Warum die Kirchensteuer eben nicht für gute Dinge ausgegeben wird

Ich zahl ja immernoch Kirchensteuer. Und tatsächlich falle ich auf das Klischee rein, was Fefe zur Dokumentation “Gott hat hohe Nebenkosten” beschreibt. Ich dachte wirklich: “Naja, zahl ich halt malt die Kirchensteuer. Wird ja auch für Gutes genutzt. Diakonie, Seelsorge und sowas. Auch mag ich Kirchen als architektonisches Kulturgut.”

Nur 10% der Milliarden die die Kirche einnimmt fließen aber genau da hin. Kindergärten, Schulen und Krankenhäuser werden nicht von den Kirchen finanziert sondern vom Steuerzahler. Kommunen fördern lieber einen katholischen Kindergarten und zahlen freiwillig auch noch den 12%-Anteil, den eigentlich die Kirche hätte aufbringen müssen, weil es sie einfach günstiger kommt:

“Die Landeszuschüsse sind höher beim Kirchen-Kindergarten, die Kirche hält sich nicht an die Tarifverträge, die Kirchen sind steuerbefreit.”

Mein Beschluss aus der Kirche auszutreten, und das Geld was da übrig bleibt lieber monatlich zu spenden, wird durch die Dokumentation nur unterstrichen. Hier noch eine Kurzzusammenfassung der Doku:

“Bernadette K. wurde als Leiterin eines katholischen Kindergartens entlassen, weil sie sich von ihrem Mann trennte und zu einem neuen Partner zog. Ehebruch. Ein Verstoß gegen die Loyalität zur ihrem Arbeitgeber, hatte die Kirche entschieden und ihr gekündigt. Wie Bernadette K. arbeiten weit über eine Million Menschen in sozialen Einrichtungen für die Kirchen – in Kindergärten, Krankenhäusern, Schulen und Altenheimen. Sie alle unterliegen einem besonderen Arbeitsrecht.”

Derbe kranke Scheiße. Ich nehme auch gerne Vorschläge entgegen wofür ich das Geld spenden soll. Was ohne Scheiß der Hauptgrund ist, dass ich das bisher nie tat. Und Faulheit, ganz ehrlich!

Von: Daniel • Tags:

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