Neonazis planen Weihnachtssingen

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Heute wollen ab 18 Uhr am Frankfurter Tor in Berlin-Friedrichshain Neonazis zum Weihnachtssingen aufrufen. Die Veranstaltung wurde laut Polizei von einer Person aus der rechten Szene angemeldet:

„Hintergrund ist eine Debatte im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, nach der religiöse Feste Weihnachtsmärkte im öffentlichen Raum nicht mehr zugelassen werden sollen.“

Anscheinend passt Nazitum und Christentum besser zusammen als ich dachte, stieß ich doch zufällig auf diesen Artikel hier über einen „geläuterten“ Neo-Nazi, der nun als islamophober christlicher Tempelritter Kreuzmonumente errichten will. Kannste Dir nicht ausdenken!

Bäm Xaver!

Xaver hat nicht nur eine Günter Grass Lesung verhindert, sondern wohl auch das Weihnachtssingen der NPD-nahen Initiative. So heißt es, dass die Kundgebung nicht stattfinden wird.

    2 Kommentare:

  • Emanon schreibt am 6. Dezember 2013 um 16:07

    Staiger hat das in dem Artikel schön benannt. Ich denke auch, dass sich die Neuen Rechten eben ihr nächstes Endzeit-Feindbild und ihre neue Ideologie zusammensuchen und da die alten eben überhaupt keine Grundlage haben, kann man sich genauso wahllos auch eine neue Ideologie und Feindbilder benennen.

    Die Neuen Rechten scheinen sich vornehmlich dadurch auszuzeichnen, dass sie sich als Vertreter der sog. Mitte in „jüdisch-christlicher-abendländischer“ Tradition sehen und „doch bloß“ gegen „extremistische“ Bestrebungen von „außen“ wehren.

    Darunter fallen dann vermeintliche Angriffe auf diffus definierte Kultureinheiten, Sprache, Wirtschaft, Genpoole, Glaubensgemeinschaften etc. durch wahlweise Linke, Muslime, Atheisten, Humanisten, Intellektuelle, Kritiker des Kapitalismus usw.

    Der Witz ist, dass völlig wahllos und ohne Grundlage plötzlich ein jüdisch-christliches Abendland gezeichnet wird, eine einheitliche deutsche/niederländische/französische Kultur, ein homogener Genpool oder christliche Tradition von Menschenrechten – obwohl das wie Eingangs angedeutet alles Phantasiegebilde sind – genauso wie früher der Gedanke vom Volkskörper.

    Abstrakt ist es also immer wieder das gleiche chauvinistische Verhalten mit den gleichen Ursachen, den gleichen Vertretern und ähnlichen Symptomen.

  • dermehler schreibt am 6. Dezember 2013 um 16:56

    Wie heisst es bei Pippi Langstrumpf:“Ich mach mir meine Welt so wie sie mir gefällt..“ Nur das bei Pippi die Freiheit im Fokus ist und nicht geistige Unterdrückung!

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