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9nov38.de – Der Weg zur Reichspogromnacht

Von Daniel • 07.11.2013

9nov38

Bereits seit dem 28. Oktober betreiben fünf Historiker*innen mit dem Twitter Account @9Nov38 einen digitalen Stolperstein. Nun kannst Du sicherlich darüber streiten, ob Twitter der richtige Ort ist um die Geschehnisse um den 9. November 1938 aufarbeiten, aber ich bin in Zeiten wo Sauna-Wellnessparks am 9. November „romantische Kristallnächte“ ausrichten woll(t)en, für jede Aufklärung dankbar.

Auch geht es den Historiker*innen darum, dass die Novemberpogrome am 9. und 10. November 1938 eben keine singulären Ereignisse seien. Daher greifen sie auf verschiedenste Quellen zurück:

„Sie zitieren aus Briefen, Tagebüchern, später niedergelegten Berichten – und befinden sich aber doch auf einer Gratwanderung. Kann man jeden Namen der damals Betroffenen heute auch nennen? Sie diskutieren das für jeden Fall einzeln, wie Hoffmann erzählt. ‚Gerade bei Opfern muss man abwägen, ob man ihnen posthum nicht noch einmal Gewalt antut.‘ Auf der anderen Seite soll die Gewalt, die gegen Juden ausgeübt wurde, nicht anonymisiert, sondern konkret werden.“

Ergänzend zum Twitter-Account gibt es auch noch die Seite 9nov38.de.


Update:
Bei Metronaut gibt es ein Interview mit Charlotte Jahnz vom Projekt.

(Danke Bernhard!)



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  • Emanon schreibt am 7. November 2013 um 16:35

    Sicher kann man über diese Dinge und ihre Ausführung diskutieren.
    Aber wenn Merkel und Gauck am 9. November lediglich betroffen an der Bernauer Straße rumstehen und weder der Pogrome noch ihrer Ursachen gedacht wird und weder Kanzleramt, noch BND, noch Verfassungsschutz, noch BKA ihre Verstrickungen mit alten und neuen Nazis angemessen aufarbeiten, ist jedwede Form von Gedenken, AUfarbeitung und Mahnung bitter notwendig.

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