Das Problem heißt Rassismus – Fremdenfeindlichkeit ist überall

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schauhin

#schauhin heißt ein Tag, dass den Alltagsrassimsus dokumentieren soll. Kübra Gümüşay erklärt in ihrem Blog worum es geht:

„Man braucht nicht lange nach einem Anlass oder der Relevanz zu suchen, um über Alltagsrassismus zu sprechen. Rassismus ist immer aktuell, immer relevant, immer ein Anlass. Dennoch haben wir es bisher nicht geschafft, eine ehrliche Debatte über Rassismus in Deutschland zu führen. Was für eine Rolle spielt Rassismus bei der Polizei? Im Beamtenapparat? Ist Angela Merkel rassistisch? Wie sieht in den Zeitungen, im Fernsehen aus? Und in anderen Teilen der Gesellschaft? Wie rassistisch bin ich? […]

Das einzig Neue an #SchauHin ist der Hashtag, das Etikett, also die Sammlung dieser Erlebnisse. Mit nur einem Klick, das ist das Ziel, soll man/frau eine ungefähre Ahnung davon bekommen, wie sich der Alltagsrassismus in Deutschland anfühlen kann. #Aufschrei hat vorgemacht, wie ein Alltag, den Millionen Menschen in Deutschland teilen, aber kaum in der Öffentlichkeit wiederfinden, Gegenstand einer Debatte werden kann.“

Wie sehr Alltagsrassismus in unserer Gesellschaft verankert ist zeigen Debatten um N-Worte, die Verortung von Parteien, Sarrazin & Co. oder jüngst die Ereignisse in Berlin Marzahn-Hellersdorf oder Duisburg. Wer die Leute dann als Spinner bezeichnet, fehlende Intelligenz als Ursache ausmacht oder die sozialen Sorgen als Rechtfertigung in den Mittelpunkt stellt, macht es sich zu einfach. Am Beispiel Bad Soden kannst Du sehen, dass Vorurteile, Alltagsrassismus keineswegs mit Verdienst oder anderen klassistischen Kriterien zu tun hat. Kontraste haben einen Beitrag dazu gedreht:

„Die Anwohner haben ’natürlich‘ nichts gegen Asylbewerber, aber bitte nicht direkt vor der eigenen Haustür.“

(via ronny)

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