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AfD – Wie rechts ist die Alternative für Deutschland?!

Von Daniel • 16.08.2013

Nachdem sich hier letztens die Wähler*innern der Alternative für Deutschland vorstellen durften, gilt der Artikel von Felix Krebs der Partei in Hamburg und deren Verknüpfungen zu Die Freiheit, PI sowie den Konservativ-Freiheitlichen. Übrigens wurde der Artikel selbst dann sogleich ein Forum für AfD-Fans und so allerlei dadrunter würde sich auch gut im bereits vorgestellten Tumblr machen.

Gerade das ist interessant. AfD-Wähler*innen sind scheinbar enorm treu und kommentierfreudig. Das war bei meinem Post auf FB zu sehen, im Publikative-Artikel, aber auch bei Netzpolitik wurde schnell kritisiert. Irgendwie erinnert mich das Ganze an Frei.Wild und die berühmte „Das-wird-man-ja-wohl-noch-sagen-dürfen“-Mentalität. Hinzu kommen Verleumdungsblogs. Dieses Vorgehen ist nicht alleine mit Übermotivation oder Eigeninitiative zu erklären. So heißt es auf der Facebook-Seite der AfD deutlich:

AfD-Aufruf

„4. Schreibt Kommentare und Leserbriefe an die Presse.“

Wie die dann aussehen wird nicht nur klar, wenn Du Dir die Kommentare selbst anguckst, sondern auch die Marschrichtung von KFK und AfD. So heißt es beim KFK: Dass die „öffentliche Diskussionskultur… durch überzogene ‚politische Korrektheit‘ beschränkt ist“. Und auch der Kreisverband Altona der AfD hatte zum Thema „Political Correctness – Zum Schaden der Demokratie?“ eine eigene Veranstaltung.

Aber moment, kommt uns das nicht bekannt vor?! Wer hat denn zu diesem Thema letztens gesprochen. War das nicht…
Ja genau: Jan Fleischhauer und Erika Steinbach. Und die sind doch bestimmt jetzt nicht rechts, oder?! Das ist doch die „Mitte“TM Damit wäre die Frage wie so oft mal wieder nicht wie rechts die AfD ist, sondern wie rechts unsere Gesellschaft im Allgemeinen ist?!

Weiterführende Links zur AfD

Okay, das ist wohl scheinbar gar keine rehtorische Frage. Wie rechts ist die AfD denn nun? Vielleicht weiß Jörg Rupp Antwort?! Oder wir gucken uns einfach an, wo die AfD im Parteienspektrums des Wahl-O-Maten platziert ist?!

Auch Netz gegen Nazis widmet sich der Anti-Euro-Partei.

Witerführend gibt es mit Rechte Euro-Rebellion: Alternative für Deutschland und Zivile Koalition e.V eine Monografie von Andreas Kemper



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    4 Kommentare »

  • Sabine W schreibt am 16. August 2013 um 14:18

    da ich von beginnn der parteigründung an die kommentierung in msm/think tanks verfolgt habe und mit großer skepsis betrachtet habe ich dort, wie aktuell auf twitter, voll stoff gegenargumente, insbes. um auf rechtspopulismus aufmerksam zu machen, aber auch argumente gg die ökonomischen thesen “ verteilt „. was mir interessant erscheint ist, dass die wirtschaftswoche, die mit insm-thinktank auf das engste verbandelt ist, von anfang an ausführlich über afd berichtet hat. jörn kruse/afd ist einer der autoren dort.
    handelsblatt berichtet etwas kritischer,das mag an den unterschiedlichen chefredakteuren liegen. tichy, wiwo-chefredakteur, liebäugelt in seinen kolumnen schon lange mit der idee eines kern-bzw nord-süd-euros. mit bettina röhls publikationen ist die wio auch eine speerspitze gegen links und grün (aktuell besonders gg grün)
    auch der think tank open europe widmet sich ausführlich den thesen luckes, wenn auch etwas neutraler (argument:gegenargument). der chef des berliner büros von open europe ist zb auch im british chamber of commerce vortragender im rahmen von veranstaltungen. henkel hielt auch vorträge bei open europe.
    fresh start project ist ein projekt der konservativen GB zur eu-reform.http://eufreshstart.org
    lucke schielt auf das europa-parlament. wenn er mit cameron in berlin im frühjahr shake hands macht (deutliche abgrenzung zu ukip) und sich im falle eines mandates bei den kommenden europawahlen der ECR fraktion zuordnet und merkel nun mit cameron einig ist über die notwendigkeit einer eu reform – dann denke ich, es geht einfach nur um die sicherung der konservativen macht in europa. konservative müssen eine gemeinsame linie finden, um der zersplitterung im eu parlament entgegenzuwirken und kräfte zu bündeln.
    lucke,der unmittelbar nach den bundestagswahlen in den europawahlkampf ziehen will, hat sich schon im mai für eine koalition mit merkel ausgesprochen. merkel ist die fdp „lästig“ u cameron hat schärfere töne bezüglich einwanderung/zuwanderung angeschlagen (konkurrenz ukip). das ganze wirkt auf mich, die von vt grossen abstand nimmt, zunehmend konstruiert.
    afd spricht das aus, was sich viele cdu/fdp wähler nicht zu sagen trauen und übernimmt stichworte wie „weltsozialamt“, das nach benutzung durch fdp/cdu medialen stürmen ausgesetzt war. sie spricht damit eben jene rechte flügel an,die mit der weichgespülten fdp u cdu politik unzufrieden sind. und da ist noch viel latenz in den bürgerlichen parteien,von npd pro d ..etc..nicht zu schweigen.
    drum treibe ich mich zur zeit ausgiebig auf twitter herum speziell beim #afd- – ob das hilft sei dahingestellt. aber es ist mir einen versuch wert.
    am 19.8.ist in meiner stadt ein stammtisch, den ich mir sehr genau ansehen werde.
    der himmel helfe mir die contenance zu bewahren :-)
    @HollyGoMadly

  • Sabine W schreibt am 16. August 2013 um 14:21

    kleine korrektur erlaubt? -röhl >> wiwo

  • Lukas schreibt am 2. September 2013 um 12:23

    Immer wieder ließt man dass die AfD rechtsgerichtet ist.
    Ich bin weder pro- noch kontra-AfD, sondern momentan noch dabei diese Partei zu analysieren. Bisher habe ich allerdings noch in keinem Artikel auch nur ein Argument gelesen, welches deutlich aufzeigt dass diese Partei der rechten Seite zuzuordnen ist.
    Okay, in ihrem Parteiprogramm heißt es: „Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.“
    Das behauptet aber nun wirklich jede Partei. Denn würde eine Partei sagen: „Nur rein alle – bedient euch!“, würde sie die 5%-Hürde nicht knacken.
    Ich wäre wirklich dankbar wenn mich jemand aufklärt. Ihr vorgeschlagenes Wirtschaftssystem finde ich durchaus interessant. Obwohl ich mir bewusst bin, dass man mir als Leihe in dieser Beziehung, wirklich alles als tolle Idee verkaufen kann wenn man sich nur richtig anstellt.
    Danke im Voraus.

    Lukas

  • Bernd Gustav schreibt am 16. September 2013 um 21:22

    AFD schreibt bei Facebook: Mut zur Wahrheit
    und löscht den folgenden Kommentar:

    Die AfD fordert im dünnen Wahlprogramm das Kanadische Modell.

    Ein Kanadisches Modell beinhaltet eine zügige Einbürgerung nach 3-5 Jahren Aufenthalt in Kanada. Ein kanadisches Modell beinhaltet die doppelte Staatsbürgerschaft.

    Die AfD meint das aber nicht wenn sie vom kanadischen Modell spricht sondern lediglich ein Punktesystem für Einwanderung.

    Da die AfD eine schnelle Einbürgerung ablehnt und vehement gegen die Doppelte Staatsbürgerschaft ist, ergeben sich zwei Fragen:

    1) Dient der dünne Satz zum kanadischen Modell im dünnen Wahlprogramm zum Ablenken, dass die AfD eine Ein-Themen-Partei ist? 2) Dient die dünne Forderung nach dem kanadischen Modell dazu den Eindruck zu vermeiden, die AfD sei eine rechtspopulistische Partei?

    Ist dir auch aufgefallen, dass da nur heiße Luft ist und es sich um eine rechtspopulistische Partei und einen sich selbst beweihräuchernden Verein handelt?

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