Extremismus (yay!) in Zahlen

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Aufmerksame Leser*innen wissen, ich mag den Extremismus-Begriff nicht.
Das Flensburger Tageblatt hat eine Statistik veröffentlicht. Dort werden die vom Verfassungsschutz erhobenen Zahlen in Relation Gesetz. Die potentiell als extremistisch eingeschätzten Personen und deren Straftaten.

Extremismus in Zahlen 2012

Na sowas. Die meisten Straftaten werden von wem begangen?

Wisst Ihr was Minister Friedrichs zu den Zahlen zu sagen hatte? Bzw. dazu, dass die Zahl der versuchten Tötungen aus dem linken Bereich von drei im Jahr 2011 auf acht im Jahr 2012 hochschnellte?!

„Diese Zahlen sind der traurige Beweis dafür, dass die Hemmschwelle zur brachialen Gewaltanwendung in der linken Szene, insbesondere bei Konfrontationen mit politischen Gegnern, sinkt.“

Nun gilt es bei diesen Statistiken zu beachten, dass in Behörden ein linker Kontext schneller hergestellt wird als ein rechter. Und vermutlich geht das noch schneller bei Ausländerkriminalität oder ismlamistisch motivierten Straftaten. Jacob Jung schrieb da vor einiger Zeit zu:

„So wird das Anzünden von Fahrzeugen, unabhängig vom tatsächlichen Tatmotiv, gerne als linksmotivierte Straftat gewertet, während die eingeschlagene Scheibe eines Büros der Linkspartei, Angriffe auf Menschen mit ausländischen Wurzeln, auf Homosexuelle oder auf Linke in der Regel nicht automatisch dem rechten Spektrum zugeordnet werden.

Hinzu kommt, dass sich ein Großteil der erfassten Straf- und Gewalttaten mit linker Motivation im direkten Zusammenhang mit dem Widerstand gegen Nazi-Aufmärsche und rechtsextreme Demonstrationen ereignet.“

Linke Gewalt nimmt zu

(via extremistischer ronny)

    Ein Kommentar:

  • Funaru schreibt am 13. Juni 2013 um 14:07

    Darüber hinaus ist zu beachten, dass solche Statistiken auch deshalb unzuverlässig sind, weil es immer eine hohe Dunkelziffer gibt.

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