    vielleicht hätte man der ganzen klasse vorher merles ‘der tod ist mein beruf’ zum lesen geben sollen. allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sein geschichtslehrer dieses buch überhaupt kennt ob der äußerung eines seiner schüler.

  • Thomas schreibt am 16. November 2012 um 12:22

    MannMannMann, die wenigsten, die hier so oberschlau rumkommentieren, haben den Beitrag überhaupt gesehen, was man anhand der Beiträge ableiten kann. – Klar ist es krass und blöd, was der Junge da in dem kurzen Beitrag sagt, doch das ist VOR dem Besuch.
    Ob seine Lehrer versagt haben oder er schlicht nicht zugehört hat, kann man nicht beurteilen. Jedenfalls aber hatten die Lehrer die Idee, mit den Jugendlichen nach Auschwitz zu fahren.
    Ein Ausflug, der sicher mehr gebracht hat als jede Unterrichtsstunde.
    Und auch der verblendete Junge bemerkt, was für einen Stuss er verzapft hat.

  • morle schreibt am 16. November 2012 um 14:03

    ich war als ausbilder in einem privaten bildungsträger tätig. meine klasse, alles jugendliche und junge erwachsene mit rehastatus. das heißt extrem defizitär im sozialen verhalten, mit lernschwächen und teils extremen verhaltensauffälligkeiten u.v.m. und es waren auch einige dabei, die sich als ‘rechts’ bezeichneten und versuchten mit erlernten stammtischparolen ihre haltung zu untermauern.
    leitung und sozialpädagogen hatten dann die glorreiche idee, sie an einen platz zu führen, an dem sie sehen konnten was mit ihnen geschehen wäre, hätten sie in der zeit gelebt, in der ihre idiologischen ansichten auf die spitze getrieben wurden. nämlich an diesen. das ist kein witz! so wurde das vor ihnen explizit kommuniziert.
    ich habe mich aus oben genannten gründen damals geweigert daran teilzunehmen und auch davon abgeraten.
    der besuch ging auch kräftig in die hose und hat nix gebracht außer das diese jugendlichen die geringschätzung von sozialpädagogen und der einrichtungsleitung bemerkt haben. das wiederum empfinde ich als erfolg. =)

  • Carla da Fonseca via Facebook schreibt am 16. November 2012 um 14:18

    So isses und zum Glück nicht ansteckend…

  • JL schreibt am 16. November 2012 um 15:05

    Man sieht an dem (ganzen) Beitrag vor allem, wie wichtig solche Maßnahmen und auch die Gespräche mit Zeitzeugen sind, die es leider bald nicht mehr geben wird.

    @morle: Deshalb verstehe ich auch nicht ganz, wieso Du es als Erfolg empfindest, solchen Jugendlichen Deine Geringschätzung auszudrücken, aber nicht den Versuch unternommen hast, sie was lernen zu lassen, als Du die Gelegenheit dazu hattest. Wenn alle Ausbilder an dieser Einrichtung diese Einstellung hatten, wundert es mich ehrlich gesagt nicht, dass es in die Hose ging.

  • WEALLSCREAMFORICECREAM schreibt am 16. November 2012 um 15:11

    Das ist eine sehr gute Doku, denn man kann quasi beim Prozess der Verstehensbildung des Unvorstellbaren geradzu zuschauen.

    Um Geschichte zu verstehen, braucht es neben Informationen auch die emotionale Ansprache, d.h. man muss das Individuum bei seiner Gefühlswelt packen und ein Nachempfinden anregen, damit der Verstand das Abstrakte tatsächlich erfassen kann.

  • morle schreibt am 16. November 2012 um 15:39

    @JL
    nicht meine geringschätzung. ich hatte bei den jungs und mädels ein recht hohes ansehen und durchgängig positives feedback.
    es war die geringschatzung der sozialpädagogen und der einrichtungsleitung die sie bemerkt haben. diese war: ihr seit hier, weil ihr alle ein bisschen blöd seid, aus assifamilien kommt und auch noch nazis sein wollt. schaut euch um in dieser gedenkstätte. hier wärt ihr auch gelandet, weil ihr zu nix taugt.

    ich bleibe dabei: ein solcher besuch ist für erwachsene mit geschichtlichem background bedrückend und kaum zu ertragen.
    für heranwachsende ist es pädagogisch nicht sinnvoll weil es schlicht nicht vorstellbar ist, was sich auf dem boden, auf dem sie da gehen, abgespielt hat.

  • JL schreibt am 16. November 2012 um 19:09

    @ morle: Tut mit leid, da habe Dich falsch verstanden.

    Wir waren in der 12. Klasse in einer Gedenkstätte, auch wenn ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich nicht mehr genau weiß, welcher — ich glaube, Plötzensee. Wie auch immer, ich fand es gut, auch weil das Dritte Reich bei uns im Geschichtsunterricht immer deutlich zu knapp kam und wir auch ein paar Rechte an der Schule hatten.

  • Jan Kirchner via Facebook schreibt am 17. November 2012 um 09:29

    Es gab wohl noch ein späteres Interview wo Sie ihn noch mal darauf ansprechen. http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=pCk1IMcnRbg

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 17. November 2012 um 12:10

    Jan Kirchner Siehe Post. Die ganze Dokumentation ist dort verlinkt.

  • Katharina Morgenstern via Facebook schreibt am 20. November 2012 um 17:09

    In der Mediathek des WDR ist der gesamte Beitrag auch gelöscht. Bringt einen doch seeehr ins Grübeln…

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