Martin Sonneborn und das Interview mit der Deutschen Bank

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Noch interessanter als das Sonneborn Video aus der Heute Show ist eigentlich die Frage, wie es dazu kommen konnte, dass ein Pressesprecher sich so zum Affen macht bzw. machen lässt. Daniel Bröckerhoff finde das gar nicht witzig und schreibt:

„An die Journalisten-Kollegen: Bitte sagt mir, dass ihr noch nie solche oder ähnliche Erfahrungen mit Pressemenschen gemacht habt. Bitte. Damit ich das ‚Interview‘ auch endlich lustig finden kann.“

Die FAZ klärt, wie einem Unternehmen wie der Deutschen Bank so ein Medien-GAU überhaupt passieren konnte. So war der Bank natürlich nicht bekannt, dass Martin Sonneborn das Interview führen wurde. Vielmehr wurde die Produktionsfirma Smac Film vorausgeschickt um einen Beitrag zum Thema Finanzen für eine jüngere Zielgruppe zu erstellen. Die Fragen waren laut Sonneborn der Bank zu komplex:

„Dem Sprecher der Deutschen Bank zufolge wurde dann der Produktionsgesellschaft vorgeschlagen, wie man Kindern und Jugendlichen komplexe Finanzthemen vermittelt. Die Bank betreibt ein Projekt zur Finanzbildung mit 1300 Schulen. Nach seinen Worten war die Produktionsgesellschaft bereit, auf dieser Basis das Gespräch zu führen. Sonneborn hält dagegen, dass die von der Bank zugeschickten Fragen und Antworten Voraussetzung waren, um das Gespräch überhaupt führen zu können.“

    4 Kommentare:

  • mstemmle schreibt am 12. November 2013 um 12:28

    Auch wenn man von der Produktionsgesellschaft vlt. getäuscht wurde, muss der Kommunikationsexperte das Gespräch sofort abbrechen, wenn er den Sonneborn auch nur sieht. Dass er sich dann in verfängliche Aussagen, wie zum Beispiel: „… und Getreide …“ @2:48 reinreiten lässt, kann er dann auch nicht verhindern.

  • waldemar schreibt am 12. November 2013 um 13:24

    Oh… jetzt tut mir der Herr Georgi leid.

  • dermehler schreibt am 12. November 2013 um 13:50

    Nun egal was die Bank erwartete,ich erwarte bei grade dieser Bank den abgewi…stesten,durchtriebensten Pressemenschen auf dem Planeten,achwas im Sonnensystem!
    Und wer nicht herauskriegt mit wem man spricht kriegt halt ne Klatsche.
    Die interessante Frage ist wann der nächste satirische Gau passiert und nicht ob!
    vielleicht gibt diesbezüglich ja demnächst Schulungen von Hrrn Sonneborn ;-)!

  • Bole schreibt am 13. November 2013 um 10:01

    Das Interessanteste daran ist für mich der Halbsatz in der FAZ „…das schon vor Wochen auf ZDFNeo unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgestrahlt wurde“ (sinngemäß).
    „Sonneborn rettet die Welt“ in der heute-Show-Zweitververwertung: Klar ist das Interview eine Bankrotterklärung (hrhr) für den PR-Fuzzi der Deutschen Bank, der Sonneborn nicht erkannt hat oder nichts mit ihm anzufangen wusste. Aber es ist auch ein schönes Beispiel für die – um mal im Bild zu bleiben – Pleite der Öffentlichkeitsarbeit des ZDF: Umgekehrt wäre ein Schuh draus geworden, vor der Erstausstrahlung von „…rettet die Welt“ auf ZDFNeo diesen Ausschnitt in der heute-show platzieren, mit einem dezenten Sendehinweis, dann hätten vielleicht ein paar mehr Leute zugeschaut. Aber neu ist das ja auch nicht, geschweige denn auf das ZDF beschränkt. Ich freu mich schon auf die neuen Tatortreiniger-Folgen, irgendwann um 2.15 Uhr zwischen Weihnachten und Neujahr…

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