1. Mai – Komisch, ich höre immer nur was von „linken Chaoten“

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Kreuzberg 1. Mai 2009 / Foto: Andreas Neukamm

Ihr kennt das 1. Mai, Kampftag der Arbeiterbewegung. Der Tag an dem die „linken Chaoten“ sich zusammentun und Autos anzünden oder wie auch immer das in den meisten Zeitungen und Magazinen publiziert wird. Ganz Deutschland „terrorisiert“ von „Linksextremisten“. Ganz Deutschland?! Nein, denn bereits seit 1992 versuchen rechte Parteien wie die NPD und ihre Jugenordganisationen den Tag für sich zu instrumentalisieren. So u.a. auch 2008 wo die NPD einen nationalen 1. Mai ausrief und versuchte den internationalen Tag der Arbeit in einen nationalen Kampftag umzudeuten und sich die „linken Chaoten“ ihnen entgegen stellten.

Ja ich weiß, das geht immer ein bisschen unter hier in den Medien. Sorry, kann mir auch echt gar nicht vorstellen warum. Wahrscheinlich hast Du auch noch gar nicht mitbekommen, dass dieses Jahr wieder braune Veranstaltungen stattfinden: In Frankfurt, Berlin, Dortmund, Würzburg und Erfurt.

In Schoneweide in Berlin sind Blockaden gegen die NPD-Feierei samt Bands geplant. Aber ihr wisst ja, dass das mit dem Entgegenstellen hierzulande echt nicht so gerne gesehen wird. Schade, nech?!

(Foto von Andreas Neukamm unter der CC-by-sa 3.0/de Lizenz)

    7 Kommentare:

  • Andreas Kruck via Facebook schreibt am 30. April 2013 um 11:59

    Die Schweine!

  • Unan Beatbar via Facebook schreibt am 30. April 2013 um 12:01

    NEIN!!! nicht die nazis? hoffentlich zünden die keine autos an…

  • Manina Zimmer via Facebook schreibt am 30. April 2013 um 12:05

    am merkwürdigsten finde ich, das rechte gewalt und aktionen als einzige protestbewegung nicht unter terror verdacht gestellt wird.

  • Falk schreibt am 30. April 2013 um 14:48

    So neu sind Nazis am 1. Mai nicht. Der Tag wurde schon von der NSDA(rbeiter)P ausgiebig instrumentalisiert.

    Siehe auch: http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/innenpolitik/1mai

  • Peter schreibt am 30. April 2013 um 18:45

    Naja, kommt halt drauf an, ob man sich irgendwelchen Rechten entgegenstellt oder (inoffiziellen) Mitarbeitern der Ämter für Verfassungsschutz.. weil letzteres ist ja quasi Widerstand gegen die Staatsgewalt. ;)

  • peterS schreibt am 1. Mai 2013 um 10:13

    Hm….wie sieht es eigentlich aus mit dem Recht auf Meinungsfreiheit? Wie schaut es mit dem Recht auf Demonstrationsfreiheit aus? Ist eine Demokratie eine Demokratie, wenn alles rechts von „Die Linke“ als Nazi gilt? Zeugt es nicht von einem merkwürdigen Verständnis von Demokratie, vorgestern noch gegen Nazis gewesen zu sein, gestern gegen Rechtsradikale, heute gegen Rechte und Konservative, morgen gegen Liberale? Dann sind die Sozialdemokraten die nächsten und dann sind wir im Paradies?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 1. Mai 2013 um 10:30

    @peterS Rassismus, Nationalismus, Geschichtsverklärung etc. im Mäntelchen der Meinungsfreiheit? Ja, schauen wir weiter wohin uns die „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“-Mentalität hinführt. Sarrazin war ja ein erfolgreicher Anfang, bestätigte ja auch die UN.

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