Deutschlands Mitte mit Rechtsdrang – Gewalt gegen Flüchtlinge nimmt zu

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Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung scheint in einer aktuellen Studie nun das zu bestätigen, was die Mitte-Studie der Universität Leipzig seit geraumer Zeit zeigt: Deutschlands Mitte tendiert latent nach rechts.

SpOn hat einige Punkte der „Studie zu rechtsextremen Einstellungen in Deutschland“ zusammengetragen:

– 10,1 Prozent der Befragten schreiben Hitlers Machenschaften auch Positives zu
– 17,4 Prozent stimmen der Sozialschmarotzer-These zu
– 35,9 Prozent fordern mehr Deutschlandgefühl
– Fast 23 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, Deutschland brauche jetzt eine einzige starke Partei, die die Volksgemeinschaft insgesamt verkörpert
– Elf Prozent sagen Ja zu der These: „Wir sollten einen Führer haben, der Deutschland zum Wohle aller mit starker Hand regiert.“

Ebenfalls wenig erstaunlich, dass laut SpOn gerade die Wähler*innen der AfD dem zustimmen. Ach neee…

In diesem Kontext verweise ich auch auf einen Bericht von Mut gegen rechte Gewalt:

„Die Amadeu Antonio Stiftung und PRO ASYL zählen einen deutlichen Anstieg von Angriffen gegen Flüchtlingsunterkünfte. Allein in 2014 lassen sich bereits jetzt 55 gewalttätige Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte zählen, darunter 24 Brandstiftungen. Zudem haben wir Kenntnisse von 33 tätliche Übergriffe auf Einzelpersonen und einem Todesopfer. Schon 2013 war laut Bundeskriminalamt die Anzahl der Gewalt- und Propagandadelikte auf mehr als das Doppelte gegenüber dem Vorjahr (2012: 24 / 2013: 58) gestiegen. Asylsuchende werden deutschlandweit derzeit zur Zielscheibe rassistischer und rechter Hetze.“

Infografik: Hetze und Gewalt gegen Flüchtlinge

(via ronny / Verwendung der Grafik mit Genehmigung von der Amadeu Antonio Stiftung)

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