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Sick Sad World: Das Problem mit Frei.Wild

Von Daniel • 11.11.2012

Sick Sad World

Nazirock in den Charts? Nationalismus als Pop? Mehrere LeserInnen haben mich darum gebeten über Frei.Wild zu berichten. Ich hab die Band vorher nur am Rande mitbekommen. Sie nie gehört und mich nie damit beschäftigt. Doch die Artikel auf antifaschistischen Seiten sind alarmierend. Zu Recht, denn dass eine solche Band die Spitzenplätze der Charts belegt ist erschreckend. Doch sind Frei.Wild Nazis?

Frei.Wild spielen nicht meine Musik. Und Frei.Wild schreiben ziemlich schlechte Texte. Vieles liest sich als hätte man das Gestammel aus einem Gespräch zur Lyrik erklärt. Wahrscheinlich wollen Frei.Wild aber auch keine Lyrik schreiben, sondern hart und real sein. Im Mittelpunkt ihrer Texte steht, wie auch schon bei den Vorbildern Oneklz, vor allem ein Wir-Gefühl. Und um dem Wir-Gefühl einen Pol gegenüber zu stellen gibt es natürlich auch das Ihr.

Die anderen sind das “Ihr”. Die anderen sind “Volidioten” (aus “Das Land der Vollidioten”), Provokateure die ihre Schnauze halten sollten (aus “Halt Deine Schnauze”), “Gutmenschen, Moralapostel” (aus “Gutmenschen und Moralapostel”) oder dumm (aus “Nur Dumme sagen Ja und Amen”). Es wird durch alle Alben hindurch ein Feindbild geschaffen. Das der dummen Gutmenschen, die eine Multikulti-Gesellschaft fördern (vgl. hierzu “Das Land der Vollidioten”: “Kreuze werden aus Schulen entfernt, aus Respekt vor den ansdersgläubigen Kindern”). Frei.Wild stilisiert dabei sich und seine Hörer in die Rolle der Minderheit und Opfer. Das klappt meinetwegen gut als Süd-Tiroler in Italien führt aber in Deutschland zu einer unglaublich bigotten Ironie. Diese Unterscheidung nimmt die Band nicht vor, wieso sollten dann auch ihre Hörer dies tun? Und warum auch? Wäre diese Reflektion nicht auch wieder politisch korrekt?

Frei.Wild bedienen sich dabei immer wieder eines vorbelasteten Vokabulars. Sprechen von Heimat, Ehre, Verrat usw. Ich denke da kann man der Band tatsächlich nicht mal einen Vorwurf machen. Die Aussage, dass sie eine unpolitische Band seien weißt darauf hin, dass keine politische Bildung stattfand. Die Texte scheinen mir nicht bewusst auf diese Richtung schielend, sondern unglaublich naiv. Das unterscheidet Frei.Wild auch von Bands wie Rammstein oder Laibach, die mit entsprechendem Wissen mit einer rechten Symbolik flirten. Frei.Wild sind zur Reflektion nicht in der Lage. Das nimmt man ihnen alleine vom qualitativen Anspruch ab. Und was allen Künstlern des populären Rechtsrock gemein ist: Durchhalteparolen! Bloß nicht Verlierer sein, Aufstehen, nicht unterkriegen lassen. Das haben Frei.Wild, Onkelz und Sacha Korn gemein.

Dass sie dabei trotz stetiger Distanzierung dennoch ein rechtes Publikum bedienen nehmen sie in Kauf. Frei.Wild bedienen Klischees und werfen den anderen (Remember: Ihr, der Feind!) Schwarzweißmalerei vor. In Liedern wie “Aids” singen sie, dass HIV nur “Sünder” treffen könne. In “Das Land der Vollidioten” stellen sie Anarchismus und Nationalsozialismus auf eine Stufe. All das spricht für ein geringes (politisches) Bildungslevel. So betont die Band auch immer wieder gegen jeglichen Extremismus zu sein und greift dabei auf veraltete Definitionen zurück.

Das eigentlich Schlimme an Frei.Wild ist: Sie transportieren die Werte einer christlich geprägten zutiefst reaktionären Mitte. Die “Das wird man ja sagen dürfen”, “Heimat ist keine Nation” und “Nationalistisch ist nicht Rechts” Mitte. Die Sarrazin und Buschkowsky Mitte. Die Mitte die von einer gleichgeschalteten Presse redet, von Anwälten des Schweigens. Das alles verpackt mit der vermeintlichen Widerspenstigkeit von Rock und Oi. Lederjacken und Tattoos.

Das ist das Traurige und erklärt ihren Erfolg. Die Mitte ist mittlerweile so weit nach rechts gedriftet, dass eine solche Band goutiert werden kann und man jegliche Kritik abschmettert und von Verleumdungskampagnen spricht. Bands und Musiker wie Frei.Wild oder Sacha Korn liefern den Soundtrack dazu.

Sind Frei.Wild also Nazis? Vermutlich nicht. Sind sie rechts? Leider auch nicht mehr als viele andere. Sind sie scheiße? Definitiv! Und dennoch haben sie Tausende Fans. Traurige Kranke Welt.

P.S.: Außerdem ist die Musik auch echt mal kacke! Ernsthaft!

P.P.S.: Die Rechtsrockvergangenheit des Sänger Philipp Burger bei Kaiserjäger ist mir bekannt. Ich habe sie in diesem Post nicht erwähnt, da ich mich hauptsächlich auf die Band Frei.Wild beschränken wollte und auch keine “Das war früher” und “Ja, aber er sagt doch Jugendsünde” Debatten anregen will. Ein Fehler von mir, denn in dem Kontext darf es zumindest nicht unerwähnt bleiben, was ich hiermit nachhole.



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    21 Kommentare »

  • Pixelwelten Photography via Facebook schreibt am 11. November 2012 um 17:31

    ich hab von denen noch nie gehoert. irgendwas mach ich richtig.

  • Cindy Undso via Facebook schreibt am 11. November 2012 um 17:48

    Für mich ist das nicht weit genug gedacht: Wenn die Mitte nach rechts gerückt ist, gibt es dafür Ursachen. Außerdem muss nicht jeder Musiker einen bestimmten Bildungsgrad haben um seine Meinung ausdrücken zu dürfen. Auch du hast dich ja am Schluss zu einer Meinung hinreißen lassen.

  • Carsten Drees via Facebook schreibt am 11. November 2012 um 18:21

    natürlich kann man dumm sein und musik machen und eine meinung haben, cindy… ändert aber nichts daran, dass man mit seinem vokabular in diesem fall fahrlässig rechtes klientel bedient…

  • Tiia schreibt am 11. November 2012 um 20:38

    Vielleicht auch interessant zu dem Thema http://oireszene.blogsport.de/2010/11/12/freiwild-und-die-nazivergangenheit/

  • outa schreibt am 11. November 2012 um 20:56

    “Die Texte scheinen mir nicht bewusst auf diese Richtung schielend, sondern unglaublich naiv. Das unterscheidet Frei.Wild auch von Bands wie Rammstein oder Laibach, die mit entsprechendem Wissen mit einer rechten Symbolik flirten.”

    Wie kommst du zu diesem Schluss bei Frei.Wild? Ich weise darauf hin, dass z.b. deren Frontmann früher bei einer Rechtsrock-Band gesungen hat (http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/markenrecht-oder-meinungsfreiheit-freiwild-gegen-frei-schnauze-9175). Und mit dem Bezug auf Rammstein und Laibach scheinst zu anzudeuten (?), dass Frei.Wilds Vorgehensweise weniger schlimm, weil unbewusst ist.

    Ob Frei.Wild wirklich Nazis sind, ist eine schwierige Frage. Aber anzunehmen, dass denen nicht bewusst ist, wie sie beim rechten Publikum ankommen, ist einerseits spekulativ, aber vor allem entlässt es die Band aus ihrer Verantwortung und entschuldigt sie ein Stück weit.

    Der Grund für diese dümmlich-populistischen Texte könnte mangelnde Bildung sein, könnte aber genauso gut Kalkül sein, da es eben gut ankommt, sowohl in der “Mitte” als auch in der Neonazi-Szene, falls diese zu Frei.Wilds Zielgruppe gehören (wenn nicht, nehmen sie es aber immerhin in Kauf, wie du ja auch geschrieben hast). Außerdem entgeht man durch diese Grauzone elegant Auftrittsverboten und kann im Zweifel auf die freie Meinungsäußerung pochen.

    Bei dem, was du über die vermeintliche “Mitte” und ihren Reaktionismus / Extremismus schreibst, würde ich zustimmen.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 11. November 2012 um 21:13

    @Outa Das “scheinen” impliziert ja meine Spekulation. Ich kann mich da durchaus irren. Und der Vergleich mit Rammstein und Laibach beinhaltet keine Wertung im Sinne von schlimm oder weniger schlimm. Alleine zwischen Laibach und Rammstein fällt ein Vergleich schwer, weil der künstlerische Ansatz nochmal ein anderer ist. Dieser Text soll auch nichts entschuldigen oder verharmlosen. Das hätten Frei.Wild auch gar nicht verdient. Vielmehr geht es darum, der Frage nachzugehen warum viele diese Band weder als nationalistisch noch als rechts wahrnehmen.

    Hier steht auch nicht, dass sie sich ihrer Wirkung aufs Rechte Publikum nicht bewusst sind. Im Gegenteil: Sie nehmen das in Kauf. Und das ist definitiv keine Entschuldigung!

    Das mit der Rechtsrockvergangenheit ist mir bekannt. Da füge ich noch einen Zusatz im Artikel zu, warum das nicht thematisiert wurde. Vllt. ein Fehler meinerseits.

    Da ich das auf anderen Seiten beobachtet habe. Es steht hier auch nicht, dass die Hörerschaft aus der Mitte rekrutiert wird. Vielmehr, dass die nach rechts gerückte Mitte einem Populismus wie Frei.Wild den Weg ebenete und diese das “Gelernte” nun relativ kritiklos verbreiten kann.

  • Janne schreibt am 11. November 2012 um 23:34

    Ich hab auch noch nix davon mitbekommen…
    Aber wenn “Mittextremismus” jetzt auch in die musik einfließt und damit sogar erfolgreich ist, läuft definitiv was falsch m(
    https://www.youtube.com/watch?v=CWIIWL51KFg
    Das ging mir beim lesen des Artikels son bisschen durch den Kopf.

  • Emanon schreibt am 12. November 2012 um 03:49

    @Daniel

    Also erstmal muss ich sagen, dass ich deinen Beitrag unglaublich gut finde. Meine Freude darüber hat sogar meinen Ärger über den Anlass etwas aufwiegen können.

    @Outa, Daniel

    Es geht im Grunde gar nicht so sehr darum der Band selbst Rechtsextremismus vorwerfen zu können oder verschiedene Extremismus- oder Rassismusdefinitionen zu bemühen unter die man deren Verhalten/Texte subsumieren kann. Denn das ist ja ihre beste Verteidigung. Und das ist auch die beste Verteidigung, die Sarrazin und Buschkowski haben. Sehr wenige Menschen nennen Sarrazin und Buschkowski Rassiten, selbst wenn Wolfgang Benz ihnen wissenschaftlich Rassismus nachweist.

    Nein, vielmehr kommt es darauf an, dass sie den Neuen Rechten die Marschmusik komponieren. Und wenn sie wirklich etwas gegen Extremismus hätten, wären sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst, nicht für Tausende die Begleitmusik zu imaginären Fackelmärschen durch die Demokratie beizusteuern.

    Mit allem, was Daniel geschrieben hat plus dem Nachweis, dass sie lingua tertii imperii verwenden und dem Publikum, welches untrennbar zur Kunst gehört, kann dargelegt werden, dass es sich um eine rechte Band handelt, die kulturelle Sehnsüchte der Neuen Rechten bewusst bedient. Da hilft auch die Distanzierung nicht.

    Bei Rammstein und Laibach ist das ein wenig diffiziler, weil die sich nicht in rechts/links einteilen lassen. Was ich von Rammstein weiß, ist dass sie solche völkischen Ideologien, Gewalt, Ausgrenzung, Abgrenzung, Hass, Intoleranz und ähnliches ablehnen und lediglich mit der Symbolik spielen. Die Intention dabei ist teils satirische Überhöhung, teils Provokation. Dass zu Beginn der Band viele Rechte das gehört haben, lag wohl zum Großteil daran, dass es zu diffizil war, als dass diese es verstanden hätten. Zu diesem Thema passt dieser aktuelle vice-Artikel:
    http://www.vice.com/de/read/mein-mitbewohner-war-ein-judischer-nazi-skin/

    Wie dem auch sei…unglaublich, dass die auf Platz 2 der deutschen Album Charts sind. Da kann man nur hoffen, dass das zum großen Teil daran liegt, dass immer mehr Leute ihre Musik aus Kanälen beziehen, die in den Charts nicht berücksichtigt werden und Chartmusik in vielen Gegenden nur eine kleine Nische besetzt.

  • daMax schreibt am 12. November 2012 um 09:02

    Mensch also wirklich Daniel, was fällt Dir ein, Deine persönliche Meinung in einem Artikel unterzubringen?! Weißt Du denn nicht, dass ein Qualitätsjournaillist sowas niemals nimmernicht tut? Ab in die Ecke und schäm Dich! XD

    So, genug gewitzelt. Super Artikel mal wieder. Ich hab von den Spackos zwar auch noch nie gehört, weiß jetzt aber, worum ich auch in Zukunft einen großen Bogen machen werde. Danke für die Aufklärungsarbeit, die ist heutzutage wieder wichtiger denn je.

  • Bernd schreibt am 12. November 2012 um 21:20

    Ich glaube nicht, dass die Band so naiv ist. Vielmehr versuchen sie die bösen Botschaften irgendwo versteckt unter zubekommen. Was könnte zum Beispiel das hier bedeuten:
    “Sagst das wär dein Bier, kümmert auch nur dich allein
    (doch ich bin böse und gemein, ich bin böse und gemein).
    ha – ha Bananen und Zucchini kommen hinten rein,
    (deshalb bleibst Du auch ein Schwein, deshalb bleibst Du auch ein Schwein).
    Du kotzt mich an und ich werde böse und gemein
    (ich werd böse und gemein, ich werd böse und gemein).”

    Eine andere interessante Sache ist auch die: Philipp Burger, der Band-Leader, führt zusammen mit Stefan Harder das Musik-Label “Rookies & Kings”, bei dem sehr viele Böhse-Onkelz-Trittbrettfahrer-Bands vertrieben werden. Darunter zum Beispiel die Band “Wilde Jungs”, die in ihrem Lied “Multikriminell” (Lyrics kann man googlen, wenn man die nerven hat) leider mehr als deutliche Worte singt. Wenn man sich wirklich so sehr in der Mitte sieht, dann würde man sich von dieser Band mehr als distanzieren.

    rbb fritz haben in einem leider enttäuschenden Beitrag angekündigt, dass sie Ende November einem “Blue Moon”-Abend zu diesem Thema machen werden, ich bin gespannt, ob sie auch wieder mit jemandem aus der Band sprechen werden. http://www.fritz.de/neue_musik/aktuell/2012/11/beitrag33426.html

  • WEALLSCREAMFORICECREAM schreibt am 13. November 2012 um 23:15

    Allein schon Text und Video zu “Land der Vollidioten” fasst das Konzept dieser Band ziemlich gut zusammen, wie ich finde.
    Gut produzierte Musikvideo-Vermarktung, charismatischer Sänger, vollkommen offene Symbolik der Bildersprache und achso wichtige Pseudo-Positionierung mit “Wir sind keine Nazis”.
    Aber zwischendrin wird Glaube mit Heimat synonym gesetzt, wer ‘Vollidiot’ ist, wird auch klar gemacht und Hundekämpfe sind auch ein schönes Bild…
    Die Zeile im Refrain macht sowieso klar, um was es geht und dass man sich nicht als ‘Nazi’ definieren muss um fremdenfeindlich, ausgrenzend zu sein:
    “Wir sind einfach gleich wie ihr – von hier.”

    PS: Und bitte keine Vergleiche mehr mit Rammstein oder gar Laibach, das ist ein ganz anderes Paar ‘Stiefel’. :)

  • Alreech schreibt am 16. November 2012 um 01:17

    na ja, wer wie Publikative.org die faschistische Italienisierungspolitik Mussolinis nicht kritisiert ist kaum noch als antifaschistisch zu bezeichnen.

  • Basti schreibt am 23. November 2012 um 14:15

    Hi Daniel, ich hatte vor einiger Zeit mal ein paar Fakten hierzu zusammengeschrieben:
    http://rise-above.de/der-komplex-frei-wild/

  • 1ng0 schreibt am 3. Dezember 2012 um 21:34

    ich bremse nicht für frei.wild

    dein vater war ein tumber wicht
    noch blöhder gar: dein onkel
    die fahne hoch, die birne dicht
    im kopf bleibts zappendonkel

    du südtiroler schluchtenschmock
    bist jetzt ins heimreich einmarschiert
    dein unterschichtschwachmatenrock
    mit nationalholz ausstaffiert

    dank beißreflex und selbstmitleid
    den letzten krümel hirn gekillt
    entkernt der geist, es ist so weit:
    nun bist du frei, nun bist du wild

  • David schreibt am 26. Februar 2013 um 22:40

    @Bernd
    Ohne jetzt eine Diskussion darauf bezogen anzetteln zu wollen, aber ich verstehe nicht, worauf du bei “Wilde Jungs” und “Multikriminell” hinaus willst. Der Text ist – so wie ich den verstehe – tatsächlich in der Wir-Form zu interpretieren.
    Oder habe ich da ganz einfach etwas nicht mitbekommen und der Song enthält tatsächlich rechte Symbolik?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 26. Februar 2013 um 22:52

    @David Klar, die bezeichnen sich selbst als “Parasiten” und “Kanaken”. Wer’s glaubt…

    FYI: Die Band Wilde Jungs wird von der hessischen Landesregierung als eine der rechtsextremistischen Musikgruppen genannt, die in den letzten zehn Jahren in Hessen aktiv waren.

    Dokument hier: http://beratungsnetzwerk-hessen.de/uploads/bnwh/%C3%B6ffentlich/Literaturempfehlungen/Hessen_Drucksache_166093.pdf

  • David schreibt am 26. Februar 2013 um 23:17

    @Daniel
    Davon bin ich tatsächlich ausgegangen. Die Sicht der Mittelschicht auf die eigene “Schicht”. Hat sich für mich so gelesen.
    Aber danke für die Info.

  • Nikodemus schreibt am 11. Juli 2013 um 14:20

    @Daniel, David: betreffend Wilde Jungs
    ich hab mir die grad mal angeschaut und gegoogelt. So wie mir scheint ist der Bundesverfassungsschutzeintrag auf eine andere Band gleichen Namens bezogen. Daher nennen sich die “Multikriminell”-Wilde Jungs auch Wilde Jungs (Fulda). Der angesprochene Text stellt sich mir schon auch so dar wie David geschrieben hat. Als Anklage gegen das System und Klassen-Gesellschaft.
    Lege den gleichen Text in die Wiege von z.B. Dritte Wahl oder Skeptiker oder ähnlichen und du würdest vermutlich anders urteilen. Just my 2 Pfennig.

  • Flo schreibt am 8. Dezember 2013 um 21:35

    Sry, aber 1. Frei.Wild und deren Musik als scheiße abzustempeln ist deine Meinung. Außerdem wird in dem Song “Das Land der der Vollidioten” Anarchismus und Nationalsozialismus nicht gleichgestellt nur weil es in einem Satz gesagt wird. Es soll nur verdeutlichen das Frei.Wild weder Links, noch Rechtsextrem ist!

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 9. Dezember 2013 um 10:33

    @Flo Gleichgestellt steht da auch nicht. “Auf eine Stufe”. Anarchismus wird als ebenso schlimm wie Nationalsozialismus dargestellt. Es wird hier auf einen weit verbreiteten Irrtum zurückgegriffen. Dabei ist Anarchie lediglich Herrschaftslosigkeit. Gemeint wird oft Anomie.

    Damit wird die klassische Extremismustheorie “der Mitte” propagiert. Der Extremismusbegriff selbst ist allerdings nicht erst seit gestern in der Kritik (siehe auch: http://de.wikipedia.org/wiki/Extremismus#Kritik_des_Begriffes). Das heißt Links, wie auch Rechts, wird über einen Kamm geschert.

  • Carmen Fontagnier schreibt am 9. April 2014 um 13:58

    SUPER!!! Darf ich das Klauen?

    @1ng0

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