Buchtipp – Fünfhunderteins: Ein DJ auf Autopilot von Felix Scharlau

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Cover: 501 - Ein DJ auf Autopilot von Felix Scharlau

Felix kenne ich noch von der Intro, und „sein“ Fanzine Schinken Omi, das er zusammen mit Linus Volkmann und Benjamin Walter macht, hatte ich ja auch oft im Blog gefeatured. Nun hat er seinen ersten Roman geschrieben.

In dem Werk geht es um Jan Borgmeier, der sich als Dorf-DJ Moonshine nennt und den Rekord im Dauerauflegen brechen will. Und über diesen Versuch führt er Tagebuch. Soweit, so popliterarisch. Und so geht es halt auch um Drogen, Liebe und Musik. Dennoch schafft es Felix, zu unterhalten. Das liegt mitunter an seinem Kniff, der zentralen Erzählungen eine Rahmenhandlung zu geben und somit den Leser*innen gleich zwei Perspektiven zu liefern, aber es liegt vor allem an dem Ungestümen und der Naivität, die er seinem Macker DJ Moonshine verpasst, ohne die Figur ins gänzlich Überzogene abdriften zu lassen.

Vor allem sind es aber das Provinzielle seiner Geschichte, die großen Träume und das Scheitern. Denn die besten Geschichten sind die über das Scheitern und ich wollte stets dabei sein wie Borgmeier von einem Fettnäpfchen ins andere tritt, von einer Katastrophe zur nächsten stolpert.

Ich habe Fünfhunderteins: Ein DJ auf Autopilot in einem Rutsch durchgelesen, und das kann ich bei meiner zunehmenden Lesefaulheit wirklich nicht oft sagen. Felix war so nett, mir ein Snippet aus dem Hörbuch mit u.a. Aydo Abay und Linus Volkmann zur Verfügung zu stellen:

[audio:uploads/2013/11/501.mp3]

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