Jutta Ditfurth – „Große Teile der bürgerlichen Mittelschicht sind dabei, sozial zu verrohen“

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Lesetipp. Jutta Ditfurth im Interview mit Heise über den verwandlungsfähigen Kapitalismus, den zunehmenden Rassismus und den ausbleibenden Widerstand:

„Die Einbildung, Konsumvielfalt mache es möglich, die eigene Individualität frei zu entfalten, ähnelt einer Suchtkrankheit. Die sogenannte ‚Freizeit‘ wird aufgefressen von Konsumzwängen und administrativer Notwehr. Dazu kommen private Sorgen und Existenzkampf. Es ist für jeden ein anderer Anlass, ausbrechen zu wollen: Die eine findet ihren Chef zum Kotzen, der andere hasst die Spießer, die ihn umzingeln; der eine erträgt die Gewaltverhältnisse der Lohnarbeit nicht mehr, der andere will mit aller Macht ein anderes Leben. Man muss also die Menschen suchen, die sich davon nicht mürbe machen lassen und über den Tellerrand ihres Alltags blicken.“

    Ein Kommentar:

  • dermehler schreibt am 24. Januar 2014 um 17:43

    Ein grosser Fehler ist es noch von der Exixtenz einer aussagekräftigen/wertebestimmenden Mittelschicht auszugehen..
    Die „mittlere“ Mittelschicht zerfasert immer mehr nach unten und in geringeren Ausmass nach oben
    -Die Reichen werden immer reicher.
    Und die gute Frau betont mir zu sehr den Wert von Theorie!!
    Menschen die um ihre Existenz kämpfen/fürchten brauchen praktische Hilfe
    -Bücher kann man nicht essen,kann man schon aber ihr wisst ja wie es gemeint ist;-)!

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