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Sick Sad World: Asylsuchende tragen Koffer für 1,05 Euro die Stunde

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Ach Schland. Du zeigst Dich mal wieder von Deiner schönsten Seite. Da ist in Schwäbisch Gmünd ein Bahnhof mit provisorischer Überführung zwischen den Gleisen zwei und vier. Und die Fahrgäste haben halt Probleme mit dieser. Oberbürgermeister Richard Arnold und Landrat Klaus Pavel haben aber eine Lösung dafür gefunden. Asylsuchende schleppen für 1,05 Euro pro Stunde die Koffer. Ja, natürlich tun sie das freiwillig und ja, laut Gesetz darf nicht mehr gezahlt werden. Aber wie es ganz richtig im Blog Afrika Wissen Schaft heißt:

„Dass das Projekt auch von Asylsuchenden angenommen wird, hat wenig mit der Exzellenz der Initiative zu tun (ganz wohlmeinend weist SPON auch extra darauf hin, dass es eine Möglichkeit gebe für die Flüchtenden sich unterzustellen, Getränke zu erhalten und auf die Toilette zu gehen!), sondern damit, dass es sonst fast gar keine Möglichkeiten gibt.“

Wird Dieter Maier von der Deutschen Bahn im Artikel der Gmünder Tagespost noch mit „Das ist eine tolle Idee“ zitiert, zeigt sich die Bahn nun überrascht und will nun eigene Mitarbeiter einsetzen. Ich bin mal gespannt, wie viel Stundenlohn die bekommen.

Oberbürgermeister Arnold, der die Aktion als „witzig“ bezeichnete, ist nun enttäuscht. Traurige kranke Welt!

    Ein Kommentar:

  • Emanon schreibt am 25. Juli 2013 um 17:27

    Endlich haben die braven schwäbischen CDU-Landräte die Kolonialsklaverei wieder eingeführt!!! Können sich die Kulis einen blinkenden Taler hinzuverdienen. Kann man ihnen nicht noch einen Fez aufsetzen und ihnen beibringen immer „Danke, Sahib“ zu sagen? Dann kann man ihnen auch ruhig mal einen Kreuzer extra zustecken.

    Waaaaaas? Das Asylrecht sei menschenverachtend, vom BVerfG gerügt und von der OSZE massiv kritisiert? Ja, aber, aber – das muss doch die Eiche nicht kratzen, wenn die Wildsau sich daran reibt.

    Tolles Projekt! Vielleicht können wir als Gesellschaft auch direkt wieder feudale Strukturen und Leibeigene einführen. Die Leute brauchen ja schließlich Arbeit!

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