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Sick Sad World: Einige Nachrichten aus Deutschland VI

Von Daniel • 15.11.2013

Sick Sad World

Im Januar 2005 wurde Oury Jalloh in Dessau festgenommen. Wenige Stunden später war er tot. Angeblich verbrannte er sich selber in seiner Zelle. Beteiligte Polizisten gaben später an, bei der Durchsuchung Jallohs ein Feuerzeug übersehen zu haben, dass sie auch bei der ersten Zellendurchsuchung übersahen. Wie durch Wunderhand fand es sich dennoch später auf der Asservatenliste. Die „Initiative in Gedenken an Oury Jalloh“ hat nun ein neues Brandgutachten erstellen lassen, das Du hier bei der Publikative einsehen kannst.

Laut Gutachten sei es unmöglich, ein Feuer dieser Art ohne Brandbeschleuniger zu entfachen. Daraufhin erstattete die Initiative Strafanzeige bei der Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe wegen Totschlags oder Mordes gegen unbekannte Polizeibeamte.

Oury Jalloh – Das war Mord from Initiative Oury Jalloh on Vimeo.

Derweil verhinderte zum 75. Jahrestag der Pogromnacht ein Zusammenschluss aus CDU, Freie Wähler und der „Deutschen Liga für Volk und Heimat“ die Verlegung von Stolpersteinen in Villingen-Schwenningen. Der Stadt wären dabei nichtmal Kosten entstanden, da die Stolpersteine durch Patenschaften finanziert werden.

Wie die Medien Rassismus fördern hat Jascha Huschauer in einem Post aufgearbeitet. Es geht dort vor allem um die angebliche „Abschaffung des St. Martins Festes“, wie sich die Meldung weiterverbreitet und immer weiter aufgebauscht wird. Und zu was für Kommentaren und Reaktionen das bei den Leser*innen führt.

Wen wundert es?! Wir kriegen rassistische Klischees früh mit auf unseren Weg gegeben. So kritisiert die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V. das Afrikabild in Schulbüchern:

„Schwarze Personen erscheinen hier vor allem als hilflose und passive, ’sprachlose‘ Opfer oder sind Teil lächerlicher entmenschlichender Karikaturen. Sie werden im Schulbuch exorzisiert, sexualisiert und als nicht europäisch verortet, obwohl sie ebenso Teil der deutschen Gesellschaft sind.“



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