Kotzbröckchen-Special: Ungezwungener Partynationalismus

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gegendurchfall

Am Sonntag ging ich an einem BMW vorbei, Schlandfähnchen, Schlandüberzieher für die Seitenspiegel, Playboy-Sitzüberzüge und ein Rosenkranz mit Kruzifix am Rückspiegel. Kannste Dir so nicht ausdenken und passte in der Detailverliebtheit auch auf kein Foto! Aber was bringt dieser ungezwungene Party-Nationalismus sonst noch so hervor? Indirekt z.B. eine Compilation. Vorrundenaus ist ein Sampler gegen die Deutsche 11 und ihre Fans.

Lichterkarussel hat einige rassistische Kommentare zum Spiel #GERGHA zusammengetragen. Erika Steinbach nimmt unterdessen das Spiel zum Anlass mal wieder in den Grenzen vor 45 rumzutrollen:

https://twitter.com/SteinbachErika/status/480611896392171520

Ja, der Begriff Oberschlesien beschreibt die Region meinetwegen auch heute noch. Doch Du musst Dir nur Erikas darauf folgende Kommentare ansehen und weißt was sie mit „unser Oberschlesien“ meint.

Doch schon zuvor kam es zu Zwischenfällen. Die FB-Seite Schland-Watch dokumentiert diese. So geisterte pünktlich zum Deutschland gegen Ghana Spiel ein ekliges Plakat von 2010 der Autovermietung Sixt durchs Netz. In Nidda kam es während eines Autokorsos nach dem WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal zu einer Schlägerei. Ein türkischer Lebensmittelhändler wurde dabei schwer verletzt. Weitere Fälle hat Fussball gegen Nazis in einem Überblick zusammengefasst. Ich zitiere hier zum Abschluss einfach das Fazit von ihnen:

„Die erste WM-Woche zeigt also: Mit der Geschichte vom unbelasteten und friedlichen Nationalismus ist es weder in Deutschland noch in vielen anderen Ländern allzu weit her.“

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