Getty liefert einbettbare Bilder mit mehreren Haken!

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Mittlerweile dürfte es jede*r mitbekommen haben. Getty bietet kostenloses Einbetten von Bilder an. Derzeit können bereits über 12 Millionen Bilder kostenfrei verwendet werden. Ein ungewöhnlicher Schritt für eine der größten Bildagenturen neben Corbis. Thomas Knüwer beurteilt das als richtigen Schritt von dem Verlage etwas lernen könnten:

„Daraus könnten auch Verlagskonzerne lernen. Warum nicht Textausschnitte genau so einbettbar machen? Oder noch viel interessanter: Warum nicht Infografiken? So würde die Marke weitergetragen, suchmaschinenoptimierende Links generiert, die Beziehungen zu Blogs gestärkt. Und die Option mit der Werbeeinblendung wäre ja auch noch da.“

Denn genau das behält sich Getty vor. Und so gibt es nicht nur einen Link zum Anbieter, der am Bildrand zusammen mit dem Namen des Urhebers angezeigt wird, sondern eben auch Werbung. Eine Übersicht der einbettbaren Fotos findest ihr auf der Getty-Images-Webseite. Eine genaue Anleitung gibt es z.B. bei den Blogrebellen. Scheinbar nicht ganz so nutzerfreundlich bisher. Doch wo ist der Haken, natürlich kann mittlerweile jeder Laie sagen, dass Inhalte über iframe oder Ähnliches das Tracking von Daten ermöglicht. Die Debatte gab es bei Social Media Buttons zu genüge. Getty nimmt sich laut LawBlog auch das Recht dies zu tun. Außerdem schreibt Udo Vetter weiter:

„Ganz wichtig ist, dass Getty Images jede gewerbliche Nutzung ausschließt. Ob damit auch die bloße Einblendung von Werbung, zum Beispiel via Google Adwords, einbezogen ist, ist noch unklar.“

Auch Markus Beckedahl verweist in seiner Kolumne bei N24 auf den Nutzen den vor allem die Bildagentur durch das Angebot hat. Neben dem Tracking von Nutzerdaten und dem vermutlichen Weiterverkauf dieser hebt er auch noch hervor, dass der SEO-Aspekt für Getty nicht zu unterschätzen sei. Dennoch lobt er den Ansatz des Geschäftmodells, jedoch nicht ohne Kritik:

„Das Angebot ist also nicht umsonst, was sicher nicht viele davon abhalten wird, es trotzdem zu nutzen. Ich bleibe in meinen Blogs lieber weiterhin bei freien Alternativen. Mag sein, dass ich dort nicht alles finde, aber die Wikimedia Commons bietet bereits jetzt Millionen Bilder in einer Datenbank, die ich mit den Nutzungsbedingungen einer Creative Commons Lizenz ins Blog einbauen kann. Ohne zu fragen, ohne Widgets und Nutzertracking und vor allem werbefrei.“

Bei alledem geht unter, dass tape.tv es nun auch Allen ermöglicht Musikvideos auf dem eigenen Blog, einem Newsportal oder im tumblr einzubetten. Gerade in Anbetracht, dass YouTube und GEMA sich kürzlich wieder vor Gericht stritten, ein Pluspunkt. Und so verkauft das auch tape.tv als Unique Selling Point:

„Ihr habt damit den kompletten Zugriff auf alle Musikvideos der Major- und Independent-Labels – ganz ohne Hickhack mit der GEMA.“


Blogrebellen fragen nach: Was genau ist mit kommerzieller Nutzung gemeint?

Nilo hat bei Getty mal nachgefragt was „nichtkommerzielle“ Nutzung denn genau heißt und wurde auf die FAQs verwiesen.

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