Monster Love – an.schläge zum Thema Horror

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monster

Bäm, wieder was gelernt. Die neue Ausgabe des Magazins an.schläge widmet sich dem Thema Horror. Um die Ausgabe anzuteasern gibt es ein Interview mit Julie Miess zum Thema Monster. Julie Miess kannte ich bisher nur durch ihre musikalischen Tätigkeiten. Bei Half Girl z.B. oder auch bei Britta, etc. Dass Julie ihre Doktorarbeit in Literaturwissenschaften und Gender Studies aber über Horror schrieb, war mir unbekannt. Neue Monster: Postmoderne Horrortexte und ihre Autorinnen gibt es auch als Buch. Und genau darum geht es auch im Interview.

Besonders interessant finde ich die Auseinandersetzung mit dem sogenannten „Final Girl“. Gerade wenn Du Filme wie Halloween, Monster im Nacht-Express oder neuere Werke wie Cold Prey etc. betrachtest ist die einzige überlebende (Haupt-)Person eine Frau. Miess dazu:

„Das Final Girl erfüllt sicher auch die interessante Funktion, dass sich ein Teenie-Junge mit diesem Mädchen identifiziert. Aber wie ist denn das Final Girl? Sie muss immer crafty sein, kann unter Umständen auch ein Auto kurzschließen – was ja eigentlich toll ist –, aber sie ist meistens auch asexuell. Meistens gibt’s das ja auch bei den Slashern: Die Kids, die Sex haben, müssen zuerst dran glauben. Das Final Girl ist meistens die brave, die das nicht macht. Ich fände es interessanter, wenn sich ein Junge mit einer sexuellen, aggressiven, unvernünftigen Frau identifizieren würde. Deswegen finde ich das Final Girl nicht das interessanteste, aber auf jeden Fall ein interessantes Phänomen. Das, was Clover hier herausgearbeitet hat, war ein wichtiger Meilenstein.“

Das ganze Interview gibt es hier zu lesen. Und die an.schläge-Ausgabe sowie die Doktorarbeit werde ich mir wohl auch noch zulegen.

(via mädchenmannschaft)

    2 Kommentare:

  • q____q schreibt am 12. Dezember 2013 um 19:01

    Jupp, auch an Final Girl und dem komischen Sex=böse/muss bestraft weren zeigt sich wie reaktionär auch der Horrorfilm ist (wird ja auch 90% von weißen Hetero-Männern gemacht, oder?).

  • dermehler schreibt am 13. Dezember 2013 um 00:27

    „Scream“ ist von einem Schwulen! Was den Widerstand oder abwertende Besprechungen der Filme von weissen Hetero-Männer erklären könnte…

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