Einhorn Bong

Gläubige sind öfter depressiv, Atheisten dafür öfter high

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Einhorn Bong

Yay Science! Im Oktober wurde in der Fachzeitschrift Psychological Medicine eine Kohortenstudie unter rund 8.300 Personen aus sieben Ländern veröffentlicht, die festgestellt haben will, dass religiöse Menschen eher zu Depressionen neigen:

„Im Durchschnitt hatten 10,3 Prozent von den Teilnehmern, die sich als religiös bezeichneten, während des Untersuchungszeitraumes eine Depression erlebt, während das gleiche nur bei 7 Prozent unter den Teilnehmern mit atheistischen Überzeugungen der Fall gewesen war. Am höchsten lag dieser Wert bei denjenigen mit einer ’spirituellen‘ Haltung: 10,5 Prozent erlebten eine depressive Phase. Im Ergebnis stellten die Forscher fest: ‚Es gab keinen Beleg dafür, dass Religion als Puffer für Depressionen bei schweren, lebensbedrohlichen Ereignissen dient. Die Ergebnisse stützen nicht Ansicht, dass religiöse und spirituelle Lebensansichten das psychische Wohlbefinden verbessern.'“

Gleichzeitig stellte eine vom Schweizerischen Nationalfond geförderte Untersuchung fest, dass Atheisten öfter zu Nikotin, Cannabis, Ecstasy oder Kokain greifen. Ausgewertet wurden Fragebögen von fast 5.400 knapp 20 Jahre alten Männern aus Rekrutierungszentren der Schweizer Armee.

Da bekommt die Aussage von Karl Marx, dass Religion das Opium des Volkes sei, eine andere Gewichtung. Neu ist das nicht wirklich. Bereits 2007 kamen Miller und Bogenschutz in ihrer Arbeit „What do we already know about Spirituality and Addiction?“ zu dem Schluss, dass das Missbrauchsrisiko umso geringer ist, je strikter die Vorschriften eines Glaubenssystems sind. Natürlich kannst Du auch Religion selbst als Suchtmittel betrachten. Die religiöse Sucht wäre also eine nicht-stoffgebundene Sucht und kann dabei alle Kriterien einer Suchterkrankung erfüllen.

Diese Wechselwirkung wird auch gezielt eingesetzt. So betätigen sich Scientology mit Narconon in der Suchtbekämpfung und Kritiker werfen den Anonymen Alkoholikern oftmals vor, dass deren Spiritualität und Transzendenz einem Kult ähneln würde. Besonders unter klinischen Medizinern ist AA deswegen unbeliebt.

    4 Kommentare:

  • tina schreibt am 7. Oktober 2013 um 12:41

    wo bitte gibt es diese einhorn pfeife??

  • nirame schreibt am 9. Oktober 2013 um 17:46

    Geil! Ein einziges Kommentar zu einem Artikel über eine Studie zu Religiösität und das einzige Erwähnenswerte scheint die Einhornbong des Artikelillustration zu sein *g*

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 9. Oktober 2013 um 19:12

    @nirame Bestimmt ist Tina Atheistin ;)

  • dana schreibt am 6. November 2013 um 13:30

    Ich will diese Bong….wo wo wo???

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