Inception Kreisel

Das Ende von Inception erklärt

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Inception Kreisel

Regelmäßige Leser*innen wissen, dass ich kein großer Fan von Christopher Nolans Inception bin – von seinen sonstigen Filmen allerdings schon. Das hier allerdings finde ich dann wiederum doch ziemlich grandios. Es gibt nämlich eine Methode herauszufinden ob Cobb am Ende träumt oder wach ist. Und sie hat nichts mit dem Totem seiner Frau, dem Kreisel, zu tun! Denn Cobb hat ein eigenes Totem, seinen Ehering. In Traumsequenzen trägt er diesen und wenn er nicht träumt, trägt er keinen. Und in der letzten Szene des Filmes trägt er tatsächlich keinen Ring.

Chapeau Mr. Nolan, das ist wirklich grandios und erinnert mich irgendwie daran, dass in Fight Club in jeder Szene ein Starbucks-Becher zu finden ist. Because Starbucks is everywhere…

Aber… was ist denn nun mit dem Kreisel?

Okay, okay. Die Kreisel-Sache, da hat Nolan selbst was zu gesagt:

„The way the end of that film worked, Leonardo DiCaprio’s character Cobb — he was off with his kids, he was in his own subjective reality. He didn’t really care any more, and that makes a statement: perhaps all levels of reality are valid. The camera moves over the spinning top just before it appears to be wobbling, it was cut to black. […]
I skip out of the back of the theatre before people catch me, and there’s a very, very strong reaction from the audience: usually a bit of a groan. The point is, objectively, it matters to the audience in absolute terms: even though when I’m watching, it’s fiction, a sort of virtual reality. But the question of whether that’s a dream or whether it’s real is the question I’ve been asked most about any of the films I’ve made. It matters to people because that’s the point about reality. Reality matters.“

Zusammengefasst, es ist egal ob Cobb träumt oder nicht, irgendwann wird der Traum zu einer eigenen Realität. Und wer das nicht akzeptieren mag, der hat immer noch den Ehering als Anhaltspunkt ob er träumt oder nicht.

(via sourcefed)

    6 Kommentare:

  • OddNina schreibt am 5. November 2013 um 17:11

    Er sagt doch schon recht früh, das der Kreisel das Totem seiner Frau war.. da es nicht seines ist, war klar das es ein anderes geben musste, da er dem Mädel doch einbläut das es sehr wichtig ist das sie ihr Totem und was damit geschieht geheim hält. Großartige Sache.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 5. November 2013 um 17:24

    @OddNina Danke, korrigiert, dass es nicht sein Totem war…

  • Diaet schreibt am 5. November 2013 um 20:13

    Wie peinlich,die Starbucks.-Becher-Geschichte war mir völlig neu;you live you learn,danke,Daniel!

  • Kaputnik schreibt am 6. November 2013 um 12:51

    Interessante Geschichte, aber das Thema kann man noch viel komplexer betrachten:
    http://youtu.be/ginQNMiRu2w
    Das Video ist etwas länger – lohnt sich aber, die Ring Geschichte ist auch drin aber noch viel mehr … ich finde jedenfalls dass man den Film danach mit anderen Augen sieht.

  • Jens schreibt am 10. November 2013 um 11:37

    Super Sache, stimmig!

  • Stephan schreibt am 29. Dezember 2015 um 00:34

    Hallo, habe den Film bereits zweimal gesehen, da er so genial konstruiert ist. Unweigerlich beschäftigte mich auch die Schlusssequenz mit dem Kreisel. Klar spricht die scheinbar langsam drehende Bewegung für eine Theorie. Doch bei Wkipedia fand ich eine noch plausiblere:“Allerdings trägt Cobb in allen Traumsequenzen seinen Ehering am linken Ringfinger, in den Realweltszenen und der Abschlusssequenz nicht.“ Zitat Ende.
    Wenn wir ehrlich sind, wollen wir doch alle glauben, dass es kein Traum ist, oder?;)

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