8 Kommentare

Sick Sad World: Jung von Matt und der Sexismus

Von Daniel • 10.12.2013

Sick Sad World

Ja, es gab diesen Facebookbeitrag. Mit Dekolleté wird die hausinterne Weihnachtsfeier beworben. Dazu ein barthesker Spruch:

„Klamotteninspiration für die Damen?“

Sexistische Kackscheiße von Jung von Matt

Erinnern wir uns: Jung von Matt, das waren die, die „rothaarige, bisexuelle Praktikantinnen“ für ihre Stuttgarter Abteilung suchten und für Sixt als Atomkraftgegner getarnte Werber zum Demonstrieren schickten.

Ich schließe mich da Thomas Knüwer an:

„Jean-Remy von Matt titulierte Blogs einst als ‚Klowände des Internets‘. Ich denke, wir dürfen seine Agentur nun die Klowand der Werbebranche nennen?“

Jung von Matt selbst lenkten ob des Shitstorms ein und löschten den Beitrag nach ca. 15 Stunden:

„Verstanden! Mit dem Bild sind wir klar übers Ziel hinausgeschossen. Wir entschuldigen uns für den Fehlgriff und nehmen den Post von der Seite.“

Übrigens, die „Stellenanzeige“ für „rothaarige, bisexuelle Praktikantinnen“ ist immernoch bei Facebook zu finden.



Ein Trackback »

    7 Kommentare »

  • thegurkenkaiser schreibt am 10. Dezember 2013 um 10:32

    Das wundert mich!
    was ist denn mit der guten alten weisheit „any publicity is good publicity“? das war doch so ein praktischer unverwundbarkeitscheat für die werbebranche.

  • zora hummel schreibt am 10. Dezember 2013 um 10:34

    gurkenkaiser.. das war mal. heute gibt es das internet und reichlich kotzende einhörner. ^^

  • pEtEr Withoutfield schreibt am 10. Dezember 2013 um 10:38

    Mein Problem mit dieser Kampagne gegen JvM ist, dass sie damit mal wieder die volle Aufmerksamkeit erreicht haben. Marketing-Stunt mit Hilfe eines Dekolletee-Fotos. OMFG, wie schrecklich.
    Kann die Aufregung nicht ganz nachvollziehen, habe aber auch schon mehrmals gesagt bekommen, dass ich vom Thema sxstsschKckschss keine Ahnung habe.

  • Marco schreibt am 10. Dezember 2013 um 10:55

    Ach die waren das. Ich hatte das auch mitbekommen, aber nicht nachgelesen, welche Agentur das war…
    Na ja, die halt. Kann man nicht mehr viel zu sagen.

  • Junior schreibt am 10. Dezember 2013 um 12:18

    Die haben auch damals die „DubistDeutschland“-Kampagne gemacht und uns versucht, Heimatgefühl als trendy Werbeprodukt zu vermitteln.
    Damit hat für mich eigentlich Jung von Matt seinen Ruf sitzen, von denen erwarte ich nichts anderes als die größten Luftblasen, bemalt mit den grössten und hohlsten Klischees.

  • Merzmensch schreibt am 10. Dezember 2013 um 12:28

    Also, wenn auch die Marketing-Weisheit „any publicity is good publicity“ stimmen mag – ich finde diese Aktion ziemlich primitiv, sogar „gewollt – aber nicht gekönnt – primitiv“. Die Aufmerksamkeit haben die auf jeden Fall erregt, aber keine Sympathie. Bin durchaus kein Gegner der Provokation als Kunst- oder Marketingmittel. Doch würde ich empfehlen auf die historische Avantgarde zurückzuschauen – wie die Dadaisten provozierten: nicht bieder, nicht spiessbürgerlich, nicht chauvinistisch, wie dies diese besagte Agentur tut. Wenn in Frage stellen – dann das ganze Weltbild. Wenn schockieren – dann alle (schaut mal, wie viel Machos freudig rausgekrochen sind beim Anblick an die Brüste, das war die Zielgruppe, die erreicht wurde).

    P.S. Ich meide aber schon länger Sixt, da sie sich in ihrer Werbekampagne damals so vergriffen haben. Ja, Aufmerksamkeit bringt schon was (wenn auch eine negative Reaktion). Ich werde nun mal alle Produkte meiden, hinter deren Marketing die besagte Agentur steckt. Nur so aus Prinzip. Wieso nicht? Ich weiss, ist dumm. Ich zieh’s aber durch.

  • Junior schreibt am 12. Dezember 2013 um 11:30

    Naja, irgendwann kommt man da kaum noch mit, weil jedes zweite größere Unternehmen mal ins Klo gegriffen hat. Damit meine ich, Prinzipien, ja, aber viel wichtiger ist, darauf hinzuweisen. Und wenn man dann eben um 12 Uhr in einem Kaff ist und Mäcces ist das einzige, wo man noch was zu essen bekommt, dann kauft man dort eben einmal im Leben einen Burger.

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