Transzendieren Exzess Pop – Ein Fanzine? So gedruckt? Echt jetzt?!

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Lennart vom TEP

Was machst Du mit Leuten die Du magst? Genau, Du neckst sie. Lennart teilt mit mir eine Liebe zum klassischen Fanzine. Grund genug ihn zur neuen Ausgabe seines Zines zu interviewen. Das Interview zählt dabei als Test. Wenn er sich den bissigen Fragen nicht stellen kann, würde mein Einhorn ihn zermalmen. Den Matsch würden wir dann mit Papierschnipseln vermsichen und dann darauf unserer eigenes Zine drucken. Bäm!

Ey Lennart, really? Fanzine, so ausgedruckt und so? Was kommt als nächstes? Selbst gebrannte CD-Rs?!

Gedruckt, ja. Nicht einfach ausgedruckt, das war schon eine Druckerei, Offset und 80g, glaube ich. Und CD-Rs sind bereits dabei, selbst gebrannt und gestempelt, 2 Stück mit zusammen 25 Liedern pro Heft.

Und „really“? Ja, klar. Das alles ist ernst gemeint und kein bisschen flappsig, ironisch, weiß der Geier. Kein Accessoire und kein Gimmick.

So uncool kann Web ja nicht sein. Damit mein Blog was drüber schreibt hast Du ja auch einen Song draufgemacht. Ist das nicht ein bisschen anbiedernd?

Das Internet finde ich toll. Das ist die eine Sache. Das andere: ein Lied auf den Sampler nehmen, damit jemand was drüber schreibt? Unsinn. Du weißt ja, wie das war, recht klassisch. Kneipe, Bier, fragen, vereinbaren. Also wirklich.

Das hätte ich doch nie mitgemacht, wenn ich Deine Musik doof finden würde. Was ich von ihr halte, steht im Heft, wobei es sich dabei ja um keine Review handelt. Überhaupt gibt es dort keine Reviews, keine Konzertberichte, nichts, was früher in den Zines steht und heute gebloggt wird.

Es ist uns wichtig, das Fanzine als Werkform zu sehen. Wir sagen nicht: „Wir machen das wie früher!“, das wäre revisionistisch und albern. „Vorwärts immer, rückwärts nimmer!“, sozusagen. Dazu gehört für mich auch, dass Mawe über sein altes Fanzine „Pittiplatsch 3000“ schreibt. Das macht er nostalgisch, und das kann er gerne tun. Wir aber teilen diese Nostalgie nicht, für uns hat das eher eine historische Dimension, in der Art: So war das damals, und so kann es heute nicht mehr sein. Distanzierung durch Anerkennung.

Ein damaliges Fanzine wäre heute eine Art „gedruckter Blog“. Das wollen wir nicht sein, weil Blogs nicht nur ausreichend vorhanden, sondern oft sehr gut und vor allem aktuell sind. Wir sind keine Konkurrenz, sondern, und das ganz unaufgeregt, einfach anders. Vielfalt fetzt eben. Im übrigen bloggen Martina, Sebastian und ich auch.

Butter bei die Fische. Zwar wird nostalgisch auf das Pittiplatsch Fanzine zurückgeblickt, aber was ist Dein Alltime Fav? Komm Küssen? The Ostrich? Blurr? Die Tobende Mumie? Tussi Deluxe?
Anschlussfrage. Welche der aufgezählten Zines kennst Du überhaupt?

Ich kenne Pittiplatsch 3000, Komm Küssen und Tussi Deluxe. Mein liebstes war mir aber, falls das zählt, Persona Non Grata, das fand ich toll.

Ach gnah Lennart. Ja, die PNG war echt okay. Aber definitiv Defizite bei anderen Zines. So z.B. das legendäre Ostrich. Aber weißt Du was, ich mag Dich dennoch und das Einhorn spurt gerade nicht. Daher verlose ich hier lieber 3 Exemplare von Transzendieren Exzess Pop. Einfach bis zum 8.4. um 18 Uhr hier kommentieren.

Natürlich könnt Ihr auch Glück per se Scheiße finden und das tolle Zine für 5 € inkl. Porto und Verpackung unter tepinteresse_at_googlemail.com bestellen!

    7 Kommentare:

  • jntns schreibt am 5. April 2013 um 21:42

    Gut gekontert, ich nehme so nen Hasen!

  • Thomas the Pommes schreibt am 5. April 2013 um 22:23

    Nettes Interview. So wirklich was vorstellen kann ich mir aber nun nicht unter dem Teil. Aber vielleicht gewinn ich ja eins damit sich das ändert ;)

  • Hans schreibt am 6. April 2013 um 16:17

    ich würd auch gern mal rein schnuppern

  • Lennart schreibt am 6. April 2013 um 17:39

    Ich zähle selbstverständlich nicht. Aber Thomas, wenn Du ein Exemplar gewinnen solltest, wäre ich auf Deine Meinung gespannt. Was ich ja aber generell und stets sowie bei allen bin.

  • Unica schreibt am 7. April 2013 um 11:24

    Ich kommentiere. Crowdfunding ist ja neuerdings ganz groß im Kommen für solche Liebhaber-Projekte. Hab neulich ein queeres Magazin supported, deren Macherinnen mit dem Projekt Erfolg hatten, die erste Ausgabe ist gerade in Druck gegangen.

  • Anna schreibt am 8. April 2013 um 09:38

    Ich bin neugierig. Rück mal raus!

  • Thomas the Pommes schreibt am 8. April 2013 um 20:43

    Wenn ich ein Exemplar gewinne werde ich sicher was dazu schreiben. Die Chancen stehen ja gar nicht mal so schlecht^^

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