Rock im Rückwärtsgang

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Es gibt nur wenige Bücher, die ich mehrmals las. Rock im Rückwärtsgang – Manipulation durch backward masking gehört dazu. Der Roman von Michael Buschmann beschäftigt sich mit „Backward Masking“. Also dem Verstecken von Rückwärtsbotschaften in Musik. Klingt erst einmal interessant und ein wenig nach dem tollen Teeniehorror The Gate – Die Unterirdischen, ist aber besonders bemerkenswert, da Buschmann das ganze mit christlichem Missionierungseifer vermischt. Da ist die junge Celeste Rousseau, genannt Cel, die durch einen älteren Herren, Saul, über die Manipulationen in der Rock- und Popmusik aufgeklärt wird. Das ganze schaukelt sich zu Verschwörungen samt Kultmorden hoch. Grandios!

AC/DC?! Böse! DIO?! Böse! Van Halen?! Wie das Buch erklärt nur erfolgreich, da sich sich dem Teufel verschrieben. Aber ist es nur die härtere Musik? Mitnichten, auch Aha, Madonna und gar Alphaville bekommen ihr Fett weg. Doch wie hat das ganze Teufelszeug begonnen?! Auch darauf weiß Buschmann, der „durch seine Verbindungen in die USA auf aktuelle Informationen aus der internationalen Musikszene zurückgreifen“ kann, eine Antwort.

Rock im Rückwärtsgang

Ha! Satan lauert überall. Müßig zu erwähnen, dass das Buch im christlichen Verlag Schulte + Gerth erschien.

    3 Kommentare:

  • Pat schreibt am 17. September 2013 um 17:16

    Oh mein Gott, wenn ich die Energie hätte, würd‘ ich den Autor verklagen.

    Als das Buch rauskam, war ich voll in evangelikalen Kreisen zu Hause und da war das gefundenes Fressen. Bald mal hab‘ ich dann die sensationslüsterne Art durchschaut. Und wer auch nur kurz recherchieren würde, findet sofort raus, dass das in wesentlichen Teilen erlogen ist. Fairerweise muss man festhalten, dass damals, als das Buch erschien, Wikipedia und Co noch nicht existierten. :-)

    Darf ich fragen, warum du dieses Buch mehrmals gelesen hast?

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 17. September 2013 um 18:19

    @Pat Weil es in seiner Absurdität enorm lustig ist. Und so stümpferhaft versucht indirekt seine Botschaft zu vermitteln, dass es nicht mehr indirekt genannt werden dürfte…

  • Pat schreibt am 11. November 2013 um 11:52

    So, ich hab‘ zum Thema jetzt auch noch einen Beitrag geschrieben. :-)

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