10 Kommentare

The new Shitstorm in teh Wasserglas – Nerdcore vs. Blogs feat. Andere

Von Daniel • 08.11.2013

Tippendes Einhorn?!Oh Boi, da gucke ich mal nich ins Netz und da geht ein großer Shitstorm los. Über Reblogging, die deutschprachige Blogosphäre, Geld verdienen und und und…

René von Nerdcore regt sich darüber auf, dass zu viele deutsch(sprachig)e Blogs nur klickgeil Buzzfeed-Content weiterverbreiten und auf den Kommerz schielen. René nimmt da auch kein Blatt vor dem Mund:

„Testspiel, DrLima, SchleckySilberstein und noch ein paar mehr. Wir können das ausbauen, wenn gewünscht.“

Den ganzen Rant hat Floyd bei sich dokumentiert. Und eine Seite namens „Shitty Silberstein“ gibt es sogar auch schon auf Facebook.

Am Ende führt das wie so oft zur selben alten Diskussion: So schließt sich Lordomat dem Rant an und AL3X hat daraus gleich eine Anleitung gemacht: Mit Blogs Geld verdienen für Anspruchslose.

Und wie alle paar Monate, brodelt die Debatte schon seit einigen Tagen in der Blogosphäre. Auf Neue Elite hieß es, dass Blogger*innen nur Marionetten der Werbeindustrie seien. Abgezielt wurde da vor allem auf Fashion-Blogs. Und Doktor Chris hat zu seinem 3000sten Post auch mal abgerantet. Da ging es vor allem um SEOs.

Und wisst Ihr was?! Ich halt mich da (erst)mal schön raus und lasse das hier lediglich als Dokumentation stehen und erspare mir jeglichen Kommentar. Ich muss jetzt nämlich noch Popcorn kaufen.

Update:
Neue Elite haben die schönsten Rants mal zu Postkartenmotiven verwurschtelt.



2 Trackbacks »

    8 Kommentare »

  • Diaet schreibt am 8. November 2013 um 15:23

    Herrje,da bin ich ja glatt mal froh, raus zu sein. Hab da nix von mitbekommen(what next:fressen Blogs den Journalismus?)

  • René schreibt am 8. November 2013 um 15:48

    Wobei, ich glaube, eine Clickbait-Diskussion (wie die alte amerikanische Debatte um Gawkers A/B-getestete Headlines und sowas) hatten wir noch nicht wirklich, oder? Ansatzweise wurde das immer bei Postings und Artikeln über Buzzfeed angeschnitten, aber nicht konkret diskutiert, oder doch?

  • Daniel schreibt am 8. November 2013 um 15:52

    @René Das ist auch recht speziell. Ich meinte eher den Aspekt der Kommerzialität. Siehe die von Deinem Rant unabhängigen Posts bei Neue Elite und von Chris.

  • Jojo schreibt am 8. November 2013 um 16:54

    oh, the irony!

  • killy schreibt am 8. November 2013 um 18:03

    denke der nerdcore typ soll mal nicht soviel gas geben… glashaus und so…

  • Maik schreibt am 9. November 2013 um 11:39

    Finde, das ist grundsätzlich eine förderliche Diskussion, da bedarf es manchmal eines drastischen Stein des Anstoßes (auch wenn René es manchmal übertreibt, aber das weiß er selbst, er provoziert eben gerne, sei’s drum). Letztlich gibt es da aber nicht nur schwarz und weiß und hier werden etliche Begriffe bunt durcheinander geworfen. Letztlich rebloggt bspw. Herr Crackajack auch „nur“, ich sehe da aber eine journalistische Filterleistung hinter. Er rebloggt nach seinem Geschmack und findet etliche Leser, die den teilen – alles gut. Genauso sollen doch auch die Spiegel Offlines dieser Welt existieren dürfen. Das ist dann aber teils kein Bloggen mehr. Aber wieso sollen sie das nicht dürfen? Verschwimmt mittlerweile eh alles und ist mMn in keinster Weise mit dem Berufsbloggerbild des René Walter vergleichbar. Und leider ist es nunmal so: es lesen mehr Leute die BILD als kantige Nischentitel. Heikler ist eher die ganze Welt dahinter, das wissentliche Genetzwerke und letztlich die Tatsache, dass es halt weh tun kann, wenn so etwas mehr Aufmerksamkeit erfährt, als mühsam aufbereitete eigene Inhalte.

  • Daniel Decker
    Daniel schreibt am 9. November 2013 um 11:55

    @Maik Reblogging ist nur ein so klitzekleiner Teil des Bloggens oder der Bloggingkultur. Und ja manchmal denke ich auch drüber nach, ob ich nicht noch ein viel viel (finanziell) erfolgreichers Blog haben könnte in dem ich alle Tiervideos, Fails und Co. zusammenpacke.

    Also ich weiß nicht was die Diskussion fördern kann? Wie Du schreibst, einem großen Teil wird schon auffallen, wo der Filter eingesetzt wird und etwas eher aus Leidenschaft oder wegen des Clickbaits funktioniert. Da muss echt keiner über die Nische Reblogger diskutieren.

    Es ist doch eher so, dass viele jetzt denken oder sagen: Ha, das sehe ich genau so und sich bestätigt fühlen. Und wie Du schreibst: „Genauso sollen doch auch die Spiegel Offlines dieser Welt existieren dürfen.“

    Oder wie René es sagte: „Ich muss den Scheiß ja nicht lesen!“

    Weißte, ich sehe Reblogging so, wenn es die Angebotskombi gäbe, die ich wollen würde, dann müsste ich sie ja nicht selber machen. Und da ziehe ich halt oft auch Content aus Seiten die ich nicht mag. Ich weiß nicht, was das dann fördern kann oder soll. Es ist Entertainment.

  • Maik schreibt am 9. November 2013 um 12:10

    Naja, es geht dann eher einen Schritt weiter, das sage ich auch aus beruflicher Sicht. René verdient damit hauptberuflich sein Geld und keine Ahnung ob das die von ihm besagten auch machen, jedenfalls geht es auch um die Umfeldqualität für Werbekunden (seien es seine besagten Gewinnspiele oder Bannerwerbung, die er auch einsetzt). Und da ist ein persönliches Umfeld halt auch wertvoller als ein 08/15-Fun-Contentschleuder-Dings. Nur wird es noch nicht erkannt. Es zählen Klicks (genauer gesagt Impressions), Verlinkungen und Co. Und wie kann man sich den Kram leichter machen, als zehnmal das Gleiche zu inszenieren und gegenseitig zu vernetzen – haben ja alle was von. Alle, außer die, die diesen Weg nicht gehen und das auch gar nicht wollen.
    Ich bin da bei dir, das sind viele unterschiedliche Paar Schuhe und da kann man Jahre drüber diskutieren und es führt vermutlich zu nichts. Aber da sind halt auch einige wahre kleine Dinge dran (und einige Bullshit-Dinge). Aber deine drei letzten Worte gefallen mir. „Here we are now, entertain us“. Unterhält es, ist es daseinsberechtigt. Angebot und Nachfrage.

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