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Einhorn’s Law

Von Daniel • 11.01.2013

Einhorn's Law

“Mit zunehmender Länge einer antireaktionären Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit dass die antireaktionäre Meinung als Mainstream oder dem Mainstream hörig bezeichnet wird dem Wert Eins an.”

Gerne in Verbindung gebracht mit vermeintlichen Tabubrüchen. Ganz ähnlich der von der Politikwissenschaftlerin Katrin Auer gemachten Beobachtung, dass eine Feindbild- und eine Tabusituation geschaffen wird. Nur, dass der Mainstream Vorwurf gerne von Leuten gemacht wird, die sich eigtl. auf der selben Seite (gerne in diesem Zusammenhang verwendet “die Guten”) stehend sehen. Die Ideen, Meinungen, Thesen und Feststellungen die als Mainstream bezeichnet werden werden dabei meist von der Majorität angefeindet und abgelehnt und sind damit keineswegs Mainstreammeinungen.

Auch in Truther-Bewegungen sind solche Vergleiche gerne anzutreffen. So Auszug aus einem Kommentar zu einer Verschwörungstheorie-Dokumentation über Freie Energie auf YouTube:

“Aber das ist einfach NICHT zu erwarten, da die Masse blöd ist und auch blöd bleiben wird. […] Das Herdentier Mensch wird IMMER hinter den Leithammeln herlaufen!”

Der eine Diskussionspartner stilisiert sich dabei zum Nonkomformisten und den anderen Diskussionspartner zum Reaktionären oder unmündigen, weil angeblich nicht selbst denkenden, Menschen, der andere Meinungen unterdrückt.



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