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In Ruhe ausrasten

Von Daniel • 10.01.2013

In Ruhe ausrasten

Insbesondere Blogbetreiber*Innen kennen dieses Gefühl zu genüge. Ruhig bleiben und ausrasten! Ruhig bleiben und ausrasten! Ruhig bleiben…

Kennt ihr die Simpsons-Folge “Der berüchtigte Kleinhirn-Malstift”?! Kurz zusammengefasst: Homer ist gar nicht so dumm sondern hat sich als Kind einen Malstift in die Nase gedrückt und der drückt auf sein Gehirn. Der Stift wird entfernt und Homer wandelt sich in einen Intellektuellen. Genau das verbessert sein Verhältnis zu Lisa, aber Homer wird von der Gesellschaft ausgegrenzt. Aus lauter Verzweilfung lässt er sich von Moe den Stift wieder ins Hirn drücken. Doch zuvor schreibt er einen wirklich herzerweichenden Brief an Lisa um seinem Respekt vor ihren Leistungen und ihrer Stärke Ausdruck zu verleihen.

Wirklich eine hervorragende Folge aus einer der ganz späten Staffeln (12). Was ich damit sagen will?! Ja, ich halte mich für intelligent – was auch immer das heißen mag. Nenn es meinetwegen eitel, aber darum geht es nicht. Doch gäbe es einen Stift der das Leben einfacher macht und Ausgrenzungen verhindern könnte, ich würde mir gleich zwei davon in die Rübe rammen. Stattdessen: Ruhig bleiben und ausrasten! Ruhig bleiben und ausrasten! Ruhig bleiben…

(via ronny)



    5 Kommentare »

  • SpicySinSue schreibt am 10. Januar 2013 um 10:13

    Unsinn, so eine Verschwendung. Klar mag das Mitlaufen in der dumpfen Herde weniger anstrengend sein, aber so ein Leben dürfte zutiefst unbefriedigend sein. Kann mir nicht vorstellen, dass “Schastinn” und “Schajenne” vom Dschungelcamp solche Impulse bekommen wie unsereins durch das Theater oder eine Oper.

    P.S. Ich halte mich hin und wieder an Homers “Klappe zu Gehirn, sonst gibt’s eins mit dem Wattestäbchen.”… Kurzum: “Ja zum Hirn! Nur hin und wieder habt’s auch mal Feierabend.”

  • Lasse Samström via Facebook schreibt am 10. Januar 2013 um 10:29

    Intellektuell schreibt man mit Doppel-Doppel-L. Gib mal den Stift.

  • Kotzendes Einhorn via Facebook schreibt am 10. Januar 2013 um 11:50

    Danke, korrigiert.

  • Anne Nußbaum via Facebook schreibt am 10. Januar 2013 um 12:57

    nukular, es heißt nukular.

  • Emanon schreibt am 10. Januar 2013 um 13:46

    http://www.youtube.com/watch?v=DhrfhjLd9e4

    Ich hab grad angefangen, verschiedene Kommentare zu schreiben und gemerkt, dass die viiiieeeel zu lang waren. Aber das würde ich trotzdem mal gern erzählen…vielleicht dann später.

    Deshalb erstmal nur das Wichtigste:

    Die Folge ist wirklich großartig!

    Ich empfehle “Aufzeichnungen aus dem Kellerloch” von Dostojewski zu dem Thema (kurzes Reclam-Heftchen, das ich quartalsmäßig lese).

    Es gibt einige Menschen, die sich für sapiophil bzw. sapiosexuell halten, also von Intelligenz angezogen sind. Das heißt, das kann man in den richtigen Situationen ruhig mal pullen. (wobei ich mich frage, ob es nicht konsequenter Weise sophophil heißen müsste)

    Ich vermute, dass die jeweiligen Probleme auf der Leiter der Intelligenz übergangslos jeweils die gleiche Gewichtung haben. Es ist also zu vermuten, dass jemand, der bspw. unser Gesellschaftssystem, unsere wirtschaftlichen Probleme oder menschliche Verhaltensweisen komplett durchdrungen hat und pessimistisch wird, genauso darunter leidet, wie jemand, der bei dem subjektiven Gefühl ungerecht behandelt worden zu sein nur ein diffuses “die sind alle doof” als Erklärung zur Hand hat.
    Man kann also davon ausgehen, dass das “Leidenspotenzial” (oder wie auch immer man das nennen will) des Menschen jeweils das gleiche ist und nur der Anlass sich relativ zur Intelligenz unterscheidet.

    Wahrscheinlich ist das größte Problem, dass es mit gesteigerter Intelligenz immer schwieriger wird, Menschen zu finden, die einem ähnlich sind, was die Sache regelmäßig erträglicher machen würde. Insofern könnte das mit den Stiften wieder Sinn machen. Aber vom Meta-Standpunkt aus betrachtet würde ich sagen, dass die Gesellschaft einen dazu verpflichtet die Möglichkeit, sie mit seinem Potenzial zum Besseren zu verändern und positiv zu beeinflussen, auch zu nutzen.

    Und ich glaube nicht, dass das Einhorn genau das mit diesem Blog tun würde, wenn es sein Horn in der Nase tragen würde;)

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