Alles was an Django Unchained doof ist…

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Über die historischen Unkorrektheiten in Django Unchained habe ich hier ja bereits geschrieben. Die YouTube-Serie „Everything wrong with…“ hat sich nun den Film ebenfalls rausgepickt und deckt Logikfehler, Plotlöcher und nervigen Kram auf. Ich nutze den Clip dazu um auf diesen Artikel bei Kleinerdrei hinzuweisen in dem es um das Frauenbild in Django Unchained geht, welches für Tarrantino tatsächlich ziemlich ungewöhnlich ist.

(via tastefully offensive)

    5 Kommentare:

  • Emanon schreibt am 2. Mai 2013 um 13:02

    Djangos blauer Anzug wurde nicht von Austin Powers inspiriert, sondern von Thomas Gainsborough’s Gemälde „The Blue Boy“ (um 1770).

    „They call me Hildy“ – Hier spricht der fiktionale Charakter zum Zuschauer. Das ist ein ähnliches Stilmittel, wie der Blick eines fiktionalen Charakters in die Kamera zum Zuschauer. Damit soll die Literarizität zum Schein aufgeweicht werden. In der deutschen Literatur kennt man das auch, wenn z.B. der Erzähler, den Leser mit „geneigter Leser“ anspricht.

    Weiße Zähne müssen kein Anachronismus sein. Der Wunsch nach weißen Zähnen ist uralt und die Menschen haben schon immer versucht mit verschiedenen Chemikalien die Zähne weiß zu machen. Außerdem gab es seit dem Mittelalter Zahnräuber, die Menschen die Zähne ausgeschlagen haben, um Gebisse für zahlende Kunden herzustellen.

    Die druckbasierte Zapfanlage wurde Ende des 17. Jh. erfunden und Ende des 18.Jh. wurden sie hydraulisch. Django spielt 1858.

    Französische Aussprache von valet ein Anachronismus, wenn Schulz einen Deutschen spielt und Französisch zu der Zeit lingua franca in Europa war?

    Warum ist „Für Elise“ ein Anachronismus. Das Stück ist von 1810.

    Da gibt es noch mehr Dinge, die keine faktischen Fehler sind, sondern Stilmittel oder lediglich Dinge, die den Geschmack der Macher stören, aber das sei geschenkt.

    Erstaunlich auch, dass mir das mit dem Ring der Nibelungen aufgefallen ist und denen nicht. Es scheint ein bisschen so, dass die etwas amerika-zentristisch an die Sache gegangen sind.

    Für die Sache mit dem Bügelverschluss und der Nofretete gibt es allerdings Respekt.

  • Emanon schreibt am 2. Mai 2013 um 13:05

    Nachtrag: Das mit „Für Elise“ stimmt tatsächlich, weil das Stück zwar schon geschrieben aber nicht bekannt war. Den Einwand ziehe ich hiermit formell zurück. Bitte im Protokoll vermerken.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 2. Mai 2013 um 13:08

    @Emanon Haha, ich liebe Dich :-*

  • Chemical schreibt am 2. Mai 2013 um 14:29

    Respekt an Emanon, wenn du das meiste ohne Wikipedia gewusst hast :)

  • Emanon schreibt am 2. Mai 2013 um 15:52

    Danke für die netten Worte. Beim Bügelverschluss musste ich nachgucken (wieder was gelernt) – bei „Für Elise“ hab ich es gemacht und konnte grad noch meine Ehre wahren ;)

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